Tod von Hubert Aiwanger: BR ändert Programm

Bayerischer Vize-Ministerpräsident mit 55 Jahren verstorben

Glenn Riedmeier
Glenn Riedmeier – 05.11.2026, 14:36 Uhr

Hubert Aiwanger (1971⁠–⁠2026) – Bild: BR/Raphael Kast
Hubert Aiwanger (1971⁠–⁠2026)

Am gestrigen Mittwochabend wurde die schockierende Nachricht bekannt, dass der bayerische Wirtschaftsminister und Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger im Alter von 55 Jahren leblos in einem Berliner Hotelzimmer aufgefunden wurde. Bundesweit reagierten Spitzenpolitiker und Weggefährten bestürzt auf Aiwangers überraschenden Tod, dessen Ursache noch ungeklärt ist. Das BR Fernsehen ändert aus gegebenem Anlass sein Programm und zeigt am heutigen Donnerstag um 19 Uhr eine halbstündige „BR24 extra“-Sondersendung. Das Verbrauchermagazin „mehr/​wert“ entfällt.

Christian Nitsche moderiert das „BR24 extra“, in dem an den Spitzenpolitiker und Chef der Freien Wähler erinnert wird. Außerdem werden die politischen Folgen des Todes von Hubert Aiwanger analysiert. Über mehrere Jahrzehnte prägte der Landwirt aus Niederbayern die bayerische Politik, seit 2018 als Wirtschaftsminister. Er führte seine Partei Freie Wähler 2008 zunächst in den Bayerischen Landtag und zehn Jahre später schließlich in eine Koalition mit der CSU unter Ministerpräsident Markus Söder, die bis heute besteht.

Die Obduktion von Hubert Aiwangers Leiche wird noch heute erfolgen, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mitteilte. Auch die Mordkommission ermittelt wegen der Bedeutung des Falls und um ein mögliches Fremdverschulden auszuschließen. Eigentlich sollte Aiwanger gestern bei der Eröffnung eines Hauptstadtbüros der Freien Wähler eine Rede halten. Doch aus gesundheitlichen Gründen habe er sich kurzfristig abgemeldet und sei später nicht mehr erreichbar gewesen.

Bereits am Vormittag übertrug BR24 um 11:00 Uhr live das Statement von Ministerpräsident Markus Söder, der von einer absoluten Tragödie sprach. Wir verlieren mit Huber Aiwanger eine prägende Figur der bayerischen Politik, so Söder. Zusammen hätten sie bürgerliche, liberal-konservative Politik gemacht. Wir werden das auch mit den Freien Wählern in seinem Sinn, in unserem Sinn, so fortsetzen.

Hubert Aiwanger wuchs auf einem Bauernhof auf und absolvierte ein Agrarstudium. 2006 wurde er Landesvorsitzender der Freien Wähler Bayern. Seit 2008 war er mit Tanja Schweiger, der Landrätin des Landkreises Regensburg, liiert. Sie haben zwei gemeinsame Söhne.

Das BR-Nachrichtenangebot berichtet kontinuierlich über weitere Reaktionen und Entwicklungen im Netz auf br24.de. Die „BR24“-Nachrichten um 21:45 Uhr im BR Fernsehen werden aufgrund der Nachrichtenlage um fünf Minuten verlängert.

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