Wenn das keine faustdicke Überraschung ist! Nur wenige Wochen vor Beginn der für Oktober 2026 geplanten Dreharbeiten zur Prestigeserie „Die Päpstin“, basierend auf dem gleichnamigen Bestseller der US-Amerikanerin Donna Woolfolk Cross von 1996, wurde das Großprojekt kurzfristig gestoppt. Laut einem Bericht der Zeitung Die Welt hängt der Abbruch der Vorbereitungen mit dem Absprung eines ausländischen Finanzierungspartners zusammen.
Constantin Film und ARD Degeto, die hinter der mit „Fack ju Göhte“-Star Jella Haase besetzten Adaption stehen, wollen die Verfilmung allerdings nicht komplett begraben. Mit Blick auf das in der fränkischen Hohenzollernfestung Würzburg bereits errichtete Set, das nun wieder abgebaut werden muss, äußert sich eine Constantin-Sprecherin im Welt-Artikel wie folgt: Wir hoffen, dass es zu einem späteren Zeitpunkt doch noch verwendet werden kann.
Angekündigt wurde die rund 20 Millionen Euro teure deutsch-tschechische Koproduktion im Januar 2025 (fernsehserien.de berichtete). Fördermittel für die sechs Folgen umfassende Serie nach Drehbüchern von Headautorin Liz Lake und Nicki Bloom waren schon zugesagt. Zudem stand mit Katrin Gebbe eine Regisseurin fest. Ob der Aufwand tatsächlich umsonst war, wird die Zukunft zeigen.
In jedem Fall ist der Produktionsstopp für Constantin Film ein schwerer Schlag, wollte die Firma doch 15 Jahre nach dem von ihr auf den Weg gebrachten Kinofilm „Die Päpstin“ (Regie: Sönke Wortmann) die Geschichte um eine Frau als Oberhaupt der katholischen Kirche auf freche, moderne und politisch unkorrekte Weise neu interpretieren. Turbulent war auch die Entstehungsgeschichte der 2009 veröffentlichten Leinwandarbeit, die ursprünglich Volker Schlöndorff inszenieren sollte. Nach kritischen Aussagen über sogenannte Amphibienfilme, Werke, die gleichzeitig für das Kino und für das Fernsehen hergestellt werden, setzte die Constantin den „Die Blechtrommel“-Regisseur aber vor die Tür.
Romanvorlage und Film schildern den Lebensweg der Protagonistin Johanna (im Original: Joan), die, als Mann verkleidet, unerkannt den Papstthron besteigt. Die Existenz einer Päpstin Johanna ist historisch jedoch nicht belegt, gilt nach heutigem Stand der Forschung als eine Legende.
Naja, wenn es eine Legende ist, warum tut die Kirche dann alles, um sie zu Verschleiern. Ich habe schon ein paar Dokus gesehen, die diese "Legende" als wahr erklären und es gibt Beweise. Nicht nur der berühmte Stuhl. Warum sollte es ihn sonst geben. Denkt mal drüber nach. Und wenn diese Verfilmung nun gestoppt wurde, vielleicht steckt da auch die Kirche dahinter? Wer weiss. Ich finds jedenfalls seltsam.