Bei der Präsentation der Programmhighlights für 2026 ließ die ARD Anfang dieses Jahres mit einem ambitionierten Projekt aufhorchen. Unter dem Arbeitstitel „Mabuse“ kündigte der Sender für seine Mediathek eine sechsteilige Serie an, die auf eine ikonische Figur aus der Filmgeschichte zurückgreift. Wie nun bekannt wurde, gingen in der letzten Woche in München, Prag und Umgebung die Dreharbeiten zur Neuinterpretation des Mythos um den Superschurken Mabuse zu Ende.
Der in der Gegenwart spielende Cyberthriller kreist um eine rätselhafte Serie von Gewalttaten, deren Spuren tief in die digitalen Schattenräume unserer Zeit führen. Während die mit den Fällen befassten Ermittler Rückschläge verkraften müssen und falschen Fährten folgen, taucht in einer virtuellen Simulation ein Avatar namens Dr. Mabuse auf. Dieser gibt sich als Strippenzieher hinter den Verbrechen zu erkennen und stellt der Polizei ein ebenso unerbittliches wie tödliches Ultimatum. Auf der Jagd nach der phantomhaften Super-Bedrohung drängt sich vor allem eine Frage auf: Ist Dr. Mabuse eine Einzeltäter, eine Gruppe oder etwas anderes, das sich längst jeglicher Kontrolle entzogen hat?
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Die Figur des Überverbrechers Mabuse, der hypnotische Fähigkeiten besitzt und als Mann der tausend Gesichter gilt, ist eine Schöpfung des Luxemburger Schriftstellers Norbert Jacques. Der 1921 erschienene Roman „Dr. Mabuse, der Spieler“ wurde zeitnah unter demselben Titel von Fritz Lang für die große Leinwand adaptiert und avancierte zu einem Publikumserfolg. Weitere Verfilmungen folgten.