Zwei Jahre hörte das deutsche Fernsehpublikum nichts von den Kriminalhauptkommissaren Viola „Kessie“ Delbrück (Yvonne Catterfeld) und Burkhard „Butsch“ Schulz (Götz Schubert), die seit 2016 in der ARD-Krimireihe „Wolfsland“ in Görlitz und Umgebung auf Mördersuche gehen. Zum zehnjährigen Jubiläum dürfen sich Fans des Duos nun aber auf zwei neue Fälle freuen, die back to back als zusammenhängender dramaturgischer Bogen entstanden.
Die Folge „Das Lied der Tochter“ ist am Donnerstag, dem 12. November, um 20:15 Uhr im Ersten zu sehen, während „Muttermord“ eine Woche später, am Donnerstag, dem 19. November, zur selben Uhrzeit gezeigt wird. Wer nicht so lange warten möchte, kann in der ARD Mediathek vorbeischauen, wo beide Filme bereits ab Montag, dem 9. November, ab 20:15 Uhr zum Abruf bereitstehen.
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In „Das Lied der Tochter“, dem 17. Film der Reihe, präsentiert sich dem Publikum eine verkehrte Welt in Görlitz: Während Viola Delbrück abweisend ist und zu spät oder auch gar nicht kommt, zeigt sich Burkhard „Butsch“ Schulz zugewandt, defensiv und vorsichtig. Ausgerechnet Butschs Tochter Emmy (Anna Bachmann) schlägt als junge Kripoanwärterin für ein halbes Jahr ihres Praxisstudiums in der örtlichen Polizeiinspektion auf, was ihren Vater gleichermaßen erfreut und herausfordert. Als an Emmys erstem Arbeitstag die geschundene Leiche einer Frau in einer Kleingartensiedlung gefunden wird, stürzt sich die Neue mit Feuereifer in die Arbeit und will von ihrem großen Vorbild Viola lernen. Dabei kommt sie deren Geheimnis auf die Spur und verrät nur ihrer Kinderfreundin Clara, warum sie eigentlich nach Görlitz gegangen ist.
Burkhard „Butsch“ Schulz (Götz Schubert) mit seiner Tochter Emmy (Anna Bachmann) MDR/Molina Film/Christiane Pausch
In „Muttermord“ liegt Annette Wolski tot in ihrem Wohnzimmer. Entdeckt hat die Leiche jene Frau, die für fast alle Mitarbeiter der Görlitzer Polizeiinspektion ein rotes Tuch ist: Violas Mutter Rose Delbrück (Petra Zieser). Obwohl die Ermittlerin die Anwesenheit der besonderen Zeugin nur mit fremder Hilfe ertragen kann, versucht sie, professionell zu bleiben. Die Nachforschungen gestalten sich schwierig, und weder Butsch noch Viola kriegen mit, dass Butschs Tochter Emmy neben ihrer Kripoarbeit mit wachsender Besessenheit eine ganz eigene Agenda verfolgt. Als Butsch gemeinsam mit Staatsanwältin Anne Konzak (Christina Große) hinter das Geheimnis seiner Tochter kommt, ist er alarmiert und zutiefst bestürzt.
Viola Delbrück (Yvonne Catterfeld, links) trifft auf ihre Mutter Rose (Petra Zieser). MDR/Molina Film/Oliver Feist
Zum Ensemble gehören unter anderem auch Jan Dose als Uli „Jacob“ Böhme und Stephan Grossmann als Dr. Grimm.
„Wolfsland“ ist eine Produktion der Molina Film im Auftrag von ARD Degeto Film und MDR für die ARD. Entwickelt wurde die Krimireihe von Sönke Lars Neuwöhner und Sven S. Poser, die seit dem ersten Teil auch die Drehbücher verantworten. Regie bei den beiden frischen Folgen führte erstmals Constanze Knoche.