[UPDATE] „Die Conners“ verlieren Ensemble-Mitglied der ersten Stunde

    Ausstieg noch im Vorfeld der fünften Staffel

    Ralf Döbele
    Ralf Döbele – 31.08.2022, 10:55 Uhr

    „Die Conners“ verabschieden sich von einem Familienmitglied – Bild: ABC
    „Die Conners“ verabschieden sich von einem Familienmitglied

    Am gestrigen Dienstag wurde bekannt, dass Michael Fishman nicht für die fünfte Staffel von „Die Conners“ zurückkehren wird. Nun hat sich der Schauspieler, der seit 1988 DJ Conner spielte, im Gespräch mit der Promi-Zeitschrift People erstmals selbst zu Wort gemeldet. Dabei wird recht deutlich, dass der Ausstieg Fishmans nicht freiwillig erfolgte: „Zwar hat man mir gesagt, dass ich nicht für die fünfte Staffel zurückkehren werde. Aber dennoch war Lanford ein wichtiger Ort, um aufzuwachsen, zu lernen und mich zu entwickeln“.

    Es ist der Traum eines jeden Schauspielers zum festen Ensemble einer Serie zu gehören, vor allem einer bahnbrechenden Serie, wo wir wichtige Themen behandeln, so der Schauspieler weiter. Die Gelegenheit Comedy und Drama mit legendären Kollegen zu spielen, während man Fans auf bedeutende Art und Weise erreicht, hat mein Leben nachhaltig verändert. Ich bin stolz auf die Arbeit, die ich als Teil von ‚Roseanne‘ und ‚Die Conners‘ geleistet habe. Vor allem auf das Privileg, einen Militärveteranen zu spielen, dabei mit einer schwarzen Frau verheiratet und der Vater eines Kindes gemischter Herkunft zu sein (…). Während ich mich der Welt zuwende, um meine Zukunft zu bauen, wünsche ich allen, die mit der Produktion zu tun haben, nichts als Liebe und Erfolg.

    ZUVOR (30. August 2022): Ein ursprüngliches Mitglied der Familie Conner wird in den neuen Folgen nicht mehr mit dabei sein. Wie TVLine berichtet, hat Michael Fishman die ABC-Sitcom „Die Conners“ bereits im Vorfeld der kommenden fünften Staffel verlassen. Fishman hatte die Rolle von Beckys und Darlenes jüngerem Bruder DJ Conner bereits in zehn Staffeln der Originalserie „Roseanne“ verkörpert, bevor er auch bei der Fortsetzung „Die Conners“ anheuerte.

    Der Grund für den Ausstieg ist unklar, Michael Fishman hat sich dazu selbst auch noch nicht auf seinen Social-Media-Kanälen geäußert. Fest steht, als DJ Conner war er zuletzt nur recht sporadisch in „Die Conners“ zu sehen. So wirkte er lediglich in 36 der bisherigen 71 Folgen mit. Allerdings nahm Fishman hinter den Kulissen eine aktivere Rolle ein und führte bei fünf Episoden der Sitcom Regie.

    Kehrt nicht für die fünfte Staffel zurück: Michael Fishman als DJ Conner ABC

    Weitere Gastauftritte von Fishman sind aktuell wohl ebenfalls nicht vorgesehen. Anders sieht es bei Jayden Rey aus, die in der Serie DJs Tochter Mary Conner verkörpert. Sie bleibt als festes Ensemble-Mitglied bei der Serie. Wie die Abwesenheit ihres Vaters in der Staffelpremiere erklärt wird, bleibt abzuwarten.

    Michael Fishman gab sein Debüt als DJ Conner in der zweiten Folge von „Roseanne“ im Herbst 1988. Fishman blieb der Sitcom bis zu ihrem Ende nach der neunten Staffel treu und kehrte dann auch 2018 für die Revival-Serie zurück, die nach rassistischen Äußerungen von Roseanne Barr auf Twitter ein schnelles und unrühmliches Ende fand. ABC setzte die Geschichte der Familie Conner ohne die Hauptdarstellerin in „Die Conners“ fort und auch hier gehörte Fishman von Anfang an zum Ensemble.

    Zunächst gehörte auch Maya Lynne Robinson als DJs Ehefrau und Marys Mutter Geena zum Hauptcast der Serie. Nach nur einem Jahr verließ die Schauspielerin die Sitcom und schloss sich stattdessen der CBS-Serie „The Unicorn“ an. Ihre Figur kehrte als Soldatin in den Dienst der US Army zurück.

    Die erste Staffel von „Die Conners“ wurde noch von Prime Video nach Deutschland importiert, danach kamen die Auftaktstaffel und später auch die zweite Staffel im Disney Channel zu ihrer Free-TV-Ausstrahlung. Die Staffeln drei und vier hingegen harren noch einer Deutschlandpremiere. Ein vor wenigen Wochen angekündigter Serienstart ab der ersten Staffel bei Sky Comedy weckte zwar kurz Hoffnung, verschwand dann aber schnell aus der Programmplanung.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1987) am

      Roseanne ohne Roseanne war nie so gut, wie Roseanne.
      Die Sorgen, Nöte und kleinen Alltags-Abenteuer einer konservativen weißen Durchschnitts-Familie gaben einen tollen und seher humorvoll gestalteten Einblick und einen erfrischenden Kontrast zu den eher auf die High-Society fixierten Shows.
      Dem Disney Chef und damalige Kandidat für die Präsidentschaft für die Demokraten Bob Iger waren sowohl der Erfolg des Reboots und Roseanne ein Dorn im Auge, entsprach das Setup doch so überhaupt nicht den Aussenwirkungen seiner Partei.
      Also musste Roseanne weg und die Show eine... "buntere" Ausrichtung bekommen. Als jüdische Comedian, die von Anfang an in alle Richtungen humorvoll und bissig austeilte, war es nur eine Frage der Zeit, bis man einen Grund fand.
      Man kann nur hoffen, dass wenigstens Yellowstone dem diktatorischen Einheitsbrei namens "Progressiven Zeitgeist" nicht zum Opfer fällt.

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