„Dexter“: John Lithgow kehrt für Serienfortsetzung zurück

    Der Trinity-Killer gibt sich erneut die Ehre

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 29.06.2021, 10:38 Uhr

    John Lithgow und Michael C. Hall in der vierten Staffel von „Dexter“ – Bild: Showtime
    John Lithgow und Michael C. Hall in der vierten Staffel von „Dexter“

    Überraschende Rückkehr: John Lithgow wird in der Fortsetzung der Serie „Dexter“ mit dabei sein. Über den Hintergrund seines Auftretens wurde noch nichts bekannt. Lithgow, ansonsten eher für Comedy-Rollen bekannt gewesen, erhielt für seine Beteiligung an der vierten Staffel von „Dexter“ einen Gastdarsteller-Emmy.

    Allerdings war sein Charakter, Arthur Mitchell aka der Trinity-Killer, am Ende seines Handlungsbogens in der vierten Staffel den Serientod gestorben. So verwundert es nicht, dass Lithgow laut Deadline nur einen einzigen Drehtag haben soll.

    Aktuell entsteht eine Fortsetzung zu „Dexter“, die als zehnteilige Miniserie die Handlung acht Jahre später wieder aufnehmen soll. Dabei hat der als Showrunner zurückgekehrte, frühere Serienschöpfer Clyde Phillips versprochen, dass die Serie nicht an den Geschehnissen der ersten acht Staffeln – insbesondere des weithin kritisierten Serienfinals – rütteln soll. Phillips hatte „Dexter“ mit dem Ende der vierten Staffel verlassen, nachdem er einen lukrativen Rahmenvertrag bei einem anderen Produktionsstudio erhalten hatte. Daher war er am „bisherigen“ Serienfinale nicht beteiligt.

    In dem hatte Protagonist Dexter Morgan (Michael C. Hall) erkannt, dass er unweigerlich Unglück über die Menschen in seinem Leben bringt. So ließ er vom Plan ab, wie geplant seiner Geliebten Hannah McKay (Yvonne Strahovski) zu folgen, die mit seinem Sohn Harrison bereits aus Miami geflüchtet war und sich mit Dexter eigentlich im Ausland wiedertreffen wollte. Stattdessen zog er sich zurück: Das Finale sah ihn als Mitarbeiter einer Gruppe von Waldarbeitern.

    In der neuen Staffel hat es Dexter Morgan in die (fiktive) Kleinstadt Iron Lake im US-Bundesstaat New York verschlagen. Dort herrscht Kurt Caldwell (Clancy Brown) als inoffizielles Oberhaupt. Weitere Rollen haben Julia Jones („Goliath“) als Polizeichefin Angela Bishop (die erste Frau mit Wurzeln bei den Ureinwohnern, die dieses Amt in der Stadt innehat), Alano Miller („Jane the Virgin“) als Polizist Logan sowie Jamie Chung („The Gifted“) als True-Crime-Podcasterin aus Los Angeles, die es bei der Recherche hierher verschlagen hat und die in die zentrale Handlung verwickelt wird.

    Nicht zurückkehren wird übrigens das wohl prominenteste Opfer des sogenannten Trinity-Killers: Julie Benz aka Rita Bennett (später Rita Morgan), Dexters Gattin. Benz hatte gegenüber TVLine bestätigt, dass es keine Pläne für ihre Rückkehr gebe – auch, wenn sie gerne zu einer Rückkehr bereit wäre. Sie fasst zusammen: Da Dexter Rita trotz Eheschließung nur als Schutzschild verwendet habe, um ein bürgerliches Leben vorzuspielen und um von seiner wahren, mörderischen Natur abzulenken, sei sie 14 Jahre nach ihrem Tod nicht mehr wirklich Teil seiner Gedankenwelt.

    Der Trinity-Killer hatte bei „Dexter“ – neben dem Mord an Rita – insofern eine wichtige Rolle gespielt, da hier ein Serienkiller gezeigt wurde, der ein scheinbar bürgerliches Leben mit Familie führte. Und sich Dexter Morgan zu der Zeit (als Ritas Gatte, Stiefvater von deren Kindern sowie mit einem gemeinsamen Baby) selbst mit der Frage beschäftigte, inwiefern das möglich sei. Ihren Spitznamen hatte die Figur daher, dass eine mehrfach wiederholte Mordreihe mit immer drei gleichartigen Morden aufgefallen war – viele von Dexters Kollegen bezweifelten, dass es sich dabei immer um denselben Täter handelte. Letztendlich wurde deutlich, dass Trinity in der Tat immer wieder alte Geschehnisse nachstellte – dabei aber stets vier Morde nacheinander beging.

    Die Fortsetzung von „Dexter“ soll nach einer früheren Ankündigung „im Herbst“ in den USA zum Pay-TV-Sender Showtime kommen.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1979) am

      Ich finde, man hätte ihn sterben lassen müssen. 
      Aber keinen heldenhaften Tod, den solche Personen sollten nie verehrt werffn, bevor andere auf die Idee kommen, das Gesetz in die eigenen Hände zu nehmen, weil das ja alle geil fanden und man sich einbildet, man würde dadurch selbst zum "Helden" werden....und bald eine eigene Auffassung davon haben, was Gerechtigkeit ist und wofür man bestraft werden sollte ("Der hat nicht die gleichen Ansichten wie ich...also weg mit dieser Person!").
      Ich habe auch sehr früh mit der Serie abgebrochen.

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