„Der Lehrer“ mit Hendrik Duryn und Jessica Ginkel wird von Anfang an wiederholt

    So fing alles bei der RTL-Erfolgsserie an

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 11.05.2021, 16:15 Uhr

    Karin Noske (Jessica Ginkel) und Stefan Vollmer (Hendrik Duryn) – Bild: TVNOW/Frank Dicks
    Karin Noske (Jessica Ginkel) und Stefan Vollmer (Hendrik Duryn)

    „Der Lehrer“ war viele Jahre lang eines der Serien-Aushängeschilder von RTL – bis die Hauptdarsteller Jessica Ginkel und Hendrik Duryn ausstiegen. Mit Simon Böer als Nachfolger sanken die Quoten rapide und RTL beschloss kurz darauf das Ende der Serie (fernsehserien.de berichtete). Wer noch einmal in Erinnerungen schwelgen und sehen möchte, wie alles begann, erhält demnächst die Gelegenheit dazu.

    Der Spartenkanal RTLplus wiederholt „Der Lehrer“ ab dem 6. Juni noch einmal von Anfang an – und das in hoher Dosis zum Bingen. Immer sonntags werden ab 20:15 Uhr bis Mitternacht mehrere Folgen am Stück gezeigt. Zum Auftakt wird gar die komplette erste Staffel, bestehend aus neun Folgen, innerhalb eines Abends am Stück wiederholt.

    Wer diese frühen Folgen noch nicht kennt, wird sich etwas wundern, denn die erste Staffel war noch als klassische Comedy mit 22-minütigen Episoden konzipiert. Gedreht wurden diese ersten Folgen bereits 2007, zur Ausstrahlung kam es allerdings erst 2009, weil RTL zunächst keinen Sendeplatz zur Verfügung stellen wollte. Danach gab es eine mehrjährige Pause, da gar nicht klar war, ob die Serie überhaupt eine Zukunft hat. Mehr als vier Jahre später kehrte „Der Lehrer“ dann Ende 2013 mit überarbeitetem Konzept als 45-minütige Dramedy zurück. Von da an stiegen Popularität und Quoten kontinuierlich an und „Der Lehrer“ wurde zu einer der beliebtesten deutschen Serien.

    Maßgeblich für den Erfolg war die turbulente Liebesbeziehung zwischen dem Lehrer Stefan Vollmer (Hendrik Duryn) und seiner Kollegin Karin Noske (Jessica Ginkel), die in der zweiten Staffel zur Serie stieß. Gelobt wurde die Serie allerdings auch für das Thematisieren gesellschaftlicher Probleme wie häusliche Gewalt, Jugendkriminalität, Bodyshaming, Obdachlosigkeit, Inklusion, Essstörungen, Spielsucht, Demenz, Abschiebung, HIV, Geschwisterliebe und Umgang mit Trauer. Die Probleme seiner Schüler lassen Stefan Vollmer nicht kalt und er legt sich diesbezüglich auch regelmäßig mit seinen Kollegen und den Eltern der Schüler an. Der unkonventionelle Chemie-Lehrer setzt sich stets als Kämpfer für Gerechtigkeit ein.

    Die entscheidenden Gründe für die stark gesunkenen Quoten der von Sony Pictures produzierten Serie dürften nach den erfolgreichen Jahren zweifelsohne die Abgänge der Hauptdarsteller gewesen sein: Nachdem Jessica Ginkel bereits während der siebten Staffel ausstieg und die Liebesgeschichte zwischen Karin und Stefan ein jähes Ende fand, stieg zu Beginn der neunten Staffel schließlich auch Hendrik Duryn aus. Ab der vierten Folge dieser Staffel übernahm Simon Böer die Hauptrolle des neuen Lehrers David Ritter. Doch unmittelbar nach dem Wechsel sanken die Quoten kontinuierlich – und nach nur insgesamt zehn Episoden mit Böer entschied RTL, dass eine weitere Fortsetzung nicht sinnvoll erscheint. Somit endete die Dramedy nach insgesamt 98 Folgen in neun Staffeln, die zwischen 2007 und 2020 produziert wurden.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am

      Wie oft denn noch Wiederholung. Irgendwann hat man sich dran satt gesehen, soweit man diese Serie überhaupt schonmal geschaut hat. Holt mal lieber alte amerikanische Komödien aus den Sechzigern raus. Damit sind auch sehr viele von uns in den Siebzigern und Achtzigern aufgewachsen. Und es sind damit schöne Erinnerungen verbunden.

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