„Der Dschungel“: „Deutschland 83“-Produzent macht Miniserie über COVID-19-Ausbruch in Fleischfabrik

    Neue Eigenproduktion von TNT Serie

    Glenn Riedmeier – 10.07.2020, 11:34 Uhr

    Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis die Corona-Pandemie auch in serieller Form aufgegriffen wird. Nun ist es so weit: Der Pay-TV-Sender TNT Serie informiert über die Entwicklung einer neuen, fiktionalen Miniserie mit dem Arbeitstitel „Der Dschungel“. Das auf vier Folgen angelegte Projekt von Jörg Winger handelt vom COVID-19-Ausbruch in einer der großen Fleischfabriken Europas – Paralleln zur Realität sind sicherlich kein Zufall.

    Die Serie spielt im Sommer 2020. Im Mittelpunkt stehen drei Familien in einer unscheinbaren Kleinstadt in Nordrhein-Westfalen – vor und nach dem Ausbruch von COVID-19 im Umfeld einer modernen Fleischfabrik. Die eine Familie fürchtet um den Verlust ihrer Macht, während die andere den widrigen Umständen von Pandemie und Fließbandarbeit ausgeliefert ist. Die dritte Familie versucht währenddessen, Licht ins Dunkel der Ereignisse zu bringen.

    Jörg Winger, Showrunner von Erfolgsserien wie „Deutschland“ und „Hackerville“, hatte die Idee zu „Der Dschungel“ und fungiert für sein neues Label unter dem Dach der UFA Fiction als Autor und Produzent: In einer Fleischfabrik bündeln sich Themen wie ökonomische Ungleichheit, Migration, industrielle Arbeitsbedingungen, Gesundheitspolitik und Klimawandel wie unter einem Brennglas. Globale Probleme spiegeln sich hier im Lokalen. Wir sind überzeugt, dass dieser Stoff mit seiner emotionalen Kraft und gesellschaftlichen Relevanz das Zeug dazu hat, einen differenzierten Beitrag zur öffentlichen Debatte zu leisten.

    Hannes Heyelmann, Geschäftsführer der WarnerMedia-Sender in Deutschland: Die Idee, ein so aktuelles und gesellschaftlich relevantes Thema aufzugreifen und aus drei völlig unterschiedlichen Perspektiven zu erzählen, hat uns überzeugt. Wir sind gespannt auf das Pilotbuch.

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