Böhmermann entwickelt deutsches „Saturday Night Live“ für den WDR

    Neue Ensemble-Comedy soll Ende Juli an den Start gehen

    Böhmermann entwickelt deutsches "Saturday Night Live" für den WDR – Neue Ensemble-Comedy soll Ende Juli an den Start gehen – Bild: MDR/Tom Wagner
    Jan Böhmermann

    Jan Böhmermann will es wissen: Der Moderator des ‚Grimme-Preis‘-gekrönten „NEO Magazin“ plant nach Informationen des Medienmagazins DWDL bereits seinen nächsten Streich. Er entwickelt eine neue Ensemble-Comedy im Stil der langjährigen US-Kultshow „Saturday Night Live“ – allerdings nicht für ZDFneo, sondern für das WDR Fernsehen. Die Show trägt den etwas sperrigen Titel „Die unwahrscheinlichen Ereignisse im Leben von … “ und soll aktueller Planung zufolge Ende Juli auf Sendung gehen.

    Jedoch wird Jan Böhmermann in dem Format nicht selbst vor der Kamera als Protagonist fungieren, sondern als Executive Producer. Gemeinsam mit seiner bewährten Produktionsfirma, der Kölner bildundtonfabrik („Roche & Böhmermann“, „Kebekus!“, „NEO Magazin“), hat er in einem aufwendigen Casting-Prozess mehr als hundert Nachwuchstalente gesichtet, von denen es am Ende acht in ein festes Ensemble geschafft haben.

    Genau wie beim großen Vorbild „Saturday Night Live“ soll in jeder Woche ein wechselnder prominenter Gast die Zuschauer begrüßen. In der ersten Ausgabe soll diese Aufgabe laut DWDL Altmeister Frank Elstner übernehmen. Danach gibt es Einspielfilme, Sketche und Live-Auftritte des Ensembles zu sehen, in welchen immer wieder Themen und Ereignisse rund um den prominenten Gast erzählt werden. Zwischen 1993 und 1998 brachte die legendäre „RTL Samstag Nacht“ zahlreiche, damals noch unbekannte Talente hervor. Weitere Versuche, eine ähnlich erfolgreiche Ensemble-Comedy zu etablieren, scheiterten jedoch in den Folgejahren.

    Als Producer hat sich die bildundtonfabrik Sebastian Colley ins Boot geholt, der zuvor bereits an Formaten wie „Circus HalliGalli“, „Paul Panzer – Stars bei der Arbeit“ und „TV-Helden“ beteiligt war.

    Der WDR scheint also unter dem neuen Intendanten Tom Buhrow sein Versprechen, das Programm verjüngen zu wollen, tatsächlich einzulösen. In den 1990er Jahren brillierte der Sender mit anarchischen Formaten wie „Schmidteinander“ und „Zimmer frei!“. Die Ankündigung lässt hoffen, dass der Sender wieder zu diesen alten Stärke zurückfindet.

    16.05.2014, 11:23 Uhr – Glenn Riedmeier/fernsehserien.de

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • kaztenkreis (geb. 1970) am 16.05.2014 18:26

      Früher habe ich "Zimmer frei" regelmäßig geschaut und fand vor allem die Folgen interessant, bei denen ich die Gäste kaum bis garnicht kannte. Dagegen gab es Folgen, bei denen man aufgrund des Gastes eine entsprechende Erwartungshaltung hat. Besonders die Folge mit Mirja Boes hat sich in mein Gedächtnis als humorloseste eingebrannt.
      Wie gesagt, habe ich schon länger nicht mehr geschaut, aber bei den vielen Zweitbewerbungen glaube ich nicht, dass es das Format noch lange geben wird.
        hier antworten
      • Spoonman am 16.05.2014 11:59 via tvforen.de

        wunschliste.de schrieb:
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        > In den 1990er Jahren brillierte der Sender mit
        > anarchischen Formaten wie "Schmidteinander" und
        > "Zimmer frei!". Die Ankündigung lässt hoffen,
        > dass der Sender wieder zu diesen alten Stärke
        > zurückfindet.

        Ich könnte schwören, dass ich "Zimmer frei" neulich noch gesehen habe. Muss wohl eine Wiederholung gewesen sein ;-) Ansonsten kann man dem WDR auch noch "Dittsche" und "Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs" zugute halten - übrigens beides Formate mit Protagonisten, die eigentlich aus dem NDR/RB-Sendegebiet kommen.

        Für das neue Comedy-Format sollte sich der WDR aber dringend noch einen anderen, griffigeren Titel einfallen lassen.
        • dermichel am 16.05.2014 18:31 via tvforen.de

          Früher habe ich "Zimmer frei" regelmäßig geschaut und fand vor allem die Folgen interessant, bei denen ich die Gäste kaum bis garnicht kannte. Dagegen gab es Folgen, bei denen man aufgrund des Gastes eine entsprechende Erwartungshaltung hat. Besonders die Folge mit Mirja Boes hat sich in mein Gedächtnis als humorloseste eingebrannt.
          Wie gesagt, habe ich schon länger nicht mehr geschaut, aber bei den vielen Zweitbewerbungen glaube ich nicht, dass es das Format noch lange geben wird.

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