arte porträtiert Disco-Queen Amanda Lear

    Neue Dokumentation über die Sängerin, Moderatorin und Kultfigur

    Ralf Döbele
    Ralf Döbele – 17.02.2022, 16:08 Uhr

    Amanda Lear lässt ihre Karriere Revue passieren – Bild: arte
    Amanda Lear lässt ihre Karriere Revue passieren

    Disco-Queen, Pop-Ikone und Moderatorin: Amanda Lear ist eine Kultfigur der Siebziger Jahre und deutschen Fernsehzuschauern ist sie nicht nur als Stammgast in Kultsendungen wie „Musikladen“ oder „disco“ vertraut. arte widmet dem schillernden Leben von „Queen Lear“ nun eine Dokumentation und zeigt diese als deutsche Erstausstrahlung am Freitag, den 25. Februar um 21:40 Uhr.

    In der arte-Dokumentation lässt nicht nur Amanda Lear selbst ihre vielseitige Karriere Revue passieren. Auch Modeschöpfer Jean Paul Gaultier, die Schauspielerin Macha Meril, der DJ Michel Gaubert, der Fernsehautor Salvo Guercio sowie weitere Freunde und Weggefährten kommen zu Wort.

    Noch bevor sie mit ihrer Disco-Hymne „Follow Me“ ihren großen Durchbruch in Deutschland hat, studiert Amanda Lear Kunst in Paris. Dort arbeitet sie als Model und trifft dabei auf Salvador Dalí, für den sie zur Muse wird. Später, in ihrer Zeit in London, steht sie für Mary Quant auf dem Laufsteg und umgibt sich mit Partyleben und Kreativität. Es folgen schicksalhafte Begegnungen und Beziehungen unter anderem mit Bryan Ferry, Brian Jones, dem Leadgitarristen der Rolling Stones, und David Bowie.

    Bowie ist es dann auch, der Amanda Lear zum Start einer eigenen Pop-Karriere animiert. So wird aus ihr die weiße Disco-Queen mit ultratiefer Stimmlage und androgynem Sex-Appeal. Ist sie nun Frau oder Mann? Das Spiel mit dieser Verwirrung wird in der Hochphase ihrer Disco-Karriere zu ihrem Markenzeichen.

    In den 80er Jahren steht Lear dann als Moderatorin für Silvio Berlusconis Canale 5 und für RAI vor der Kamera. Ab 1995 nimmt sie für RTL 2 auf den blauen Bananensesseln Platz und führt als erstes Gesicht durch die Erotiksendung „Peep!“, bevor Verona Feldbusch nach 43 Folgen ihre Nachfolge antrat. Später bezeichnete Lear in einem Interview dieses Engagement als so ziemlich den größten Fehler meiner Karriere.

    Das filmische Portrait stammt von Gero von Boehm („Terra X“, „Deutschland, deine Künstler“), der als Autor und Regisseur auch bereits zahlreiche andere Figuren der kulturellen Zeitgeschichte porträtiert hat. Dazu gehören Isabella Rossellini, Audrey Hepburn oder auch Helmut Newton.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1976) am

      Mit dem Begriff "Kult" wird ganz schön Schindluder getrieben.

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