Es gibt keine kleinen Rollen, sagt ein altes Sprichwort. Aber anscheinend schlecht bezahlte. Schauspielerin Claudia Black hat in einem Interview mitgeteilt, dass sie nach einer Nebenrolle in der ersten Staffel von „Star Wars: Ahsoka“ leider nicht mehr an der zweiten Staffel teilnehmen konnte – eine Verlegung des Drehorts spielt dabei die Hauptrolle, ihre Entlohnung eine Nebenrolle.
Claudia Black, vielen Science-Fiction-Fans bekannt als Aeryn Sun aus der beliebten Serie „Farscape“ (1999 bis 2003), hatte in der ersten Staffel von „Ahsoka“ in den drei letzten Folgen als Klothow mitgewirkt. Bei der handelt es sich um eine der drei führenden Nachtschwestern (Hexen von Dathomir), die sich auf dem Planeten Peridea mit Grand Admiral Thrawn (Lars Mikkelsen) verbündet hatten. Als „Ahsoka“ für eine zweite Staffel verlängert wurde, war auch eine Rückkehr von Black als Klothow geplant.
Claudia Black (M.) mit Jeryl Prescott Gallien (l.) und Jane Edwina SeymourLucasfilm Ltd.
Dazu wird es nun nicht kommen. Mit hinein spielt, dass die Dreharbeiten für die zweite Staffel der „Star Wars“-Serie von Kalifornien nach England umgezogen sind. Disney war laut Black nicht in der Lage, ihr ein Gehalt zu bieten, mit dem sie auch die Lebenshaltungskosten als alleinerziehende, zweifache Mutter an ihrem Wohnsitz in Kalifornien hätte finanzieren können.
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Black führte gegenüber Bleeding Cool aus: Es heißt nicht ohne Grund ‚Showgeschäft‘. Es ist 90 Prozent Geschäft und 10 Prozent Show. Sie konnten, leider, einer alleinerziehenden Mutter nicht entgegenkommen, und ich bin sehr traurig [aussteigen zu müssen], aber ich verstehe auch, dass der Markt so ist, wie er ist, und dass es insgesamt eine sehr schwere Zeit im Entertainment-Business ist, um überhaupt etwas finanzieren zu können. Wir mussten alle auf unsere finanziellen Gegebenheiten schauen und die Realitäten akzeptieren.
Bisher war die Rolle als Klothow keine sonderlich große – eben eine Nebenfigur im Schatten der Nebenfigur Thrawn. So wundert es nicht, dass das Budget für die Besetzung der Figur nicht üppig ist. Der Fall zeigt aber auch, dass Produktionsstudios überall auf dem Globus nach günstigen Orten für ihre Dreharbeiten suchen, wodurch für die Schauspieler, die „mitreisen“ müssen, um Arbeit zu bekommen, die Situation schwieriger wird; insbesondere für solche, die durch Familienangehörige an einen festen (Haupt-)Wohnsitz gebunden sind.
Die gebürtige Australierin Claudia Black erlangte nach Hauptrollen in zwei Soaps Down Under durch „Farscape“ ab 1999 internationale Bekanntheit und blieb danach dem Science-Fiction-Genre treu. Nach dem Ende von „Farscape“ kam Black am Ende der achten Staffel zu „Stargate“, spielte für Produzentin Julie Plec in den The-CW-Serien „The Originals“, „Containment“ sowie „Roswell: New Mexico“. In diesem Jahr wird sie noch bei „Spartacus: House of Ashur“ als Cossutia zu sehen sein.
Kommentare zu dieser Newsmeldung
desperado591 am
Warum kann man nicht Großadmiral schreiben?
Vritra am
Das ist einfach nicht coooool genug für BMK. ;-)
Horatio (geb. 1966) am
Die Dreharbeiten wurden nach England verlegt? . Wie geht denn das? Star Wars spielt doch auch viel in Wüstengegenden. Wir wollen die in England eine Wüste als Drehort finden? . Wenn alle Hintergründe und Kulissen also nur noch per Computereffekt eingefügt werden, dann können die auch gerne im Studio Babelsberg drehen, wir Deutschen würden uns drüber freuen. 😎
Marcus Cyron (geb. 1976) am
Da aber der Gutteil der Darsteller Briten sind, dürfte es insgesamt dort billiger sein.
Phantomias am
Hm, bei den hier bei der Serie gelisteten Darstellern sind 3 Briten (wovon einer bereits verstorben ist), 1 Däne, 2 Australier und 5 US-Amerikaner (inkl Titelgebende Figur)... Also an den Personalkosten der Darsteller kann es schon mal nicht liegen ;-)
T'Pring am
Bei Star Wars hatte sich doch diese Riesen LED Wand etabliert, die im Hintergrund die Kulissen liefert. Wird sicherlich weiterhin so sein.
London ist doch auch keine Schnäppchengegend. Ob es dort um sovieles günstiger ist? Hmm....
Vritra am
Das ist absolut nicht der Grund. Kalifornien ist einfach mittlerweile nicht mehr konkurrenzfähig, obwohl jüngst höhere Steuernachlässe eingeführt wurden!
London ist für US-Studios oft günstiger, weil Großbritannien sehr hohe Steuerrückerstattungen, relativ niedrigere Lohnnebenkosten, einen vorteilhaften Wechselkurs und gut ausgebaute Studios bietet, während Los Angeles zusätzlich mit hohen Genehmigungsgebühren, Lohn- und Versicherungskosten sowie komplexen Gewerkschaftsregeln zu Buche schlägt.
T'Pring am
Moin!Wusste bisher gar nicht, dass die Schauspielerin Claudia Black bei Star Wars AHSOKA mitspielte.Hatte sie da unter ihrem MakeUp gar nicht erkannt. Die Höhe der Gage hätte mich jetzt aber doch interessiert.