• Folge 203 (15 Min.)
    Johanna Recktenwald: Die Biathletin ist eine der Medaillenanwärterinnen für paralympisches Gold 2026. – Bild: ZDF und Anna Fedorov
    Johanna Recktenwald: Die Biathletin ist eine der Medaillenanwärterinnen für paralympisches Gold 2026.
    Johannas Welt ist hell und dunkel, ohne eindeutige Formen oder Farben. Als Jugendliche wird der Sport ihre Chance. Die 24-jährige Biathletin gehört zu den Favoriten der Paralympics 2026. Wegen ihrer Sehbehinderung ist Johanna auf eine Guide angewiesen, die ihr in der Loipe und am Schießstand Anweisungen gibt. Zum Schießen nutzt sie ein Laser-Gewehr, das mit einem akustischen Signal arbeitet. Und Johanna trifft fast immer. Sehbehindert ist Johanna Recktenwald wegen eines Gendefekts seit ihrer Geburt; festgestellt wurde das allerdings erst in der Grundschule. Inzwischen hat die 24-Jährige nur noch knapp zwei bis drei Prozent Sehvermögen. Obwohl Johanna immer viel und gerne Sport gemacht hat, kommt sie erst mit 15 Jahren über eine Schul-AG zum Parasport Ski-Langlauf: „Für mich ist der Sport eine Chance, die meine Behinderung mir gibt. Ohne meine Behinderung wäre ich vermutlich keine Leistungssportlerin, und nicht der Mensch, der ich heute bin.“ Ihre Eltern unterstützen Johanna – investieren Zeit und Geld, um die Sportkarriere ihrer Tochter zu ermöglichen. Seit 2016 ist sie erfolgreiche Biathletin, gewinnt etliche Medaillen. Zuletzt holte sie im Februar 2025 Gold bei der Para Biathlon-WM. Bei den Paralympics 2026 zählt sie zu den Top-FavoritInnen. Immer mit dabei: ihre Guide Emily Weiss. Sie trainiert mit Johanna, begleitet sie auf der Piste und am Schießstand. Die beiden Frauen waren schon nach sehr kurzer Zeit ein eingespieltes Team und vertrauen sich blind. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 28.02.2026 ZDF
  • Folge 204 (15 Min.)
    Anna-Lena Forster meint: „In den Bergen, kann ich mich genauso bewegen wie alle anderen.“
    Sie ist die Beste! Anna-Lena Forster: Seit 2018 das Maß der Dinge im Ski-Alpin-Sport der sitzenden Athletinnen und Athleten. Vier Goldmedaillen hat sie bei den Paralympics 2018 und 2022 insgesamt gewonnen. Dazu neun WM-Titel, viele weitere Medaillen und Weltcup-Siege. Doch der Weg an die Spitze war nicht immer leicht – und dort zu bleiben erfordert jeden Tag Disziplin und harte Arbeit. In dieser Folge von „Einfach Mensch“ gibt die 30-Jährige Einblicke in ihre Welt: die Berge. Dort fühlt sie sich frei und unabhängig, zu Hause inmitten anderer Athletinnen und Athleten mit Einschränkungen. Geboren wird sie in Radolfzell am Bodensee, mit einem nahezu fehlenden und einem verkürzten Bein. Ihre Eltern erfahren erst im Kreißsaal, dass die Tochter eine Behinderung hat. Ihre Reaktion: Liebe, Mut und Motivation zur Inklusion. Aus dieser Geborgenheit heraus entwickelt sich Anna-Lena nicht nur zu einer herausragenden Sportlerin – sondern auch zu einer studierten Psychologin, die offen über ihren Umgang mit mentalen Herausforderungen im Profi-Alltag spricht. Eine emotionale, intime Reise in die bunte paralympische Welt. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 14.03.2026 ZDF
  • Folge 205 (15 Min.)
    Hanna und Silas Gaub führen mit Trisomie 21 einen eigenen Haushalt, zu dem auch die Versorgung ihrer Hühner gehört.
    Hanna und Silas führen mit Down-Syndrom ein selbstbestimmtes Leben. Sie haben im Juli 2025 geheiratet und wohnen zusammen. Mit Hilfe bewältigen sie ihren Haushalt und versorgen sich selbst. Beide leben Inklusion auch beruflich. Silas arbeitet in einem gemeinnützigen Gartenprojekt. Hanna, die gerne auf Menschen zugeht, ist in einem inklusiven Café tätig sowie einem nachhaltigen Obstanbaubetrieb. Durch ihre Behinderung ergeben sich für Hanna und Silas viele Herausforderungen. Strukturiertes Denken und das Erkennen von Zusammenhängen fallen ihnen schwer und sie brauchen mehr Zeit als Menschen ohne kognitive Einschränkung. Dinge, die für ein selbständiges Leben und die berufliche Integration nötig sind, müssen beide lernen und üben. Dazu gehören auch das Merken von Kontakten und Terminen sowie der Umgang mit Geld. Hanna und Silas leben zwar allein, aber sie brauchen Unterstützung. Eine stundenweise Betreuung hilft ihnen, Einkaufs- und Reinigungspläne zu erstellen und sich in der Umgebung zurechtzufinden. Hanna und Silas sind sehr sportlich und nehmen sogar an den Special Olympics, den olympischen Wettbewerben für Menschen mit kognitiven Einschränkungen, teil. Da haben sie 2025 unter anderem beim Laufen, Weitsprung und Schwimmen etliche Medaillen errungen. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 04.04.2026 ZDF
  • Folge 206 (15 Min.)
    Mandy Kugel ist blind. In Schulklassen klärt sie auf und berichtet von ihrem Alltag ohne Augenlicht.
    Mandy Kugel lebt ihr zweites Leben. Ihr erstes endet mit einem schweren Autounfall: Koma, Knochenbrüche, gerissener Sehnerv – Mandy verliert ihr Augenlicht. Nach ihrem Unfall ist alles anders. Mandy Kugel ist blind. Sie muss vieles neu lernen. Mittlerweile hat sie einen Blindenhund, der sie durch den Alltag begleitet. Er ist ihr eine große Hilfe. Um Barrieren abzubauen, engagiert sich Mandy für mehr Inklusion. Heute sagt Mandy: „Mit meiner Blindheit komme ich klar – schwerer ist es, dass die Gesellschaft nicht inklusiv denkt.“ Immer wieder stößt sie auf Barrieren: fehlende Blindenampeln, blockierte Leitlinien oder das Verbot, ihren Blindenhund in Arztpraxen oder Supermärkte mitzunehmen. Damit sich das ändert, klärt sie auf. Gemeinsam mit ihrem Hund Nella besucht sie regelmäßig Schulklassen und berichtet von ihrem Alltag ohne Augenlicht. Mandy erklärt den Schülern und Schülerinnen die Blindenschrift und verschiedene Hilfsmittel – und sie spricht offen über Vorurteile. Ihr Motto: Aufklärung ist der Schlüssel, um Barrieren in den Köpfen zu überwinden – nur so kann Inklusion gelingen. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 05.04.2026 ZDF

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