Staffel 2, Folge 1–3

    • Staffel 2, Folge 1
      Alkohol gibt es überall und ihn zu trinken erscheint total normal: Auf Familienfeiern, im Restaurant, zum Feierabend. Regelmäßiger Alkoholkonsum gehört für die meisten Deutschen zum Alltag. Gut 70 Prozent der Deutschen zwischen 18 und 64 Jahren haben, laut einer Erhebung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, innerhalb der letzten 30 Tage Alkohol getrunken. Während der Corona-Pandemie ist der Konsum laut Umfragen nochmal gestiegen: Existenzängste, soziale Isolation, Überforderung, der Griff zur Flasche verspricht Entspannung und Stressabbau – dabei schaden bereits kleine Mengen Alkohol. Auch rbb-Reporterin Helena Daehler trinkt gerne: ein Bier nach dem Tennis-Match, ein Glas Wein zum Feierabend.
      Doch sie fragt sich: Wie viel Alkohol ist eigentlich okay? Wie sehr brauche ich die entspannende und anregende Wirkung? Was weiß ich wirklich über die Folgen? Und wie geht es mir, wenn ich mal verzichte – wenn ich ausgehe und nüchtern zwischen lauter Angeheiterten sitze? Ihre Eindrücke hält sie in einem Video-Tagebuch fest. Und Helena Daehler trifft zwei Menschen mit ganz unterschiedlichen Haltungen zum Thema: Vlada Mättig ist Mitte 30 und hat zehn Jahre lang viel getrunken und gefeiert – sie war alkoholabhängig. Heute arbeitet Vlada Mättig als Bloggerin, Podcasterin und Sobriety Coach. Damit gehört sie zur wachsenden Bewegung von Menschen, die ganz selbstbewusst für ein Leben ohne Alkohol werben. Für Barbetreiber Bernd Ehnes gehört das Bier ganz selbstverständlich zu seinem Arbeitsalltag dazu.
      In Berlin-Neukölln betreibt er eine Kneipe und stößt gerne mal mit den Stammgästen an. Er mag den Rausch, für ihn gehören Trinken und Ausgehen zu seinem Berliner Lebensgefühl dazu. Am Ende des Films wird Helena abwägen: Bin ich schon gefährdet? Und wie kann ich künftig bewusster mit Alkohol umgehen? (Text: rbb)
      Deutsche TV-PremiereMo 25.01.2021rbb
    • Staffel 2, Folge 2
      Mietest du noch oder besitzt du schon? Der Immobilienmarkt in Deutschland explodiert seit Jahren und treibt die Preise für Eigentumswohnungen und Mieten in die Höhe. Berlin steht dabei Städten wie München und Hamburg kaum noch nach. Allein der beliebte Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hat in den vergangenen Jahren Mietsteigerungen bei Neuvermietung um 70% erlebt. Und wer eine Wohnung sucht, konkurriert auf Besichtigungen mit Dutzenden Mitbewerbern. Der Mietendeckel solls jetzt richten, doch für Vermieter und Immobilienentwickler ist er ein rotes Tuch. Dabei verhärten sich die Fronten immer mehr: Investoren, Makler und Immobilienunternehmer auf der einen, Mieter und Wohnraumsuchende auf der anderen Seite. All das beschäftigt auch rbb-Reporterin Helena Daehler.
      Sie lebt seit zehn Jahren in Berlin und hat schon in sechs Bezirken gewohnt – jetzt sitzt sie auf gepackten Koffern in einer 1,5 Zimmer-Wohnung zur Untermiete. Helena will für sich herausfinden: Wie kommt sie zu einer bezahlbaren Wohnung? Sie geht zu einer Massenbesichtigung und fragt sich danach, ob Sandrine Woinzeck nicht Recht hat. Als ihr Haus von einem Investor gekauft wurde, gründete die Aktivistin einen Verein. Den Investor gibt es inzwischen nicht mehr, das Haus und ihre Nachbarschaft schon. Heute berät Sandrine Woinzeck andere Mieter, deren Haus von Spekulation betroffen ist. Bislang reguliert der Kapitalmarkt die Wohnungssituation. Und der sorgt dafür, dass Helena regelmäßig nur möblierte Eigentumswohnungen angeboten werden, wie jene, die Nizana Brautmann vermittelt.
      Die erfahrene Maklerin berät Kleinanleger aus dem Ausland, die in Berlin investieren wollen – für viele eine gute Rentenanlage. Nizana Brautmann fühlt sich in ihrem Job zunehmend stigmatisiert. Den Mietendeckel sieht sie kritisch: Er sorge dafür, dass immer mehr Wohnungen leer stünden – aus Angst der Vermieter vor Klagen. Aber natürlich gibt es auch Luxuswohnungen, wie jene, die Helena mit Makler Achim Amann besichtigt. Solche Objekte können sich nur Superreiche leisten. Doch rechtfertigt das den Ruf nach Enteignungen oder gibt es Alternativen? Helena trifft die Initiatoren der sogenannten „Stadtbodenstiftung“, die Grundstücke und Gebäude aus der Spekulationsspirale befreien wollen und für eine gemeinwohlorientierte Bewirtschaftung und alternative Finanzierungsformen werben.
      Kann sowas funktionieren und würde Helena selber Stiftungsmitglied werden? Oder kann und will sie sich doch lieber eine Eigentumswohnung kaufen? (Text: rbb)
      Deutsche TV-PremiereMo 01.02.2021rbb
    • Staffel 2, Folge 3
      rbb-Reporterin Helena Daehler ist Vegetarierin. Nicht, weil es ihr nicht schmeckt. Sie will nicht, dass für ihren Konsum Tiere sterben müssen oder brutal behandelt werden. Und spätestens seit den Skandalen um den Schlacht-Giganten Tönnies steht für sie fest: Industriell hergestelltes Fleisch geht gar nicht. Aber Helenas Großvater war Jäger. Sie fragt sich schon lange, ob das nicht ein ehrlicher Weg sein könnte, doch noch Fleisch zu essen. Im Wald das eigene Essen erlegen, in der Natur sein, respektvoll mit ihr umgehen und damit den Wildbestand in Schach und gesund halten – wäre das nicht okay? Helena will sich ein komplexes Bild verschaffen und trifft zwei Menschen mit sehr unterschiedlichen Haltungen zum Thema. Joachim Lange ist seit vielen Jahren Jäger und Förster in Templin. Er liebt seinen Wald und die darin lebenden Tiere.
      Um das Gleichgewicht zwischen wirtschaftlichen Interessen, Nachhaltigkeit und Naturschutz zu wahren, ist es seiner Meinung nach unverzichtbar, den Wildbestand in einem für den Wald verträglichen Maß zu halten. Die Jagd ist für ihn daher eine Notwenigkeit bzw. eine Dienstleistung an der Gesellschaft, um die Ziele, die der Mensch mit dem Wald verfolgt, zu erreichen. Mit ihm geht Helena auf die Jagd, um herausfinden, was es bedeutet ein Tier zu töten und dann eigenhändig zu zerlegen und zu essen. Für Jürgen Foß vom Verein „Land der Tiere“ wäre das unvorstellbar. Er betreibt südöstlich von Hamburg einen Lebensort für gerettete Nutz- und Wildtiere. Hier sollen Menschen ihre Empathie für die Tiere wiederentdecken, die üblicherweise als Nutztier geschlachtet, geschossen und gegessen werden.
      Er unterscheidet nicht zwischen Hund, Katze und (Wild-) Schwein – jedes Tier habe das Recht auf ein artgerechtes Leben in Freiheit. Helena besichtigt den Hof, trifft auf Frischlinge mit Kosenamen und hilft beim Füttern. Jürgen Foß erklärt ihr, warum die Jagd seiner Ansicht nach verboten gehört und kein Mensch das Recht hat, aus reinem Egoismus ein Tier zu töten. Außerdem ist das Bejagen, seiner Meinung nach, keine Lösung, um die wachsenden Wildbestände in Deutschland zu regulieren. Helena braucht nun dringend unabhängige Beratung durch den Wildtierexperten des Berliner Senats und muss sich dann entscheiden: Ist es okay, sich sein Fleisch selbst zu jagen oder wird sie weiter strikte Vegetarierin bleiben? (Text: rbb)
      Deutsche TV-PremiereMo 08.02.2021rbb

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