• Folge 1 (42 Min.)
    Adolf Hitler (vorne 2.v.l.) nutzte im Wahlkampf die Luft Hansa, um dank schneller Flüge bis zu neunmal am Tag im gesamten Reichsgebiet bei Großveranstaltungen aufzutreten. – Bild: ZDF /​ Lufthansa
    Adolf Hitler (vorne 2.v.l.) nutzte im Wahlkampf die Luft Hansa, um dank schneller Flüge bis zu neunmal am Tag im gesamten Reichsgebiet bei Großveranstaltungen aufzutreten.
    Der erste Teil des Doku-Zweiteilers „Die zwei Leben der Lufthansa“ setzt sich mit den spannenden Anfängen der Passagierluftfahrt in Deutschland auseinander. „Pioniere und Propaganda“ begleitet die Entwicklung der Deutschen Luft Hansa von deren Gründung 1926, damals noch mit getrennter Schreibweise, bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Reise beginnt mit der legendären Junkers F13, die als innovatives Flugzeug zur Mutter der zivilen Luftfahrt wird und den Pioniergeist einer ganzen Generation prägt. Abenteuerliche Flugrouten, neue Strecken und der Ausbau des „Heimathafens“ Tempelhof stehen für Aufbruch in die Moderne, Technikbegeisterung und internationalen Wettbewerb. Doch der Film beleuchtet nicht nur Glanz und Innovation: Schon früh werden auch militärische Ambitionen sichtbar, mit denen die Luft Hansa im Auftrag des Deutschen Reichs den Versailler Vertrag umgeht. Sie bildet heimlich viel mehr Piloten aus als benötigt werden – für eine neue Luftwaffe. Die zivile Fluglinie sorgt für Weltgeltung im Sinne der NS-Propaganda und wird im Krieg ein Reparatur- und Rüstungsbetrieb für die Luftwaffe. In dieser Zeit macht sie hohe Gewinne dank Zwangsarbeit, auch an ihrem „Heimathafen“ Tempelhof. Mit seltenen Archivaufnahmen und Zeitzeugeninterviews enthüllt der Film wenig bekannte Seiten der Lufthansa-Geschichte. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Do. 19.03.2026 arteDeutsche Streaming-Premiere Do. 19.03.2026 arte.tv
  • Folge 2 (43 Min.)
    Die „Zweite Stunde Null“ der zweiteiligen Dokumentation „Die zwei Leben der Lufthansa“ setzt 1955 ein – mit dem Neustart nach ihrem Verbot durch die Alliierten zum Kriegsende 1945. Aus bescheidenen Anfängen und mit kargen Mitteln ausgestattet, nimmt die Lufthansa den Linienbetrieb wieder auf. Ab 1960 bringen die ersten Jets des Typs Boeing 707 Auftrieb und verwandeln das schwächelnde Unternehmen in eine aufstrebende Airline. Doch jedes Jahrzehnt bringt nicht nur Erfolge, sondern auch existenzielle Krisen: Die Entführung der „Landshut“ 1977 durch Terroristen wird zu einer Bewährungsprobe, ebenso 2015 der Selbstmord-Flug eines Piloten der Lufthansa-Tochter Germanwings, der 149 Menschen in den Tod schickt. Ab 2020 bedroht die Corona-Krise die gesamte Luftfahrt. Der Film lässt Menschen zu Wort kommen, die den Wandel immer aus nächster Nähe erlebt haben: Die jüngste Pilotin kommt ebenso zu Wort wie der studierte Ingenieur Carsten Spohr, der seit 2014 das Unternehmen steuert. Neben den Erfolgen und Innovationen beleuchtet die Dokumentation auch die Herausforderungen des Geschäfts. Airlines aus dem Nahen Osten und der Türkei machen auf der Langstrecke Konkurrenz, in Europa sind es die Billigflieger, die mit harten Bandagen die traditionellen Airlines wie die Lufthansa herausfordern. Originalaufnahmen aus dem Jetset-Zeitalter und persönliche Schilderungen von Fluggästen und Ingenieuren erlauben einen Blick in die Geschichte des Umsatz-Marktführers. Gezeigt wird, wie Wandel und Wachstum, Rückschläge und Erfolge, Verantwortung und Neubeginn die Geschichte der Lufthansa bis heute prägen. (Text: arte)
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