ARTE 360° Reportage Folge 688: Polen: Die Retterinnen der verletzten Wildtiere
Folge 688
Polen: Die Retterinnen der verletzten Wildtiere
Folge 688 (52 Min.)
Viele Tiere bleiben für immer, andere sind im Transit zurück in die freie Natur. Die meisten der tierischen Bewohner kommen als Patienten, mit gebrochenen Flügeln, zerschundenen Gliedmaßen, zurückgelassen und verängstigt. Ein angefahrenes Reh, zwei Elchkälber ohne Mutter und ein misshandelter Fuchs brauchen Hilfe. Und nicht jedes hilfsbedürftige Tier kann am Ende gerettet werden. Das Rehabilitationszentrum von Izabella und Malgorzata ist eine Stiftung, die von Spenden lebt – und dem bedingungslosen Engagement der beiden Tierärztinnen.
Neben vielen Not-Operationen gehören auch spezielle Bewegungstrainings und einfache Tier-Spaziergänge zum Alltag. Beschützt von den Tierpflegern verbringt auch das scheue Elchkalb Wioletta den Tag in einem Außenbereich. Dass
Elchkälber ohne die Mutter überlebt haben, ist der Zuwendung und Pflege der Menschen in der Auffangstation zu verdanken. Doch je mehr sie den Pflegern und Tierärztinnen vertrauen, umso schwieriger wird es, sie eines Tages wieder auszuwildern.
Nur wenige Kilometer entfernt liegt der „Kampinoski-Nationalpark“. Ob Wioletta eines Tages dort in freier Wildbahn leben wird, bleibt abzuwarten. Geplant ist die Auswilderung des jungen Elchs für das nächste Jahr. Selbst wenn es gelingt – das Leben in der Rettungsstation ist für die Wildtiere eine Insel, ebenso geschützt wie unnatürlich. Außerhalb begrenzen die sich rasant entwickelnde Landwirtschaft, aber auch die Ausweitung der städtischen Flächen in den ländlichen Raum, die Lebensgrundlagen der Wildtiere immer mehr. (Text: arte)