• Folge 686 (51 Min.)
    Im äußersten Osten Indiens gibt es ein fast 5.000 Jahre altes Handwerk, das tief in der hinduistischen Tradition verwurzelt ist: den Bau von Götterstatuen. – Bild: MedienKontor/​Heiko Aufdermauer
    Im äußersten Osten Indiens gibt es ein fast 5.000 Jahre altes Handwerk, das tief in der hinduistischen Tradition verwurzelt ist: den Bau von Götterstatuen.
    Die Sunderbans sind das größte zusammenhängende Mangrovengebiet der Erde, das sich von Indien bis nach Bangladesch erstreckt. Das Leben hier ist eng mit dem beizeiten tückischen Rhythmus von Ebbe und Flut und den hier lebenden Tieren verbunden – wozu auch der Bengalische Tiger gehört. Götterfiguren spielen eine große Rolle im Leben der Menschen, so auch die Göttin Shitala, die vor Krankheiten schützen soll. In einer dreitägigen Feier ihr zu Ehren steht die Göttin im Mittelpunkt der Riten, bevor sie im Beisein des ganzen Dorfes im Fluss versenkt wird. Mehr als eine Woche wird die Familie Roy an der Figur aus Lehm, Stroh und Holz arbeiten – nach streng hinduistischer Tradition. Anita würde sich gerne in den Bau der Götterstatue einbringen, doch die gesellschaftliche Position als Schwiegertochter, Ehefrau und Mutter verlangt, dass sie sich ausschließlich um den Haushalt kümmert. Nur mit viel Überzeugungskraft und der Unterstützung ihrer Freundinnen und ihres noch jungen Ehemannes gelingt es ihr, langsam und sehr diplomatisch die gewachsenen Strukturen aufzubrechen. Da die Einkünfte der Familie gering sind, will Anita ihre männlichen Angehörigen davon überzeugen, selbst etwas zum Verdienst der Familie beizusteuern. Könnte dies der Schlüssel zu mehr Selbstständigkeit sein und Schwiegervater und Ehemann am Ende sogar davon überzeugen, die engagierte junge Frau beim Bau der Götterstatuen mitwirken zu lassen? (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 31.10.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 07.11.2026 arte
  • Folge 687 (52 Min.)
    Angelina begibt sich oft nach Iximché – die einstige Hauptstadt der Kaqchikel-Maya und ein heiliger Ort, an dem bis heute Zeremonien abgehalten und überlieferte Traditionen gepflegt werden.
    Angelina Sacbajá und Fidelia Gonzalez sind beide „Comadronas“ aus dem Volk der Kaqchikel-Maya. Sie leben im westlichen Hochland Guatemalas und nehmen eine zentrale und angesehene Stellung in ihren Gemeinschaften ein. Fidelia lebt in Chapata und ist zu ihren Patientinnen bisweilen anderthalb Stunden unterwegs. Angelina ist seit 47 Jahren als Hebamme tätig. Sie begleitet Frauen weit über die Geburtsbegleitung hinaus und verbindet dabei medizinisches Wissen, emotionale Unterstützung und spirituelle Praktiken. Hier unterstützt sie Belsi, eine 21-Jährige, die mit ihrem zweiten Kind schwanger ist, nachdem sie ihr erstes verloren hatte. Gemeinsam besuchen sie Iximché – die einstige Hauptstadt der Kaqchikel-Maya und ein heiliger Ort, an dem bis heute Zeremonien abgehalten und überlieferte Traditionen gepflegt werden. Aufgrund ihrer Identität als indigene Frauen und ihrer fehlenden institutionellen medizinischen Ausbildung sind die „Comadronas“ im offiziellen Gesundheitssystem Guatemalas Rassismus, Verachtung und Misstrauen ausgesetzt. Ihre Zahl schwindet von Jahr zu Jahr – und das, obwohl die von ihnen betreuten Frauen im medizinischen System ebenfalls Diskriminierung und mangelnden Respekt erfahren. Die „Comadronas“ bieten weit mehr als nur medizinische Versorgung: Sie schaffen einen Raum, in dem Frauen Gehör finden, sich in ihrer eigenen Sprache ausdrücken und gebären können, ohne ihre Kultur, Identität oder Traditionen aufgeben zu müssen. Mit ihrem Engagement setzen sich Angelina und Fidelia für weit mehr ein als nur für eine medizinische Praxis. Sie tragen dazu bei, eine bedrohte Kultur und Identität zu bewahren. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 21.11.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 28.11.2026 arte
  • Folge 688 (52 Min.)
    Elchkälber, die ihre Mutter verloren haben, kommen fast jedes Jahr ins Rehabilitationszentrum für Wildtiere.
    Viele Tiere bleiben für immer, andere sind im Transit zurück in die freie Natur. Die meisten der tierischen Bewohner kommen als Patienten, mit gebrochenen Flügeln, zerschundenen Gliedmaßen, zurückgelassen und verängstigt. Ein angefahrenes Reh, zwei Elchkälber ohne Mutter und ein misshandelter Fuchs brauchen Hilfe. Und nicht jedes hilfsbedürftige Tier kann am Ende gerettet werden. Das Rehabilitationszentrum von Izabella und Malgorzata ist eine Stiftung, die von Spenden lebt – und dem bedingungslosen Engagement der beiden Tierärztinnen. Neben vielen Not-Operationen gehören auch spezielle Bewegungstrainings und einfache Tier-Spaziergänge zum Alltag. Beschützt von den Tierpflegern verbringt auch das scheue Elchkalb Wioletta den Tag in einem Außenbereich. Dass Elchkälber ohne die Mutter überlebt haben, ist der Zuwendung und Pflege der Menschen in der Auffangstation zu verdanken. Doch je mehr sie den Pflegern und Tierärztinnen vertrauen, umso schwieriger wird es, sie eines Tages wieder auszuwildern. Nur wenige Kilometer entfernt liegt der „Kampinoski-Nationalpark“. Ob Wioletta eines Tages dort in freier Wildbahn leben wird, bleibt abzuwarten. Geplant ist die Auswilderung des jungen Elchs für das nächste Jahr. Selbst wenn es gelingt – das Leben in der Rettungsstation ist für die Wildtiere eine Insel, ebenso geschützt wie unnatürlich. Außerhalb begrenzen die sich rasant entwickelnde Landwirtschaft, aber auch die Ausweitung der städtischen Flächen in den ländlichen Raum, die Lebensgrundlagen der Wildtiere immer mehr. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 05.12.2026 arte
  • Folge 689 (52 Min.)
    Täglich klettern in New York City – der Stadt der Wolkenkratzer – Menschen auf schwindelerregend hohe Gebäude. Ihr Job ist es, sie zu reinigen, Bauteile zu inspizieren und Fassaden instand zu halten. Es ist ihr Alltag, die Höhe zu beherrschen. Tödliche Unfälle gibt es noch immer. Hoch über den Straßen New Yorks sehen Fassadenkletterer die City aus einer Perspektive wie nur wenige. Wie am Plaza, einem 5-Sterne-Hotel. Im Jahr 1986 wurde es zum „National Historic Landmark“ erklärt – aber wie alle altehrwürdigen Gebäude benötigt es Pflege. Und dazu braucht es Personen, die in der Lage sind, am Kletterseil in der Höhe zu arbeiten. Chris Nischan leitet das zuständige Seilzug-Spezial-Unternehmen. Er und sein Team scheuen die Höhe nicht. Sie begutachten auch den baulichen Zustand der Fassade. Dazu gehört auch das Anbringen von Sicherungsnetzen, damit lockere Fassadenelemente nicht herabstürzen. New York war stets eine Stadt, in der Architektur den Takt vorgibt. Ihre Wolkenkratzer haben die Art und Weise verändert, wie Städte gebaut wurden. Heute ist die Arbeit in den schwindelerregenden Höhen sicherer, dank des Einsatzes von Sicherheitsgurten, Seilen und der Anwendung strenger Vorschriften. Doch Risiken bleiben. Und so tauchen zunehmend Reinigungs-Roboter und Drohnen an New Yorks Gebäuden auf. Jeden Tag versprechen neue Start-ups, dieselbe Arbeit in einem Bruchteil der Zeit und der Kosten zu erledigen. Müssen eines Tages keine Menschen mehr an den Fassaden von Wolkenkratzer klettern, um sie in Schuss zu halten? (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 12.12.2026 arte

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