Dokumentation in 5 Teilen, Folge 1–5

    • Folge 1
      Fernando arbeitet an einer Teufelsmaske: In Oruru werden jedes Jahr aufs Neue aufwendige Kostüme und Masken für den Karneval hergestellt. – Bild: arte
      Fernando arbeitet an einer Teufelsmaske: In Oruru werden jedes Jahr aufs Neue aufwendige Kostüme und Masken für den Karneval hergestellt. – Bild: arte

      Oruro liegt im bolivianischen Andenmassiv auf 3.700 Meter Höhe. Das ganze Jahr über fiebert die etwas mehr als 200.000 Einwohner zählende Bergbaustadt dem bunten Karnevalstreiben entgegen, das den Höhepunkt des Jahres darstellt. Tribünen werden aufgestellt, Musikgruppen und Tanzformationen proben unaufhörlich für die Hauptattraktion, die Umzüge am Samstag und am Sonntag. Zu Ehren der Jungfrau von Socavón, der Schutzpatronin der Minenarbeiter, ziehen die Mitwirkenden in aufwendig gearbeiteten Kostümen und mit übergroßen Tiermasken in einer kilometerlangen und äußerst ermüdenden Prozession durch die Straßen. Für viele ist der Maskenumzug eine Art religiöser Befreiungsakt, mit dem sie im Rhythmus der Diablada-Musik, die Ausdruck der bolivianischen Seele ist, die bösen Geister vertreiben. (Text: arte)

      Deutsche Erstausstrahlung: Mo 01.02.2016 arte
    • Folge 2
      Der Karneval in New Orleans wird in Anlehnung an den französischen Faschingsdienstag "Mardi Gras" genannt. – Bild: arte
      Der Karneval in New Orleans wird in Anlehnung an den französischen Faschingsdienstag "Mardi Gras" genannt. – Bild: arte

      Der Karneval in New Orleans wird in Anlehnung an den französischen Faschingsdienstag Mardi Gras genannt und als prunkvolles Fest ausgelassener Lebenslust und opulenter Dekadenz begangen. Voodoo-Anhänger, Afroamerikaner in prächtigen indianischen Trachten, feministische „Musen“ und dekadente Mittvierziger … Der Karneval in New Orleans ist ein schillerndes Kaleidoskop rauschender Farben und Formen. In mehr als 70 Umzügen ziehen die Karnevalisten vierzehn Tage lang durch die Stadt und belegen eindrücklich, wie kontrastreich die amerikanische Gesellschaft ist. Karneval hat hier eindeutig auch eine Ventilfunktion. Während der tollen Tage fällt ganz New Orleans in kollektive Trance und genießt überschäumende Lebensfreude. (Text: arte)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 02.02.2016 arte
    • Folge 3
      Die Vorbereitungen für den Fasnachtsumzug in Villingen beginnen früh am Morgen. – Bild: SWR/ARTE
      Die Vorbereitungen für den Fasnachtsumzug in Villingen beginnen früh am Morgen. – Bild: SWR/ARTE

      Im Schwarzwald blickt der Karneval auf die längste närrische Tradition zurück. Die Fasnacht oder Fasnet, wie die tollen Tage an der Schwelle zwischen Winter und Frühjahr hier genannt werden, ist eng mit der Stadtgeschichte verknüpft und ein Volksgut, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. In der Fastnachtszeit werden die Uhren angehalten. Die Stadt legt ihr mittelalterliches Gewand an und lebt eine ganze Woche lang im Rhythmus der tollen Tage. Fastnächtliches Musizieren ist rund um die Uhr zu hören, kostümierte Jecken haben das Zepter fest in der Hand und lassen überall in der Stadt die närrische Lebenslust hochleben. Die Villinger Fasnacht bedeutet Narrenfreiheit. Was beliebt ist auch erlaubt. Die traditionellen Umzüge am Rosenmontag und am Faschingsdienstag bieten ein facettenreiches und farbenfrohes Schauspiel und ein organisiertes Chaos, in dem die Narren mit ihren prunkvollen Kostümen, bunten Tüchern und riesigen Masken unerkannt bleiben und nach Herzenslust über die Stränge schlagen können. (Text: arte)

      Deutsche Erstausstrahlung: Mi 03.02.2016 arte
    • Folge 4
      In ihrer Aufmachung ziehen die Dorfbewohner durch die Straßen und versammeln sich im Anschluss mit ihren Gästen am Lagerfeuer. – Bild: arte
      In ihrer Aufmachung ziehen die Dorfbewohner durch die Straßen und versammeln sich im Anschluss mit ihren Gästen am Lagerfeuer. – Bild: arte

      Die Region Barbagia liegt im zentralen Bergland Sardiniens. Für die abgelegenen Bergdörfer Ottana und Mamoiada bieten die Karnevalstage eine gute Gelegenheit, Neugierigen ihre Tore zu öffnen und die sozialen Bindungen zwischen den Gemeinschaften zu erneuern. Während Männer und Kinder riesige Scheiterhaufen aufschichten, Holzmasken schnitzen und urige Tierfellkostüme zurechtzulegen, mit denen sie ihre Verbundenheit mit der ländlichen Region zum Ausdruck bringen, bereiten die Frauen traditionelles Gebäck zu und bewirten die kostümierten Karnevalisten bei sich zu Hause mit Weinen der Region. Die aufwendigen Tiermasken werden schwarz angemalt, die Mamuthones hüllen sich in zottige Tierfelle, setzen sich Hörner auf, behängen sich mit Glocken und rüsten sich mit Stock und Lasso. In dieser Aufmachung ziehen sie durch die Straßen und versammeln sich im Anschluss mit ihren Gästen am Lagerfeuer. Jung und Alt feiern zusammen, und dieses Miteinander der Generationen ist prägend für die Identität der Bergvölker. (Text: arte)

      Deutsche Erstausstrahlung: Do 04.02.2016 arte
    • Folge 5
      Die weltberühmte Percussion-Gruppe "Olodum" ist beim Karneval in Salvador ganz vorne mit dabei. – Bild: arte
      Die weltberühmte Percussion-Gruppe "Olodum" ist beim Karneval in Salvador ganz vorne mit dabei. – Bild: arte

      In Salvador geben die Gemeinschaften ihr Bestes, den größten Straßenkarneval der Welt zu veranstalten. 2014 hört man bei den Umzügen erstmals auch das Herz Afrikas zu den traditionellen Batucada-Rhythmen schlagen. Die afro-brasilianische Gemeinde schließt sich dem Karneval an und zieht die Stadt in ihren Bann – nach über 40 Jahren Kampf gegen rassistische Diskriminierung. Mit traditionellen Kostümen, Schminke, Tänzen, Musik und Instrumenten wird auf den Straßen gefeiert. Mit dabei: die weltberühmten Percussion-Gruppen Olodum und Ilê Aiyê. Die Protagonisten der Dokumentation, seien es Musiker, Sänger oder Tänzer, gleichen der feurigen und chaotischen Stadt und verkörpern die schwarze Bevölkerung Salvadors. Ihre Bindung zum Karneval ist unerschütterlich. Während der Festtage haben sie die Chance, ihre Träume zu verwirklichen. Das durften auch Daiana und Cynthia erfahren. Die beiden jungen Frauen aus Bahia wurden 2013 und 2014 zu den „Göttinnen des Ebenholzes“ gekrönt. Mit ihnen taucht der Zuschauer in die Vorbereitungen des Karnevals ein, erkundet die Stadt, ihre kleinen Gassen und Viertel und lernt deren Einwohner kennen, bevor sich für die Festlichkeiten alles komplett verwandelt. Die Dokumentation zeigt die bunten Farben und Kostüme, die temperamentvollen Tänze, die Musik, Masken, Auftritte und Umzüge des Karnevals von Bahia. (Text: arte)

      Deutsche Erstausstrahlung: Fr 05.02.2016 arte

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