• Folge 1 (43 Min.)
    Suriname – ein Land, das kaum jemand kennt und das doch voller Wunder steckt. Die ehemalige niederländische Kolonie zwischen Guyana und Französisch-Guayana ist der kleinste unabhängige Staat Südamerikas. Ein Ort, an dem sich Natur noch in ihrer ursprünglichsten Form zeigt: 93 Prozent dichter Regenwald, durchzogen von mächtigen Flüssen – und eine Küste, die sich ständig neu erfindet. Am Atlantik entsteht aus den Sedimenten des Amazonas eine knapp 400 Kilometer lange, wandelbare Küstenlandschaft – ein einzigartiges Zusammenspiel von Land und Wasser. Hier leben Tiere, die man so kaum erwartet: Faultiere, die lautlos durch das Blätterdach gleiten; seltene Guyana-Delfine mit schimmernd rosafarbenen Bäuchen, die sich in den Mischgewässern aus Süß- und Salzwasser tummeln; und Riesenotter, elegante Jäger und Schlüsselarten eines empfindlichen Ökosystems. Doch dieses Paradies ist bedroht. Illegale Tierhaltung und Umweltveränderungen setzen der Artenvielfalt zu. Biologen und Naturschützer kämpfen darum, das Bewusstsein für diesen verborgenen Reichtum zu schärfen. Suriname besitzt sogar zwei Küsten: eine uralte, heute als Savannengürtel sichtbar – und eine junge, dynamische am Atlantik. Während im Osten neues Land entsteht, verteidigen Mangroven im Westen ihre Existenz gegen die Kraft des Meeres. Dazwischen formt sich eine faszinierende Wasserwelt aus Lagunen, Seen und Sümpfen. Eine bildgewaltige Entdeckung eines Landes im Wandel – voller Geheimnisse, die darauf warten, entdeckt zu werden. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 02.11.2026 arteDeutsche Streaming-Premiere Mo. 02.11.2026 arte.tv
  • Folge 2 (43 Min.)
    Suriname – die grüne Lunge Südamerikas. Das kleine Land am Atlantik ist zu 93 Prozent von tropischem Regenwald bedeckt – ein weitgehend unberührtes Naturparadies. In den Baumkronen turnen Totenkopfäffchen, Leguane lauern im Dickicht, und mit etwas Glück zeigt sich der spektakuläre Felsenhahn, leuchtend orange und mit imposantem Kopfgefieder. Die Flüsse sind die Lebensadern des Landes – reißende Verkehrswege, die den Alltag bestimmen. Wer hier lebt, weiß, wie man ihre Strömungen liest und Klippen bei Niedrigwasser umgeht. Im Regenwald sind die Marrons zu Hause, die Nachfahren versklavter Westafrikaner, die im 17. und 18. Jahrhundert von den Plantagen der niederländischen Kolonialherren ins Landesinnere flüchteten. Sie leben im Einklang mit der Natur und vertrauen auf die traditionellen Heilmethoden ihres Medizinmannes, der den Regenwald als eine große Schatzkammer begreift. Doch auch dieses Ökosystem steht unter Druck. Der große Brokopondo-Stausee überflutete in den 1960er Jahren riesige Waldgebiete. Menschen wurden umgesiedelt, Tierpopulationen veränderten sich, Jaguare werden verdrängt und illegal gejagt. Gleichzeitig zerstören Goldabbau und Abholzung das empfindliche Gleichgewicht. Zwischen den abgestorbenen Baumriesen des Sees bergen Taucher bis heute wertvolles Tropenholz – ein gefährliches Geschäft unter Wasser. Eine eindrucksvolle Reise in einen Regenwald voller Leben, Wissen und Widersprüche. (Text: arte)
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