bisher 7 Folgen, Folge 1–7

    • Folge 1
      Das LaM in Lille ist ein Juwel der europäischen Museumslandschaft, das medial viel zu selten im Fokus steht. Mit seiner außergewöhnlichen Architektur und einem großen Skulpturenpark hat sich das Museum in der modernen Metropole Lille zu einem beliebten Besucherziel entwickelt. Es hat die größte Art-brut-Sammlung Frankreichs und ist das erste Museum Frankreichs, das die Kunst der Moderne mit der Zeitgenössischen Kunst dauerhaft in Dialog bringen konnte: Meisterwerke von Picasso, Klee, Miró, Christian Boltanski oder Daniel Buren. Das LaM war von Anfang an als harmonisches Gesamtkunstwerk aus Kunst, Architektur und Natur geplant, als das Sammler-Ehepaar Jean und Geneviève Masurel ihre hochkarätige Kunstsammlung der Stadt Lille überließ. 1983 wurde das von Roland Simounet entworfene Museum eröffnet.
      Im orientalisch anmutenden Erweiterungsbau von Manuelle Gautrand ist heute die beachtliche Art-brut-Sammlung untergebracht. Anlässlich des Internationalen Museumstags am 18. Mai erkundet ARTE das LaM einmal genauer. Die französische Moderatorin Marie Labory und ihr deutscher Kollege Markus Brock entdecken außerdem Lilles kulturelle Vielfalt. Auf ihrer Entdeckungstour durch Lille treffen die beiden als prominenten Gast die Schauspielerin Sunnyi Melles. Die Deutsche mit ungarischen Wurzeln ist eine der renommiertesten Theaterschauspielerinnen im deutschsprachigen Raum. Vor kurzem war sie zu Dreharbeiten im benachbarten Antwerpen. Nun freut sie sich auf die Museumstour mit Marie Labory und Markus Brock. (Text: arte)
      Deutsche TV-PremiereSo 18.05.2014arte
    • Folge 2 (52 Min.)
      Es gilt schon heute als das moderne Wahrzeichen Roms: das 2010 eröffnete Maxxi, eine futuristische Kathedrale für zeitgenössische Kunst und Architektur. Der spektakuläre Bau der irakisch-britischen Stararchitektin Zaha Hadid ist schon an sich ein Kunstwerk, mehr Skulptur als Gebäude, mit seinen verschlungenen Baukörpern, geneigten Wänden und freischwebenden Treppen. Moderator Gustav Hofer ist hier oft zu Gast, also ein Heimspiel für den Wahlrömer. Er nimmt die Zuschauer und seine Komoderatorin Kady Adoum-Douass mit auf eine kulturelle Erkundungstour durch die „Ewige Stadt“. Die beiden verabreden sich zunächst auf dem Outdoor Festival, das 2015 auf einem verlassenen Kasernengelände stattfand. Auch das MAAM, ein bewohntes Museum, ist ein inspirierender Ort für Kreative. Künstler und Wohnungslose besetzten 2009 die ehemalige Fabrik.
      Gustav Hofer schaut sich um und trifft Giorgio de Finis, den künstlerischen Direktor. Der Fotograf Olivo Barbieri zeigt in seinen poetischen Fotos typische Postkartenmotive aus neuen Blickwinkeln. Rom etwa hat er aus dem Hubschrauber und bei Nacht fotografiert. Kady Adoum-Douass begleitet ihn zu den Schauplätzen seiner Fotos und besucht mit ihm auch das Maxxi, für das er mehrere Fotoserien realisiert hat. Zur stetig wachsenden Sammlung des Maxxi gehört neben Fotografie auch Design, Mode, Film und Werbung. Allerdings erfordert die dynamische Architektur von Pritzker-Preisträgerin Hadid ganz neue Ausstellungskonzepte. Wie diese gelingen, erfahren Hofer und Adoum-Douass in Hintergrundgesprächen mit Mitarbeitern des Museums. (Text: arte)
      Deutsche TV-PremiereSo 01.05.2016arte
    • Folge 3
      Die Lage ist atemberaubend: Direkt am Meeresufer des Öresund reihen sich einzigartige Großplastiken im Skulpturenpark des Louisiana Museum of Modern Art aneinander. Es zählt zu den beliebtesten europäischen Museen für moderne und zeitgenössische Kunst. Doch was ist das Erfolgsgeheimnis dieses Museumskomplexes in Humlebæk, 35 Kilometer nördlich von Kopenhagen? Gemeinsam mit seinem prominenten Gast, dem Stararchitekten Jean Nouvel, will Moderator Gustav Hofer das herausfinden. Denn der französische Architekt hat eine besondere Beziehung zum Louisiana: Er schrieb ein Manifest für das Museum. Doch zunächst erkunden die beiden das quirlige Kopenhagen. Dort baute der Pritzker-Preisträger das Koncerthuset. Nach einem Besuch des Konzerthauses machen sie sich auf den Weg ins Louisiana. Der dänische Fabrikant und Kunstliebhaber Knud W.
      Jensen wollte damals mit seinem privaten Museum eine Einheit aus zeitgenössischer Kunst, Architektur und Landschaft schaffen – einen Ort der Begegnung und der Kommunikation. Über Jahre ist die Sammlung gewachsen, heute umfasst sie etwa 3.500 Werke, angefangen von Max Ernst über Alberto Giacometti und Andy Warhol bis hin zu Jonathan Meese. Aus dem Privatmuseum ist mittlerweile eine Stiftung geworden. Hofer spricht mit dem Leiter Poul Erik Tøjner über seine Zukunftsvisionen für das Museum: Der Museumsdirektor sieht heute mehr denn je die Verpflichtung, gesellschaftliche Diskussionen durch Kunst anzustoßen. Dazu wurde unter anderem der Louisiana Channel gegründet, ein Kultur-Webchannel im Internet. (Text: arte)
      Deutsche TV-PremiereSo 08.05.2016arte
    • Folge 4 (53 Min.)
      Gebäude aus drei Epochen Mittelalter, Jugendstil und Gegenwart bilden das neue Kunstareal des Unterlinden-Museums in Colmar. Ein unterirdischer Gang verbindet das mittelalterliche Kloster mit dem Neubau. Colmar, mit seinen knapp 70.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt im Elsass, ist der Ausgangspunkt der kulturellen Exkursion. Gustav Hofer trifft in der quirligen Altstadt Marie Darrieussecq und lässt sich mit ihr von den mittelalterlichen Fachwerkhäusern und Plätzen bezaubern. Sie durchstreifen das verträumte Gerberviertel und das sogenannte Klein-Venedig, immer der kultivierten elsässischen Lebensart auf der Spur. Währenddessen wird Marie Labory im Museum Unterlinden von der Chefkonservatorin Pantxika De Paepe empfangen.
      Ihr erster Weg führt sie zum Herzstück des Museums, dem Isenheimer Altar, der im Chor der Kapelle des ehemaligen Dominikanerklosters präsentiert wird. Er ist eines der bedeutendsten Werke der Kunstgeschichte und zieht nicht nur Besucher aus aller Welt an, sondern hat auch zahlreiche Künstler inspiriert. Doch keiner hat sich so intensiv mit den Altartafeln beschäftigt wie der deutsche Maler Otto Dix (1891–1969). Ihm widmet das Museum Unterlinden seine erste große Sonderausstellung und feiert damit gleich zwei Ereignisse: das 500-jährige Bestehen des Altars und den 125. Geburtstag von Otto Dix. (Text: arte)
      Deutsche TV-PremiereSo 29.01.2017arte
    • Folge 5 (53 Min.)
      Ein noch nie dagewesenes Museum das Museum der Geschichte der polnischen Juden in Warschau liegt im Herzen des jüdischen Warschaus, in der Gegend, aus der die Nazis während des Zweiten Weltkriegs das Warschauer Ghetto machten. Das junge Museum fungiert zugleich als Kultur- und Bildungszentrum mit einem kulturellen Programm an zeitgenössischen Ausstellungen, Filmen, Debatten, Workshops, Performances, Konzerten, Lesungen und als Plattform für Dialog und Austausch. Die beeindruckende und ausgezeichnete Architektur des Finnen Rainer Mahlamäki steht im Dialog mit dem Denkmal und drückt die Symbolik des Museums als eines des Lebens aus. Die Kuratorin Barbara Kirshenblatt-Gimblett führt den Moderator Gustav Hofer durch das Museum, dessen Konzept es ist, das Leben anstatt den Holocaust in den Mittelpunkt zu stellen.
      Eine mit reichen Ornamenten verzierte Holzsynagoge wurde im Museum gebaut und zeigt die farbenfrohe Seite des jüdischen Lebens. Die Designer der Museumskleidungskollektion verwenden jüdische Symbole wie den Davidstern als Aufdrucke auf T-Shirts und Pullovern. Die Ausstellung des Archivs von geheimen Aufnahmen aus dem Ghetto vermittelt dagegen die beklemmende und beengte Atmosphäre des Lebens im Ghetto. Neben den Eindrücken aus der Ausstellung begleitet die Dokumentation Gustav Hofer, der zusammen mit der polnischen Filmemacherin Malgorzata Szumowska Warschaus Mahnmale, Kulturszene und die Erinnerungskultur erkundet. Die Regisseurin liebt mystischen Realismus und wurde unter anderem für ihren Film „Body“ auf der Berlinale 2015 mit einem Silbernen Bären ausgezeichnet.
      Die Dokumentation geht auf Spurensuche nach dem jüdischen Warschau und trifft Menschen, die eine Botschaft der Offenheit, von Polen als Land der multikulturellen Ethnien und Mischung mit Offenheit gegenüber Fremden, verbreiten möchten. (Text: arte)
      Deutsche TV-PremiereSo 23.04.2017arte
    • Folge 6 (52 Min.)
      Das Museum aan de Stroom, kurz MAS genannt, ist das spektakuläre Wahrzeichen von Antwerpen. 2011 wurde der 62 Meter hohe Sandsteinturm eröffnet, Schatzkammer für vier Museen und mehrere Privatsammlungen. Marie Labory und Gustav Hofer erkunden zusammen mit ihren prominenten Gästen das Museum und die quirlige belgische Hafenstadt. Antwerpen erfindet sich gerade neu. Das alte Hafenareal erwacht mit Galerien, Restaurants und aufsehenerregender Architektur zu neuem Leben. Anziehungspunkt des Viertels an der Schelde ist das Museum aan de Stroom, entworfen von dem Niederländer Willem Jan Neutelings. Das MAS beherbergt mehr als 470.000 Objekte quer durch alle Epochen und Kontinente, von ägyptischen Altertümern bis über niederländische Landschaftsmalerei bis zum Kunsthandwerk.
      Die Dachterrasse bietet einen grandiosen Panoramablick über die Altstadt und das Mosaik „Dead Skull“, das Luc Tuymans für das MAS entworfen hat. Mit seinem Schöpfer, einem der berühmtesten Künstler Belgiens, unterhält sich Marie Labory. Auch der Antwerpener Guillaume Bijl hat eigens für das MAS eine Skulptur geschaffen, das Admiralspaar auf einer Plattform im achten Stock des Museums. Was es damit auf sich hat, erzählt er Marie Labory. Währenddessen besucht Gustav Hofer die Sonderausstellung „Stadtfotografen“ und trifft die belgische Fotografin Karin Borghouts. Fotos seien für sie wie eine Bühne, sagt sie, aber ohne Schauspieler. Meist sind ihre Architekturaufnahmen menschenleer. Seit Jahren dokumentiert sie Antwerpen und damit auch den Wandel von der traditionsreichen Hafenstadt zur hippen Metropole. (Text: arte)
      Deutsche TV-PremiereSo 24.09.2017arte
    • Folge 7 (52 Min.)
      Von Klee bis Eliasson, von Picasso bis Rauschenberg – seit 1958 zeigt das Moderna Museet in Stockholm nationale und internationale Kunstwerke der Moderne. Im Jahr 1998 wurde das neue Museumsgebäude in seiner heutigen Form eingeweiht, erbaut nach den Plänen des spanischen Architekten Rafael Moneo – ein besucherfreundliches, unkompliziertes Kunsthaus. Es ist idyllisch auf der Insel Skeppsholmen gelegen, mitten im Herzen Stockholms, mit Traumblick auf die umliegenden Inseln, auf Wasser, Boote und viel Grün, im Museumsgarten Großplastiken von Picasso, Calder, Niki de Saint Phalle. Bei freiem Eintritt kann man eine umfangreiche Sammlung zeitgenössischer Kunst und Fotografie der Spitzenklasse besuchen. Zum inoffiziellen Wahrzeichen und Besuchermagnet wurde in den letzten Jahren „Monogram“, Robert Rauschenbergs berühmte Angora-Ziege.
      Neben der ständigen Sammlung präsentieren wechselnde Ausstellungen Werke der Gegenwartskunst, wobei die derzeitigen Direktoren Ann-Sofi Noring und Daniel Birnbaum dem Genderaspekt besondere Aufmerksamkeit schenken. Stockholm, die Stadt, die auf dem Wasser schwimmt, legendär umweltfreundlich und cool, war 2010 die erste Grüne Hauptstadt Europas mit Hunderten Parks und Grünflächen. Auch das Moderna Museet liegt in einem Park, dem Ekoparken, dem weltweit ersten innerstädtischen Nationalpark. Marie Labory und Gustav Hofer erkunden gemeinsam mit der schwedischen Sängerin Fredrika Stahl das Museum und seine Umgebung, befragen Direktoren und Kuratoren, Künstler und Köche. (Text: arte)
      Deutsche TV-PremiereSo 09.06.2019arte

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