Dokumentation in 4 Teilen, Folge 1–4

    • 30 Min.

      Der Amazonas – ein Fluss und ein Mythos: von seinen Anfängen in Ecuador und Peru quer durch Brasilien und durch den Regenwald bis zu seiner Mündung in den Atlantischen Ozean. Er ist der größte Fluss der Welt, 6.800 Kilometer lang. 190.000 Kubikmeter Süßwasser schießt er pro Sekunde in den Atlantik. 10.000 Flüsse nimmt er bis zur Mündung auf. Gelegentlich wird Amazonien, das Gebiet rund um den riesigen Strom, als „grünen Lunge“ der Welt bezeichnet. „Wir kämpfen doch allein gegen alle“, meint Heriberto Gualinga, ein Quechua-Indianer aus Ecuador. Sein Dorf Sarayacu wehrt sich seit Jahren gegen internationale Ölfirmen, die das Amazonas-Gebiet erschließen wollen. Der Urwald ist bedroht. Dennoch gibt es noch die traumhaften Begegnungen im Regenwald – etwa beim Volk der Zapara. Dort erzählt man sich seine Träume und deutet sie. Wer nicht träumen kann, sagen die Zaparas, kann auch nicht gut durch den Tag gehen. Im Gebiet der Cofanes im Nordosten Ecuadors wird seit Jahrzehnten Erdöl gefördert. In den riesigen Naturschutzgebieten mitten im Regenwald haben sich internationale Ölfirmen eingenistet. Die Ölförderung zieht verheerende Umweltschäden nach sich, doch Ölfirmen wie Texaco weigern sich bislang, diese Schäden zu beseitigen. (Text: hr)

      • Deutsche Erstausstrahlung
        Mi 02.01.2008
        Das Erste
    • 30 Min.

      An der Grenze zwischen Ecuador und Peru besucht Filmautor Stefan Schaaf die Achuar-Indianer. Auch in ihrem Gebiet werden riesige Ölvorkommen vermutet, aber dieses Volk setzt auf alternativen Tourismus. So betreibt es in Eigenregie die ökologische Kapawi-Lodge. Bis vor dreißig Jahren verarbeiteten die Achuaris die Häupter ihrer getöteten Feinde zu Schrumpfköpfen – nun sorgen sie in der Hotelküche für kunstvolle Arrangements. Weiter südlich, im peruanischen Iquitos, gibt es Sabbat im Urwald. Als die Stadt Ende des 19. Jahrhunderts einen Kautschukboom erlebte, wanderten sephardische Juden aus den marokkanischen Städten Rabat und Marrakesch an den Amazonas aus. Ein Hospital-Schiff steuert in Seitenflüssen des Amazonas abgelegene Dörfer an. Betrieben wird es von US-amerikanischen Evangelikalen, denen die Missionierung noch wichtiger ist als die medizinische Versorgung. Gegen solche Gesundbeter aus dem Westen wehrt sich Manuel Ahuanari vom Volk der Cocamas. Er und sein Dorf wollen in einem Nationalpark alternativen Tourismus einführen und sich eine Geldquelle schaffen, die im Einklang mit der Natur steht. (Text: hr)

      • Deutsche Erstausstrahlung
        Do 03.01.2008
        Das Erste
    • 30 Min.

      Filmautor Thomas Aders reist quer durch Brasilien, von der peruanischen Grenzstadt Tabatinga bis zur Mündung bei Belém. Im gigantischen Amazonasbecken, an der Grenze zu Peru, besucht er den Indianerstamm der Matis. Die Männer tragen Muscheln und Knochen durch Nasen und Ohrläppchen. Aders begleitet sie bei der Jagd mit dem Blasrohr und der Fischerei mit dem Speer. Doch die Krankheiten der Weißen sind schon bis zu ihnen vorgedrungen: Die meisten Stammesmitglieder sind Hepatitis-krank, viele sind bereits gestorben. Im Rio Ariaú, einem Seitenarm des Flusses, trifft Aders auf Kranke, denen der Amazonas ein bisschen Lebensfreude gibt: Leukämiekranke Kinder spielen mit Botos, den Fluss-Delfinen. Manaus, 1.500 Kilometer östlich der peruanischen Grenze, war einmal die reichste Stadt der Welt. Hier setzten die Kautschukbarone ihrer Allmacht ein Denkmal: das Opernhaus. Aders hat Seu Nonatinho über die Schulter geschaut, seit 35 Jahren die Seele des Kunsttempels. Doch die Zeit ist auch in Manaus nicht stehen geblieben: Nebenan, in der zollfreien Sonderzone, rollen pro Tag 6.000 Motorräder vom Fließband: japanisches Hightech, steuerbegünstigt und effizient. (Text: hr)

      • Deutsche Erstausstrahlung
        Sa 16.08.2008
        hr-Fernsehen
    • 30 Min.

      Auf einer Flussinsel des Amazonas, in der Stadt Parintins, kreieren zwei einst verfeindete Gruppen für ein dreitägiges Volksfest atemberaubende Umzugswagen, ziehen Hunderte von Tänzern zu einer farbenprächtigen Choreografie zusammen und schicken ihre beiden schönsten Frauen an die Front. Der Amazonas ist ein einzigartiges Naturparadies. Für sein Überleben zu kämpfen kann lebensgefährlich sein. Der Befreiungstheologe Padre Boeing kämpft für ein Naturschutzgebiet in der Gegend um Santarém, doch die Behörden verzögern das Projekt seit Jahren. Der Staat steht auf Seiten der Mächtigen: der Großgrundbesitzer, der Sojafarmer und der Holzfäller. Den Todeskommandos der Mächtigen sind in den vergangenen zwanzig Jahren allein in diesem Bundesstaat 450 Aktivisten zum Opfer gefallen. In Belém mündet der Amazonas in den Atlantik. Rosilene lebt seit 42 Jahren hier, und sie nimmt auch in diesem Jahr wieder teil am Círio de Nazaré, dem größten religiösen Ereignis in Brasilien. Eine riesige Marienstatue wird an einem Seil durch die Straßen gezogen. Rosilene ist „Diamantverkäuferin“: Sie verkauft Schönheit – Pasten, Fältchencremes und Farbtinkturen. (Text: hr)

      • Deutsche Erstausstrahlung
        Sa 23.08.2008
        hr-Fernsehen

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