Dokumentation in 2 Teilen (gekürzte Fassung), Folge 1–2

    • 45 Min.

      Der Amazonas ist vom Volumen her der größte Fluss der Welt, 6.800 Kilometer lang, ein riesiges Wassersystem mitten in Lateinamerika. 190.000 Kubikmeter Sü ßwasser schießt der Amazonas pro Sekunde in den Atlantik. 10.000 Flüsse nimmt er bis zur Mündung auf. Manchmal schwillt er bis auf 100 Kilometer Breite an und umfließt – ganz nebenbei – die größte Flussinsel der Welt. Gerne spricht man von der ‚grünen Lunge‘ der Welt, wenn man an Amazonien denkt – das Gebiet rund um diesen riesigen Strom. Die grüne Lunge? ‚Wir kämpfen doch allein gegen alle‘, sagt Eriberto Jualinga, ein Quechua-Indianer aus Ecuador. Er lebt in dem Dorf Sarayacu, das sich schon seit Jahren gegen internationale Ölfirmen wehrt, die das Amazonas Gebiet erschließen wollen. 1.500 Kilogramm Sprengstoff sind von den Ölfirmen rund um Sarayacu vergraben worden. Die schöne heile Welt des Amazonas gibt es schon lange nicht mehr, der Urwald ist bedroht. In der ersten Folge der Reportage reisen ARD-Korrespondent Stefan Schaaf und sein Team von Ecuador nach Peru und folgen dem Amazonas bis zur brasilianischen Grenze. Der zweite Teil folgt gleich im Anschluss. (Text: EinsPlus)

      • Deutsche Erstausstrahlung
        Sa 23.04.2011
        SWR Fernsehen
    • 45 Min.

      Im zweiten Teil der Reportage reisen ARD-Korrespondent Thomas Aders und sein Team quer durch Brasilien, von der peruanischen Grenzstadt Tabatinga bis zur Mündung bei Belém. Zu Fuß, im Wasserflugzeug, im Kanu und auf einem Passagierschiff. Noch immer gibt es in dem gigantischen Amazonasbecken Indiostämme, die kaum Kontakt mit dem hatten, was man ‚Zivilisation‘ nennt. Die Männer des Stamms der Matis an der Grenze zu Peru jagen noch mit dem Blasrohr wie vor Urzeiten. Doch die Krankheiten der Weißen sind schon bis zu ihnen vorgedrungen: Die meisten Stammesmitglieder leiden unter Hepatitis, viele sind bereits gestorben. Die Vorstellung von einer schönen, heilen Welt ist längst verflossen.Manaus, 1500 Kilometer weiter östlich, war ehemals die reichste Stadt der Welt. Hier setzten die Kautschukbarone ihrer Allmacht ein Denkmal: Das Opernhaus. Seu Nonatinho ist seit 35 Jahren die Seele des Kunsttempels. Eigentlich ist er schon längst pensioniert, aber er kann mit seiner Arbeit in der ‚schönsten Oper der Welt‘ einfach nicht aufhören. Wer vom Karneval in Rio schwärmt, der war noch nie am Amazonas. Auf einer Flussinsel messen sich Jahr für Jahr zwei ehemals verfeindete Gruppen, die roten Garantidos und die blauen Caprichosos. Sie kreieren atemberaubende Umzugswagen, ziehen Hunderte von Tänzern zu einer farbenprächtigen Choreographie zusammen und schicken ihre beiden schönsten Frauen an die Front. (Text: EinsPlus)

      • Deutsche Erstausstrahlung
        Sa 23.04.2011
        SWR Fernsehen

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