Ressentiment – das bitterste aller Gefühle Die Philosophin und Psychoanalytikerin Cynthia Fleury hat ein Essay mit dem Titel Ci-gît l’amer, Guérir du ressentiment veröffentlicht, in dem sie sich mit dem individuellen und kollektiven Gefühl des Ressentiments beschäftigt, das in einer Demokratie auftritt, wenn die Gleichheit nur Theorie bleibt. In der Praxis müsse man sich darum bemühen, die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Unsicherheiten zu bekämpfen, die das Gefühl der Wut und Ungerechtigkeit nähren. Da Fürsorge die Grundlage der Demokratie bildet, schlägt die Philosophin vor, die Kultur, Bildung und Gesundheit zur Priorität zu machen. Sie ist heute Abend bei uns im Studio zu
Gast. Islamistischer Terror: Wie kann die französische Gesellschaft Widerstand leisten? Am Freitag, den 16. Oktober, wurde der Geschichtslehrer Samuel Paty, der an der Sekundarschule Bois-d’Aulne in Conflans-Sainte-Honorine bei Paris unterrichtete, nach einer Unterrichtsstunde über Pressefreiheit und einer von islamistischen Netzwerken unterstützten virulenten Verleumdungskampagne ermordet. Nach den landesweiten Emotionen erklärte Emmanuel Macron dem „islamistischen Separatismus“ den Kampf an und versprach „konkrete Maßnahmen“. Wird es möglich sein, einen parteiübergreifenden Block gegen dieses Phänomen zu bilden? Darüber diskutieren wir heute Abend im Studio von „28 Minuten“. (Text: arte)