Zur See

    Zur See

    DDR 1976–1977
    Deutsche Erstausstrahlung: 07.01.1977 DDR1

    In dieser Serie geht es um die „Abenteuer“ und Probleme der Besatzung des ostdeutschen Frachtschiffes „MS-Fichte“ auf See. Im ersten Teil hatte die Hauptmaschine bei Sturm auf hoher See einen Kolbenklemmer, so daß der Kolben ausgebaut werden mußte. Es kommt zu gegenseitigen Schuldzuweisungen zwischen dem Kapitän, der eine höhere Geschwindigkeit angeordnet hat und dem Chief, der aus Sorge um den hohen Kraftstoffverbrauch dagegen ist und sich auch nicht um die Wartung der Maschine gesorgt haben soll … (Text: Axel Höber)

    Zur See auf DVD

    Zur See im Fernsehen

    Sa
    07.01.08:55–10:05MDR1Die Bewährung
    08:55–10:05
    Sa
    14.01.09:00–10:05MDR2Die Hochzeitsüberraschung
    09:00–10:05

    Zur See – Community

    Andreas Schunke am 24.11.2013: Nice, bis vor 2 Wochen konnte man diese Serie noch frei sehen.. muß ich mir wohl etwas einfallen lassen, wo ein ex-DDR-Sender nicht mehr vorkoimmt
    Manuela H. (geb. 1971) am 30.09.2012: Die wohl berühmteste und erfolgreichste Serie des DDR-Fernsehens schildert die beruflichen und privaten Erlebnisse der Besatzung des Rostocker Handelsschiffes “J. G. Fichte”. “Zur See” ist ein absoluter Glücksfall in mehrerer Hinsicht. Zum einen die perfekt besetzten Darsteller, die ein hervorragend auf einander abgestimmtes Ensemble bilden. Dazu die in faszinierenden Bildern eingefangenen exotischen Schauplätze. Und darüber hinaus Drehbücher über zwar außergewöhnliche und abenteuerliche, humorvolle, aber auch spannende und dramatische, jedoch immer glaubwürdige Begebenheiten im Leben von Menschen “wie du und ich”. Darüber hinaus komponierte Helmut Nier mit der Musik zur Serie einen nvergeßlichen “Ohrwurm”, mit einem sich stetig steigernden, immer breiter werdenden “Klangteppich”. Als ich mit etwa dreizehn Jahren zum ersten Mal eine Episode von “Zur See” bei einer der zahlreichen Wiederholungen sah, hatte das weitreichende Folgen. Von da an war “Zur See” mir von allen Serien des damaligen DDR-Fernsehens die liebste und ist es immer noch. Meine Verehrung für Horst Drinda, von dem ich damals natürlich noch nicht wußte, was für ein großartiger und bedeutender Schauspieler er war, kannte keine Grenzen. Das ist übrigens heute immer noch so, zumal ich ihn im Laufe der Jahre in höchst unterschiedlichen Charakteren erleben durfte. Dennoch ist mir sein Kapitän Hans Karsten von allen seinen Rollen die liebste. Der überaus attraktive Mann mit seiner väterliche Warmherzigkeit gepaart mit ruhiger und selbstbewußter Autorität und viel Humor machen diese Figur zu einem absoluten Sympathieträger. Übrigens hat Horst Drinda in einem Kapitel seiner in Briefform veröffentlichten Memoiren “Die Welt ist noch nicht fertig” sehr anrührend über die Dreharbeiten von “Zur See”, die immerhin von 1974 bis 1976 dauerten, berichtet.
    Norman (geb. 1979) am 12.08.2011: Sehr geehrter Herr Storch, ich freu mich sehr über Ihre Veröffentlichung! Was ich jedoch noch wünschen würde, wäre ein Autogramm von Ihnen, da ich als Vogtländer gerade Ihre Rolle in "Zur See" so sehr liebte! LG Norman
    Holger Jensen (geb. 1966) am 13.07.2011: Also, ich bin ebenso als Jugendlicher und aus dem Westen vom "Zur See" Virus gepackt worden. Hatte die Serie mir erst auf Video gespeichert und bin froh, die kompletten Folgen in einer DVD-Box zu haben. Gute Unterhaltung, gute Schauspieler und das Genossengelaber war meiner Meinung nicht so extrem.Ich schau mir die Serie immer wieder gerne an
    Thomas (geb. 1969) am 15.04.2011: Endlich mal ein "Wessie" der sich nicht an dem albernen "Genossen"-Gelaber hochzieht. Es war halt damals so (zumindest bei der NVA). Ob man sich auf den DSR-Schiffen wirklich so angequatscht hat, weiß ich nicht. Wäre mir nach ein paar Tagen bestimmt auf den Sack gegangen. Wir haben hier im "Osten" genau so getickt, wie die Altbundesländler (bis auf ein paar Ausnahmen). Jedenfalls ist die Serie Kult und auch ich kann mir sie immer wieder ansehen. Sie ist einfach entspannend und lustig. Ich lege mir öfters mal einen Teil in den Player, um den schwachsinnigen Beeinflussungen der heutigen deutschen Medien zu entgehen und denke dabei an die damalige Zeit zurück, wo nicht alles schlecht war. Heute ist es ja leider so, daß man nicht mal mehr seinem Kollegen drauen kann. Jedenfalls ist diese Serie ein "Muss" in jeder DVD-Sammlung und für Liebhaber nOstalgischer Seefahrt.

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    9-tlg. DDR-Abenteuerserie von Eva Stein, Regie: Wolfgang Luderer.

    Die M. S. Fichte ist ein Frachtschiff der DDR. Zur Besatzung gehören Kapitän Carsten (Horst Drinda), der Technische Offizier Paul Weyer (Günter Naumann), der Bootsmann (Jürgen Zartmann), der Koch Detlef (Bernd Storch), sein Helfer Thomas Müller (Günter Schubert), der Erste Offizier Schulze (Wilfried Pucher) und Matrose Willi (Willi Schrade). Sie bereisen ferne Länder, leiden aber auch unter der Enge an Bord und der langen Trennung von ihren Familien.

    Erstmals brach das DDR-Fernsehen mit dem Tabu, eine Handlung an exotische Schauplätze zu verlegen, die für die Zuschauer völlig unerreichbar waren und so nur unnötig Träume wecken würden. Natürlich war der erhobene Zeigefinger des Sozialismus auch am anderen Ende der Welt immer mit dabei, aber die Serie war nicht nur bei den Parteioberen, sondern auch den Zuschauern außerordentlich beliebt: Die erste Schauspielergarde war an Bord und hatte (anders als ihre kapitalistischen Traumschiff-Kollegen später) neben attraktiven Kulissen auch unterhaltsame und realistische Drehbücher. Gefilmt wurde u. a. in Kuba und natürlich an Bord eines echten DDR-Frachtschiffs. Das stellte sich aber als so kompliziert heraus, dass die Serie trotz des Erfolgs nicht fortgesetzt wurde.

    Jede Folge war 60 bis 75 Minuten lang und lief freitags um 20.00 Uhr. Die gleiche Crew wechselte später vom Schiff ins Flugzeug: Treffpunkt Flughafen.

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