Fury

    Fury

    Die Abenteuer eines Pferdes

    USA 1955–1960 (Fury)
    Deutsche Erstausstrahlung: 05.10.1958 ARD

    „Fury“ ist eine moderne Westernserie, die in ihrer Drehzeit (1955–60) spielt.

    Der Waisenjunge Joe Clark jr. – im Original Joey – kommt in der ersten Folge auf Gerichtsbeschluss auf die Pferderanch von Jim Newton. Joe wird beschuldigt, in der Stadt eine Fensterscheibe eingeschlagen zu haben, Jim aber bezeugt, dass es ein anderer gewesen sei. So lernen sie sich kennen. Auf der „Broken Wheel Ranch“ angekommen, ist er sofort fasziniert von dem wilden schwarzen Hengst, der gerade eingefangen wurde. Niemandem ist es bisher gelungen ihn zu reiten. Ein Arbeiter auf der Ranch will das Pferd unbedingt bezwingen und versucht dies mit roher Gewalt. Jim entlässt den Mann, welcher daraufhin versucht, das Tier zu erschießen. Joe kann es gerade noch verhindern, freundet sich mit dem Hengst an und nennt ihn Fury.

    Fortan erleben die beiden viele Abenteuer. Meist geht es um Naturkatastrophen, Wettbewerbe, oder darum, dass irgendwelche Banditen eingefangen werden. Fury muss dann aus der Not helfen, die Gangster in Schach halten bis der Sheriff kommt usw.

    Fast immer haben die Geschichten eine Moral, die oft Jim (Peter Graves) in der Rolle des verständnisvollen Vaters verkörpert. Die Moral gilt aber nicht den Kindern, sondern den Eltern.

    Pete (William Fawcett) ist ein alter Cowboy, auf der Broken Wheel Ranch beschäftigt. Er übernimmt ein wenig die Mutterrolle in der Serie, was oft etwas lustig wirkt.

    Joe Newton – ist dann adoptiert worden – (Bobby Diamond) hat zwei kleinere Freunde: In den ersten Staffeln ist es „Peewee“ (Jimmy Baird), später dann „Packy“ (Roger Mobley). Eigentlich heißen sie Rodney Jenkins und Homer Lambert.

    Insgesamt ist Fury eine wertvolle Serie, die ihren Reiz noch längst nicht verloren hat. (Text: Michael)

    Fury auf DVD

    Fury – Community

    Michael am 07.02.2014: Stefan, die amerikanische Fan-Seite www.brokenwheelranch.com hat bereits vor Jahren die beiden Titel "The Runaway" und "The Horse Caper" aus der Episodenliste gestrichen. In der IMDB sind sie nach wie vor gelistet. Möglicherweise können diese Fehler so erklärt werden: Der Titel "The Horse Caper" könnte durch eine Buchstabenvertauschung zustande gekommen sein (es gibt ja tatsächlich eine Folge namens "The Horse Coper"). Und "The Runaway" heißt auch ein Spielfilm, in dem Roger Mobley mitspielte. Es gilt jedenfalls als wahrscheinlich, dass diese beiden Titel tatsächlich nie existiert haben. "Sonic Boom" ist übrigens eine der insgesamt 114 real existierenden Folgen der Serie und mit Untertiteln auch in der deutschen DVD-Ausgabe enthalten. Diese Folge hat man wegen des militärverherrlichenden Inhalts wohl nicht bei uns im Kinderfernsehen zeigen wollen (was ich übrigens nachvollziehen kann). Es gibt also nur 113 synchronisierte Folgen.
    ede am 02.02.2014: Auf YouTube kann man sich viele folgen an sehen
    Stefan (geb. 1963) am 04.01.2014: 116 Folpen wurden wurden produziert, 114 wurden in Deutschland synchronisiert und ausgestrahlt. Es fehlen 2 Folgen, die da wären: - 27 (The Runaway) - 87 (Sonic Boom). Warum beide übersehen wurden, bleibt mir schleierhaft...
    Michael am 25.08.2013: Es gibt Amateur-Aufnahmen vom "Fury"-Set in Farbe. Diese wurden damals von einem Kind auf 8mm-Filmmaterial gedreht. Im Jahr 2005 zeigte RTL in einer Ranking-Show über klassische Kinderserien einen Ausschnitt daraus. Es gibt außerdem eine Webseite von dem damaligen Filmemacher, auf der Standfotos aus dem Film zu sehen sind: http://www.movielocationsplus.com/bts/fury1.htm Fury wurde tatsächlich von insgesamt fünf Pferden dargestellt. Für alle Tricks war war ein Pferd namens Highland Dale zuständig, das allerdings vom Besitzer - Ralph McCutcheon - Beaut genannt wurde. Mehr darüber hier (englisch): http://www.brokenwheelranch.com/fury.htm
    Gert (geb. 1949) am 30.01.2013: Hallo Sandy, als Kind habe ich ab und zu "Fury" gesehen - bei einem Freund. Das war Ende der fuenfziger Jahre. Damals gab es nur e i n Fernsehprogramm (ARD), Farbfernsehen kam erst 1967! Die Serie konnte also nur in Schwarz-Weiss gesehen werden. Kabelfernsehen kam erst in den 80er Jahren. Die DVD´s der Original-Serie, die ich mir vor Kurzem gekauft habe sind uebrigens auch nicht in Farbe, also dem Original entsprechend. Serien, die in Farbe gedreht wurden, gab es in den USA damals nicht, so weit mir bekannt ist, weil das US-Fernsehen erst spaeter auf Farbe umstellte. Bei der Serie "Fury" kann ich mich nur an "Fury" als einzelnes Haupt-Darsteller-Pferd erinnern. Ich gruesse Dich und alle "Fury" - Fans Gert

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    „Abenteuer eines wilden Pferdes“. 114-tlg. US Abenteuerserie („Fury“; 1955–1960).

    Der junge Witwer Jim Newton (Peter Graves) nimmt den Waisenjungen Joe Clark (Robert „Bobby“ Diamond) bei sich auf, nachdem er Joe vor Ärger mit der Polizei bewahrt hat. Die beiden wohnen auf Jims „Broken Wheel Ranch“, auf der außerdem noch der alte Koch und Mädchen für alles Pete Wilkie (William Fawcett) lebt. Der wilde schwarze Hengst Fury ist ein Geschenk Jims an Joe, weil Joe der Einzige ist, der ihn reiten kann. Fury wird Joes bester Freund. Gemeinsam bestehen die beiden viele Abenteuer, retten Menschen aus gefährlichen Situationen und überführen ein paar Bösewichte. Jim und Pete stehen ihnen mit Ratschlägen zur Seite, und Jim adoptiert Joe später. Der Junge hat zwei weitere Freunde, erst Pee Wee (Jimmy Baird), der eigentlich Rodney Jenkins heißt, dann Packy (Roger Mobley), dessen richtiger Name Homer Lambert ist.

    Fury startete nur kurze Zeit nach Lassie und wandte bereits zwei der fortan lange Zeit gültigen Maßstäbe für Western- und Tierserien an: Männer mit Cowboyhüten sind immer Witwer, und Tiere sind die besten Freunde von Kindern und retten Menschen aus jeder Gefahr. Der schwarze Hengst Fury aus Missouri, der eigentlich Highland Dale hieß, war zu seiner Zeit einer der meistbeschäftigten Hollywood-Stars, spielte in diversen Pferdefilmen und serien mit und übernahm u. a. eine Gastrolle in Flicka. Sein Debüt hatte er 1946 im Kino als „Black Beauty“ gegeben. Sein Besitzer und Trainer war Ralph McCutcheon.

    Jede Serienfolge war eine halbe Stunde lang und begann im Vorspann so: Joe ruft laut: „Fury!“, Fury kommt, und Joe fragt: „Na Fury, wie wär’s mit einem kleinen Ausritt?“ Die bemerkenswerteste Veränderung im Lauf der Jahre war, dass Joe in den Stimmbruch kam. Die ersten 47 Folgen liefen zwischen 1958 und 1962 am Sonntagnachmittag gegen 14.45 Uhr. Alle weiteren Folgen waren erst 35 Jahre später zum ersten Mal im deutschen Fernsehen zu sehen, ebenfalls in der ARD.

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