74 Episoden
    Deutsche Erstausstrahlung: 26.03.1961 ARD

    Justizsendung von Wolf Citron und Ruprecht Essberger nach einer Idee der Anwältin Sina Walden.

    In Szenen vor Gericht werden Verhandlungen nachgestellt. Laien- und Profischauspieler stellen Kläger und Beklagte dar, Richter, Staatsanwälte und Verteidiger sind echt. Da das Ergebnis der Verhandlung offen ist, müssen alle Beteiligten ohne Dialogbuch improvisieren.

    Die Grundidee war bereits die gleiche, die 40 Jahre später das Nachmittagsprogramm mehrerer Privatsender füllte. Das amerikanische Fernsehen sendete solche Formate schon seit den 50er Jahren. Der Unterschied zu den späteren Gerichtsshows, die in 45 Minuten Nettosendezeit mehrere Fälle abfertigten, war die Gründlichkeit dieses Vorreiters. Jede Verhandlung dauerte zwei Tage, die beiden 90 minütigen Sendungen liefen jeweils an aufeinander folgenden Tagen, meist dienstags und mittwochs, im Hauptabendprogramm. Danach war aber wieder ein paar Wochen Pause. Der Vorsitzende Richter Dr. August Detlev Sommerkamp hatte vor seiner TV Karriere den Beruf des Richters 36 Jahre lang ausgeübt. Von den Fernsehzuschauern erhielt er den Spitznamen Papa Gnädig. In den Sitzungspausen befragte Reporter Giselher Schaar die Zuhörer im Saal über ihre Meinung zum aktuellen Fall.

    In den ersten neun Jahren wurde noch ausschließlich mit Profischauspielern gearbeitet. 1970 kamen erstmals Laien zum Einsatz. Eine Bardame, ein Taxifahrer und eine Krankenschwester spielten eine Bardame, einen Taxifahrer und eine Krankenschwester.

    Die Reihe brachte es auf 74 Ausgaben. (aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier)

    Das Fernsehgericht tagt – Community

    pdmuc (geb. 1953) am 06.12.2012: wär toll, wenn die eine oder auch andere, oder vielleicht alle (?) folgen mal wiederholt würden, denn zu der Zeit gab´s noch keine videorekorder. war ´ne tolle serie, die ich als kind immer gerne gesehen habe. was habe ich gebettelt, das ich länger aufbleiben durfte :-)
    Jörg Weißkopf (geb. 1958) am 26.09.2007: Die Mütter aller Gerichtsserien 1. Das Fernsehgericht tagt 2. Ehen vor Gericht Es waren die besten
    **MrsNcîS** (geb. 1992) am 17.06.2007: Heeeeeeey, weiß zufällig einer wie dieser Typ von "Zwei bei Kallwass", ich glaub dort heißt er Martin, heißt?? wär echt nett, wenn mir das einer sagen könnte
    Harald Gfrörer (geb. 1955) am 11.09.2006: Im Vergleich zu den heutigen reßerischen Gerichtsshows hat die Sendung das Fernsehgericht tagt den Zuschauern einen Einblick in die Arbeit der Gerichte gegeben. Eine Wiederholung wäre auf jeden Fall angebracht
    Heinrich (geb. 1950) am 27.08.2005: Die Mutter aller Gerichtssendungen?? In meiner Erinnerung ist "Das Fernsehgericht tagt" so ziemlich das ödeste, was uns seinerzeit vom Ersten Deutschen Belehrungsfernsehen in bekannter schwarz-weiß-Blutleere gegen Gebühren angeboten wurde. Die pseudo-dokumentarische Aufmachung -ein Reporter berichtet mit gedämpfter Stimme während der Sitzungspausen von der "Gerichtsverhandlung"- brachte ebensowenig Pep in die zähen und stets sehr drögen (hochdeutsch: trockenen) Plots wie auch die Darsteller, die allesamt Laien waren, dies nicht vermochten. Richter, Staatsanwälte und Rechtsanwälte wurden von pensionierten Berufsjuristen mehr schlecht als recht gespielt. Es waren halt Pensionäre, kaum ein Darsteller, vulgo Laiendarsteller, unter 55. Meine Meinung: Wiederholung überflüssig. Gleiches gilt m.E. aber auch für die unerträglichen heutigen Gerichtsserien des Werbefernsehens, ob es nun Richterin Sallesch oder Richter Holt oder wie sie auch alle heißen mögen, sei.

    Cast & Crew

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