Graf Yoster gibt sich die Ehre

    Graf Yoster gibt sich die Ehre

    D/F 1966–1976 (Le Comte Yoster A Bien L'Honneur)
    Deutsche Erstausstrahlung: 15.09.1967 ARD

    Graf Yoster (Lukas Amman) ist ein distinguierter Herr mit schlohweißen Schläfen, ansprechendem Anzug und hellwachem Hirn. Ungewöhnlich genug, dass er als Adliger Krimis schreibt – regelmäßig wird er aber auch in echte Verbrechen hineingezogen, die er in der High Society geradezu magnetisch anzuziehen scheint. Gefälschte Bilder, gefälschte Violinen, spiritistische Zirkel, Meisterspioninnen und Waffenschmuggel – und all das in den unterschiedlichsten Städten Europas. Und immer behält der Graf die Contenance, durchschaut die Verbrechen früh und versucht dann die Täter dazu zu bringen, sich selber zu entlarven.

    Dabei unterstützt und beschützt ihn sein Chauffeur Johann (Wolfgang Völz)-eine charmant-ruppige Mischung aus Doktor Watson und Sancho Pansa- der eigentlich Konditor gelernt hatte, bevor er auf die schiefe Bahn geriet und 15 Vorstrafen sammelte. Während er aus dieser Zeit noch hilfreiche Kontakte hat, kennt der Graf in fast jeder Stadt den Polizeichef und darf in geheime Polizeiakten gucken.

    Das Aufeinandertreffen von ‚Noblesse oblige‘ und ‚Carpe Diem‘, von adeliger Sprache und bodenständiger Schnoddrigkeit sorgen regelmäßig für Amusement. Mit Rolls Royce (Kennzeichen M-Y 001 und Minibar inklusive), Melone und Regenschirm jagt das ungleiche Duo Verbrecher über deren Einfallslosigkeit der Graf regelmäßig die Nase rümpft. Bis es am Ende jeden Falles heißt „Wohin, Herr Graf?“ – „Nach Hause, Johann.“

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    Graf Yoster gibt sich die Ehre – Community

    Felix Leiter am 24.08.2015: Liebe Yoster-Fans. rbb sendet die Folgen (der vierten Staffel) in einer anderen Reihenfolge als hier aufgeführt. Gibt es dafür einen Grund? Spielt es eine Rolle (z.B. Bezüge in späteren Folgen auf vorangegangene Ereignisse)? Würde mich über etwas Erhellung sehr freuen,vielen Dank.
    Tam am 27.07.2015: Eine DER WENIGEN Krimiserien, die man heute gucken kann: Ich persönlich, schätze die Sonntag-Abende mit dieser anderen klassischen Krimiserien von damals im SWR-Fernsehen sehr. Auch wenn ich nicht mal 35 bin. ====== Mal was anderes , als das was heute so im Fernsehen fragwürdig IN ist: Rücksichtloser egoistischer Umgang er Hauptfiguren miteinander (dabei meine ich nicht die Mörder), dazu flache Texte mit opfermissachtenden 'Humor', zur eigentlichen Handlung/Straftat unzusammenhängende Szenen mit Sex und Brutalität vollgefühlt, weil dem Drehbuchautoren keine gehaltvollen Texte einfielen, unsinniges Denglisch oder Anglizismen statt deutscher Übersetzung (siehe RTL-Lieblingswort 'Performance'), als Sahnehaube oben drauf, unansehnliche Darstellergesichter mit einem Hang zur Unfähigkeit Hochdeutsch zu sprechen, bis zur Legasthenie. Das alles im Kompaktkonzept: EINE ZUMUTUNG FÜR DEN ZUSCHAUER !!!! ! BITTE @ ALLE SENDER___ Mehr Krimiserien von früher. . bis Anfang 2000__ >;( __:D
    BerndMetz (geb. 1983) am 02.12.2014: oh no
    bumblebee (geb. 1976) am 29.11.2013: Bully, das waer klasse, aber bitte, biitte mit Lukas Ammann in wenigstens einer Gastrolle
    Carlo (geb. 1971) am 16.04.2013: Gelungene Krimiserie, die eigentlich doch mal fürs Kino neu aufgelegt werden könnte! Wie wäre es, Bully Herbig?

    Graf Yoster gibt sich die Ehre – News

    Cast & Crew

    Dies und das

    Die ARD sendete fünf Staffeln im regionalen Vorabendprogramm. Die Episoden waren anfangs 25 Minuten lang und schwarz-weiß, ab Staffel 3 in Farbe. Als nach der dritten Staffel die Serie schon eingestellt war kam es auf Drängen der Zuschauer zu einer Fortsetzung, von nun an als deutsch-französische Koproduktion. Diese war aber weniger erfolgreich, so dass die Serie nach der fünften Staffel endgültig eingestellt wurde. Die 14 Episoden der vierten Staffel hatten doppelte Länge und wurden in einigen Regionalprogrammen in jeweils zwei Folgen gezeigt, wodurch die Angaben über die Folgenanzahl zwischen 45 und 76 schwanken.

    Einen kurzen Crossover-Moment findet man in Folge 36: Der Exganove und Chauffeur Johann, gespielt von Wolfgang Völz, trifft auf einen Mann, der von Konrad Georg gespielt wird. Dieser hatte in „Kommissar Frextag“ Völz als flüchtigen Bankräuber verhaftet. (1. Staffel, Folge 15). Konrad Georg fragt „Was gucken Sie so?“ Und Völz antwortet „Sie erinnern mich an jemanden.“ Georg erwidert nickend: „Ja, ich bin’s! Auf Wiedersehen, Herr Weinhofer!“ und geht. Und auf die Frage seiner Begleitung erklärt Völz, „ … der hat mich mal in die Sommerfrische geschickt“.

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    62-tlg. dt. Krimiserie.

    Graf Yoster (Lukas Ammann) ist Schriftsteller und schreibt Kriminalromane. Nebenbei löst er selbst Kriminalfälle. Dabei wird er von dem charmant-ruppigen Chauffeur Johann (Wolfgang Völz) unterstützt, der Yosters Rolls Royce fährt. Darin gibt es eine kleine Bar, die immer mit ausreichend Cognac gefüllt ist, falls man mal in einem Stau stecken bleibt. Der Graf ist ein vornehmer Mann, stets korrekt gekleidet, mit Melone und Regenschirm, der mit einem Naserümpfen die Einfallslosigkeit heutiger Verbrecher bedauert. Er unterhält gute Beziehungen zur Polizei und erfährt, egal wo er ist, fast alles, was er wissen will.

    Johann hat schon zwei Karrieren hinter sich. Eigentlich heißt er Gotthold Weinhofer, war erst Konditor und dann Ganove. Die Kontakte aus dieser Zeit verhelfen zu den restlichen Informationen. Die Fälle, aus denen der Graf im Anschluss neue Bücher macht, führen in etliche Städte überall in Europa. Fast jede Folge beginnt damit, dass Johann vor dem Rolls Royce im Innenhof von Yosters Schloss steht und der Graf erscheint. „Wohin, Herr Graf?“, fragt Johann, und der Graf antwort z. B.: „Nach Cannes, Johann.“ Nach dem erfolgreichen Abschluss eines Falls befiehlt Yoster stets: „Nach Hause, Johann.“

    Die Frage nach Täter oder Motiv stand selten im Mittelpunkt der humorvollen Krimis, wichtiger war, auf welch kunstvollen Umwegen der Graf die Schuldigen dazu bringen würde, sich selbst zu entlarven. Oft genug hätte er schon nach fünf Minuten den Bösewicht verhaften lassen können, aber das hätte ihn vermutlich noch mehr gelangweilt als das Publikum. Liebevoll und manchmal selbstironisch brachten die Autoren den Grafen in abwegige Situationen, um ihn seine grenzenlose Contenance beweisen zu lassen. Johann, Chauffeur, Bodyguard und Mann fürs Grobe, war eine Traumrolle für Wolfgang Völz. Der Mann war ein Schlägertyp, der formvollendete Manieren gelernt hatte und sie jedem einprügelte, der sie vermissen ließ.

    Die ARD sendete fünf Staffeln der humorvollen Krimiserie im regionalen Vorabendprogramm. Die Episoden waren anfangs 25 Minuten lang und schwarz-weiß, ab Folge 25 in Farbe. Die 14 Episoden der vierten Staffel hatten doppelte Länge und wurden in einigen Regionalprogrammen in jeweils zwei Folgen gezeigt.

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