• Folge 155 (30 Min.)
    Bild: Arte
    Die eine Supermacht geht, die andere kommt? Mit Beginn des Ukraine-Kriegs stellen sich die Länder Zentralasiens breiter auf, um die Abhängigkeit von Russland zu reduzieren. Ein Global Player profitiert besonders: 2025 ist China zum wichtigsten Wirtschaftspartner der Region aufgestiegen. In Tadschikistan wurde das Parlamentsgebäude mit chinesischen Geldern gebaut. In Kasachstan und Usbekistan entstehen Wind- und Solarparks. In Kirgistan und den Nachbarländern schürft China Gold und Seltene Erden. Läuft Zentralasien Gefahr, ausgebeutet zu werden? Und sich ganz in den Dienst Chinas zu stellen? Das befürchtet Timur. Der usbekische Fotograf macht sich in Taschkent auf die Spur – zwischen Relikten der Sowjetzeit und neuen chinesischen Wolkenkratzern. Er spricht mit Usbeken und mit chinesischen Händlern. Wer profitiert von der neuen Partnerschaft? Mit den Investitionen entstehen auch neue Jobs. „Tracks East“ begleitet einen Trucker aus Kirgistan auf dem Asphalt der neuen Seidenstraße. Wer steht unter Druck? In Kasachstan lebt eine große uigurische Minderheit. Deren Heimat liegt direkt auf der anderen Seite der Grenze: im chinesischen Xinjiang. Dort werden viele Uiguren und Angehörige anderer muslimischer Gruppen – wie Kasachen, Kirgisen und Tadschiken – in Lagern festgehalten. Sie durchleiden Zwangsarbeit und Folter. Dina hat über ein Jahr Lagerhaft überlebt und ist nach Kasachstan geflüchtet. Doch dort fühlt sie sich nicht mehr sicher. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 01.08.2026 arte
  • Folge 156 (30 Min.)
    Bevor Maria Kolesnikowa zur Symbolfigur der belarussischen Opposition wurde, war sie professionelle Musikerin.
    Momentan stellen sich viele Menschen Fragen über kulturelle Identitäten und mögliche Konfliktlinien im postsozialistischen Raum. „Tracks“ nähert sich behutsam diesen vielschichtigen Themen und holt dafür Kulturschaffende aus dem östlichen Europa an Bord: Tiefe Einblicke in eine komplexe Gegenwart. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 29.08.2026 arte
  • Folge 158 (30 Min.)
    224 Tage, ohne Ablösung: So lange harrten drei Infanteristen in der sogenannten Todeszone aus, jenem Streifen entlang der Front, den die wachsende Reichweite der Drohnen unpassierbar machen. Über den Köpfen ununterbrochen das Surren der Drohnen, die jede Bewegung registrieren. Rauskommen ist unmöglich: Der Moment der Ablösung gilt als der tödlichste. Also verstecken und warten. Versorgt werden die drei allein von Maschinen – Munition, Wasser, Essen kommen auch über Drohnen und Bodenroboter. „Tracks East“ zeigt, was der Drohnenkrieg bedeutet, und fragt: Was macht das mit den Menschen in der Ukraine und in Russland, die ihm tagtäglich ausgeliefert sind? Da ist zum einen der Infanterist, der die Todeszone überlebt hat. Zum anderen ist der Drohnenpilot, der Hunderte Kilometer von der Front entfernt russische Shahed-Drohnen abwehrt, aus einem Büro heraus. „Tracks East“ trifft auch einen Ex-Kriegsdienstverweigerer, den ein Rekrutierungsteam der ukrainischen Rekrutierungsbehörde TZK (Territoriale Zentren für Personalgewinnung und soziale Unterstützung) auf offener Straße aufgriff und einzog. Jetzt arbeitet er als Programmierer für Bodenroboter und hofft, dass durch neue Technologien auch weniger Menschen an die Front müssen. In einem Dorf im Donbass nahe der Front, geschützt durch improvisierte Anti-Drohnen-Netze, schildern Bewohner ihren Alltag unter ständiger Bedrohung aus der Luft. Kurz nach den ukrainischen Angriffen auf russische Raffinerien wurde die lokale Tankstelle angegriffen. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 05.09.2026 arte
  • Folge 159 (30 Min.)
    Europa spricht oft von gemeinsamen Werten und dass alle Länder gleichberechtigt der europäischen Identität angehören. Und doch haben viele Menschen in Ost- und Mitteleuropa das Gefühl, dass diese Gleichheit nicht immer so selbstverständlich ist. Manche Länder wirken wie Vorbilder, während andere als diejenigen gelten, die noch „aufholen“ sollen. Bestimmte Kulturen prägen das Bild des Kontinents, andere hingegen bleiben eher im Hintergrund. So entsteht der Eindruck einer unsichtbaren Ordnung innerhalb Europas – eine Hierarchie, die offiziell nicht existieren soll, aber im Alltag dennoch spürbar ist. Künstlerinnen wie Pusik drehen den Spieß um und machen aus osteuropäischem Kitsch und Klischees einen Trend. Die Ästhetik der Nullerjahre, die oft den slawischen Alltag und die westeuropäische Konsumkultur vereinte, treibt sie auf die Spitze. Mit Svetlana Del Rey schafft sie ein Alter Ego – die billige osteuropäische Kopie der amerikanischen Diva Lana Del Rey. In ihren Werken verwandelt sie die Träume, Unsicherheiten und Symbole, die mit der Integration Osteuropas in den Westen einhergingen, in eine neue Form digitaler Nostalgie und des Selbstausdrucks. Auch Gleb und Ivan aus Belarus bedienen sich an belarussischen Geschichten mit Cringe-Faktor und wandeln sie in ein Talkformat um. Aus dem Warschauer Exil heraus zerpflücken sie alles, was die regimetreue Medienwelt in Belarus zu bieten hat. Diese Ausgabe von „Tracks East“ zeigt, dass osteuropäische Kunst und Kultur es nicht nötig hat, den Westen nachzuahmen. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 12.09.2026 arte

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