2026/2027

  • Folge 1
    Gehen gegen Gewalt – Betroffene Frauen machen mobil: In Marchtrenk in Oberösterreich hat ein Mann mutmaßlich seine Ehefrau mit Alkohol betäubt und gemeinsam mit einem weiteren Beschuldigten zu Tode vergewaltigt. Seit Beginn dieses Jahres zählen Gewaltschutzorganisationen bereits 18 Femizide und 45 Fälle schwerer Gewalt gegen Frauen. „Es beginnt schon früh, wenn Kinder sehen, wie Eltern miteinander umgehen. Respektlosigkeit und Gewalt sind da oft etwas Normales“, sagt Brigitta Scharinger, deren Tochter Jenni einem Femizid zum Opfer gefallen ist. Sie sieht es als ihre Aufgabe, gemeinsam mit anderen betroffenen Frauen aufzuklären und für mehr Prävention und Opferschutz zu kämpfen. „Besonders am Land wird oft weggeschaut. Häusliche Gewalt wird als Privatsache angesehen“, sagt die gebürtige Niederösterreicherin und Gewaltopfer Renate Montigel vom Verein „Frauen für Frauen“. „Thema“ hat die Teilnehmerinnen beim „Gehen gegen Gewalt“ im Weinviertel begleitet. Eva Kordesch und Andrea Poschmaier berichten. Wem gehört der Berg? „Halt dein Maul, ich bin Bergführer!“ Eine auf Video aufgezeichnete Auseinandersetzung zwischen einem steirischen Bergführer und zwei Bergsteigern aus Polen am Großglockner sorgt für Aufregung und wirft Fragen auf: Welche Vorbildfunktion haben Bergführerinnen und Bergführer? Wie gehen wir miteinander um am Berg? Was ist aus dem vielbeschworenen Zusammenhalt am Berg geworden? Allein den Großglockner erklimmen pro Jahr mehr als 5.000 Menschen. Sind im Wettlauf nach Erlebnissen und Gipfelsiegen Konflikte am Berg vorprogrammiert? Oliver Rubenthaler und Michaela Rädler berichten. Hund statt Kind: „Unsere Hündin ist unser Baby. Wir möchten ihr das schönste Leben bieten“, sagt Jürgen Platzer. Seine Frau und er wollen keine Kinder. Ihre Mini-Bullterrier-Hündin Phoebe hat für sie das Familienglück vor elf Jahren komplett gemacht. Mit dieser Entscheidung sind sie nicht allein. Während Hunde voll im Trend liegen, sinkt die Geburtenrate weiter. Was steckt hinter der bewussten Entscheidung gegen Kinder und warum wollen Menschen trotzdem gerne Verantwortung übernehmen? Savanka Schwarz hat nachgefragt. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Mo. 14.09.2026 ORF 2
  • Folge 2 (45 Min.)
    Der Fall Gunkl – sexueller Missbrauch an Kindern und die Folgen: Der sexuelle Missbrauch an einem damals dreijährigen Mädchen in Wien schockiert ganz Österreich. Tatverdächtig ist der 64-jährige Kabarettist Günther Paal, genannt Gunkl. In einem am Mittwochabend auf Facebook veröffentlichten Video nimmt er Stellung zu den Vorwürfen. Davor erstattete er Selbstanzeige, nachdem die Mutter und die Großmutter des Opfers 189.000 Euro von ihm erpresst haben sollen. Ohne den bekannten Namen und die mutmaßliche Erpressung wäre der Fall einer von vielen Missbrauchsfällen an Kindern in Österreich. Allein im vergangenen Jahr wurden 224 Menschen wegen sexuellen Missbrauchs Unmündiger verurteilt. Was können Polizei, Opferschutzorganisationen und Männerberatungsstellen tun? Eva Kordesch, Oliver Rubenthaler und Savanka Schwarz berichten. Kater gequält und getötet – Verdächtiger in U-Haft: Wieder ein schwerer Fall von Tierquälerei: In Rechnitz im Burgenland steht ein Mann im Verdacht, einen Kater misshandelt, getötet und die Tat mit dem Handy gefilmt zu haben. Der 35-Jährige befindet sich in Untersuchungshaft. Der Fall erinnert an den des getöteten Katers „Schmotzer“ in Tirol. Damals wurden die drei tatverdächtigen Männer freigesprochen, was bei vielen Menschen für Unverständnis sorgte. Die klinische Psychologin Birgit Stetina forscht zu Mensch-Tier-Beziehungen und sagt: „Für viele Straftäter hat die Gewalt bei Tieren angefangen“. Laura Mlakar und Anne-Maria Neubauer gehen der Frage nach, warum es immer wieder zu solchen Taten kommt. Häuslbauer – Platzt der Traum vom Eigenheim? „Ich hab mich einfach total überschätzt und fast kein Geld mehr, um weiterzumachen“, sagt Nicole Bauer. Seit fünf Jahren lebt sie auf einer Baustelle im Südburgenland. Für sie und für viele andere scheint der Traum vom Eigenheim ausgeträumt. Hauspreise haben sich mehr als verdoppelt, Baugründe sind rar und Baukosten explodieren. „Du verschuldest dich ein halbes Leben lang“, sagt Philipp Hahn, der mit seiner Familie ein Doppelhaus baut. Eine Hälfte will er verkaufen, um seine eigene zu finanzieren. Leon Hoffmann-Ostenhof begleitet Menschen, die sich ihren Traum mit teils ausgefallenen Strategien doch noch erfüllen wollen. Von Beruf Matrose – Arbeiten am Schiff: „Es ist ein total schönes Gefühl, am Steuer zu sitzen“, sagt Fabian Luger. Er ist von Beruf Matrose auf der MS Ossiach. Dass man in diesem Beruf überhaupt eine Lehre absolvieren kann, hat er nur durch Zufall erfahren. Der Ossiacher See in Kärnten ist einer der wenigen Seen in Österreich, wo das möglich ist. Fabian Lugers Traum ist es, danach die Ausbildung zum Schiffsführer, also zum Kapitän, zu machen. Ein Traum, den auch Cornelia Wiesauer verfolgt. „Am Wasser zu arbeiten bedeutet für mich Freiheit“, sagt die 35-jährige Wienerin. Sie ist eine von nur zwei Hafenmeisterinnen in Österreich, in Zukunft will sie den Eisbrecher MS Eisvogel auf der Donau steuern. Eva Kordesch über ungewöhnliche Berufe am Wasser. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 26.09.2026 3satOriginal-TV-Premiere Mo. 21.09.2026 ORF 2
  • Folge 3
    Legionellen – die unsichtbare Gefahr „Ich möchte, dass der Tod meiner Mutter aufgeklärt wird“, sagt Erhard Kollnberger. Im August stirbt seine Mutter, nachdem sie sich mit Legionellen infiziert hat. Ihr Tod ist kein Einzelfall: Heuer sind in Österreich bereits drei Menschen an einer Legionelleninfektion gestorben. In Linz gab es mehr als 30 Erkrankte. Wo sie sich angesteckt haben, bleibt oft ein Rätsel. Kühltürme auf großen Gebäuden in der Umgebung der Infizierten könnten die Quelle der Legionellen sein, die über die Luft übertragen werden. Aber auch Wasserhähne und Duschen kommen als Quellen infrage. Wer trägt die Verantwortung, wenn es zu einer Ansteckung kommt? Was kann man tun, damit sich Legionellen gar nicht erst bilden? Savanka Schwarz und Serhat Türkyilmaz haben recherchiert. Täterkunst: Otto Muehls Werk und der Protest der Betroffenen „Ich kann mir sein Werk nicht anschauen, weil es mich körperlich erinnert. Das ist Retraumatisierung. Das ist eine Bedrohung“, sagt Angèle Tremsal. Die 53-jährige Musikerin ist in den 1980er Jahren als Siebenjährige ohne ihre Eltern in die „Aktionsanalytische Organisation“ gebracht worden. Kinder und Jugendliche wurden in der Sekte am burgenländischen Friedrichshof systematisch psychisch und physisch missbraucht. Der Haupttäter war der Sektenguru und Wiener Aktionist Otto Muehl. Er wurde 1991 zu sieben Jahren Haft verurteilt, 2013 ist er verstorben. Im Wiener Aktionismus Museum widmet ihm der ehemalige Albertina-Chef Klaus Albrecht Schröder eine Retrospektive. Er hält Otto Muehl für einen der bedeutendsten Künstler Österreichs. Betroffene und Verbündete protestieren gegen die Ausstellung. „Jede Institution, die heute Otto Muehl ausstellt, sollte wissen, dass sie Kunst präsentiert, bei deren Produktion Gewalt eine zentrale Rolle gespielt hat“, sagt die Wissenschafterin Elisabeth Schäfer. Wie sollte man mit dem Werk von Otto Muehl umgehen? Pia Bichara hat mit Menschen in Österreich und Deutschland gesprochen, die in der Sekte im Burgenland aufgewachsen sind. Häuslbauer – Platzt der Traum vom Eigenheim? „Ich hab mich einfach total überschätzt und fast kein Geld mehr, um weiterzumachen“, sagt Nicole Bauer. Seit fünf Jahren lebt sie auf einer Baustelle im Südburgenland. Für sie und für viele andere scheint der Traum vom Eigenheim ausgeträumt. Hauspreise haben sich in den letzten Jahren mehr als verdoppelt, Baugründe sind rar und Baukosten explodieren. „Du verschuldest dich ein halbes Leben lang“, sagt Philipp Hahn, der mit seiner Familie ein Doppelhaus baut. Eine Hälfte will er verkaufen, um seine eigene zu finanzieren. Leon Hoffmann-Ostenhof begleitet Menschen, die sich ihren Traum mit teils ausgefallenen Strategien doch noch erfüllen wollen. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Mo. 28.09.2026 ORF 2
  • Folge 4 (45 Min.)
    Österreich: Land der Waffen? „Ich brauche zwei Waffen für die Selbstverteidigung. Eine in der Trafik und eine zu Hause“, sagt Wolfgang Havle. Der Trafikant wurde achtmal überfallen. Mit einer Schusswaffe fühlt er sich sicher. Ob als Sport oder zur Selbstverteidigung: Immer mehr Menschen in Österreich bewaffnen sich. Fast 1,6 Millionen legale Schusswaffen sind bei uns registriert. Rund 38.000 mehr als vergangenes Jahr, obwohl das Waffengesetz verschärft wurde. Das zeigen Zahlen des Innenministeriums, die der Tageszeitung „Der Standard“ vorliegen. Bedeutet eine Waffe wirklich mehr Sicherheit? Laura Mlakar, Flora Neubert und Pia Bichara berichten. Langes Leben – gibt es das Geheimnis der 100-Jährigen? „Ich stehe prinzipiell um acht Uhr auf, dann mache ich mir einen Kaffee, frühstücke, räume alles weg und lese ausgiebig die Zeitung.“ Annemarie Brüller hat vor Kurzem ihren 102. Geburtstag gefeiert. Seit dem Tod ihres Mannes lebt sie allein in ihrer Wohnung im dritten Wiener Gemeindebezirk. „Das Faszinierende an über 100-Jährigen ist, dass sie das nicht als besonderes Ding sehen, sondern sie leben jeden Tag ganz bewusst“, sagt der Altersforscher Thomas Dorner. Was ist das Geheimnis eines langen Lebens? Sylvia Unterdorfer hat mit Menschen gesprochen, die mehr als hundert Jahre alt sind. Bäuerin aus Leidenschaft – Quereinsteigerinnen am Hof „Ich war Juristin bei der niederländischen Finanzmarktaufsicht. In Amsterdam habe ich Martin aus Oberösterreich kennengelernt. Nach eineinhalb Jahren Fernbeziehung bin ich ins Innviertel übersiedelt und heute produziere ich Bio-Heumilch“, sagt Hanneke Feichtenschlager. Quereinsteigerinnen bringen oft frischen Wind auf die Höfe, vor allem, was Nachhaltigkeit und Klimawandelanpassung betrifft. Wie auch eine ehemalige Flugbegleiterin erzählt, die jetzt im Weinviertel Getreide anbaut. Eine THEMA-Reportage von Serhat Türkyilmaz und Markus Waibel. Austropop gestern und heute – Georg Danzer wäre 80 Auch wenn sein Tod schon fast 20 Jahre zurückliegt – Georg Danzer hat bis heute viele Fans, darunter auch viele junge Menschen. Eine ganze Reihe von Musikerinnen und Musikern singt heute wieder im Wiener Dialekt und nimmt Anleihen am Wienerlied und dem Austropop der 1970er und 80er Jahre. Die erfolgreiche Wiener Band Laurenz Nikolaus gehört dazu. In ihrer Musik spiegelt sich die Melancholie und der Schmäh aus Georg Danzers Liedern wider. Und auch an den Themen, die damals bewegt haben, hat sich heute wenig geändert. Eva Kordesch blickt zurück auf die Gedankenwelt Georg Danzers und begleitet die Band Laurenz Nikolaus ins Studio. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 10.10.2026 3satOriginal-TV-Premiere Mo. 05.10.2026 ORF 2
  • Folge 5 (45 Min.)
    Original-TV-Premiere Mo. 19.10.2026 ORF 2
  • Folge 6 (45 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 07.11.2026 3satOriginal-TV-Premiere Mo. 02.11.2026 ORF 2
  • Folge 7 (45 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 14.11.2026 3satOriginal-TV-Premiere Mo. 09.11.2026 ORF 2

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