• Folge 31 (50 Min.)
    Marcia Haydée tanzte in der Choreographie von John Cranko die Rolle der Tatjana. – Bild: Thomas Bresinsky/​Sounding Images
    Marcia Haydée tanzte in der Choreographie von John Cranko die Rolle der Tatjana.
    Im Jahr 1961 konnte der Intendant des Stuttgarter Theaters den in London lebenden jungen Südafrikaner John Cranko überreden, die Leitung des damals kaum bekannten Stuttgarter Balletts zu übernehmen. Cranko gelang es binnen weniger Jahre, das Ensemble zu einer der erfolgreichsten Compagnien der Welt zu machen. Wohl an keinem seiner Werke lässt sich besser zeigen, was Crankos Kunst ausmacht, als an „Onegin“. Das Stück, das auf Alexander Puschkins Versroman „Eugen Onegin“ zurückgeht und ohne Worte auskommt, wurde 1965 am Stuttgarter Ballett uraufgeführt. Die Musik hat Kurt-Heinz Stolze aus verschiedenen Werken von Peter Tschaikowsky zusammengestellt und orchestriert. Vor allem die gestraffte Neufassung von 1967 gilt als Crankos größter Erfolg und steht nach wie vor bei vielen Ballettcompagnien weltweit auf dem Spielplan. Cranko rafft Puschkins Roman, indem er das Drama auf fünf Figuren bündelt, mit der tragischen Liebesgeschichte zwischen Tatjana und Onegin im Mittelpunkt. Die Tanzszenen der beiden sind absolute Höhepunkte, die Psychologie der Figuren wird in jeder Bewegung deutlich. So zeigte Cranko, dass die Pas de Deux nicht nur tänzerische Höhepunkte eines Balletts sind, sondern Träger der Handlung sein können. Als Cranko ankündigte, seinen „Onegin“ 1971 auch in Moskau zu zeigen, war das russische Publikum sehr misstrauisch. Cranko hatte es mit gleich zwei „heiligen“ Werken der russischen Kultur aufgenommen, mit Puschkins Roman und mit Tschaikowskys Oper. Doch die Aufführung in Moskau wurde Crankos größter Triumph. Kurz danach starb er völlig überraschend im Jahr 1973. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere So. 18.10.2026 arte
  • Folge 32 (43 Min.)
    Anne-Sophie Mutter verbindet mit John Williams eine langjährige musikalische Freundschaft. Sie interpretiert seine Werke seit Jahrzehnten auf den großen Konzertbühnen der Welt.
    Diese „Sternstunde der Musik“ lädt ein zu einer Begegnung mit einem der bedeutendsten Filmkomponisten unserer Zeit. Im Mittelpunkt steht das Gala-Konzert „A John Williams Celebration“ in der Walt Disney Concert Hall in Los Angeles am 30. September 2014. Der junge Gustavo Dudamel, Bewunderer und Freund von Williams, dirigiert die Los Angeles Philharmonic durch ein Programm, das die ganze Spannweite von dessen Schaffen entfaltet – von den großen sinfonischen Klangwelten bis zu seinen leisen, zutiefst menschlichen Kompositionen. Zwischen den musikalischen Höhepunkten öffnen Erinnerungen und Gespräche den Blick auf den Menschen hinter den weltberühmten Melodien. Musikerinnen und Musiker wie Anne-Sophie Mutter, Itzhak Perlman oder die Filmmusikkomponisten Ramin Djawadi („Game of Thrones“) und Alex Komlew sprechen über einen Künstler, dessen Bescheidenheit ebenso beeindruckt wie seine schöpferische Kraft. Williams’ Musik verleiht den Geschichten Hollywoods einen Funken Magie – und begeistert auch, wenn sie einmal nicht für das bewegte Bild komponiert wurde. Den emotionalen Höhepunkt des Konzertabends bildet John Williams selbst, wenn er den ikonischen „Imperial March“ aus „Star Wars“ dirigiert. Als schließlich Darth Vader die Bühne betritt, begegnen sich Popkultur und Konzerttradition in einem augenzwinkernden Moment, der den Saal begeistert. Fünf Oscars, 27 Grammys und viele weitere Auszeichnungen markieren eine einzigartige Karriere. John Williams wurde nicht über Nacht zur Legende. Seine Musik ist über Jahrzehnte gewachsen – und mit ihr ein Klang, der Generationen verbindet. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere So. 25.10.2026 arte

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