Staffel 2

Staffel 2 von Phänomenale Natur startete am 19.04.2023 auf arte.tv und am 26.04.2023 bei arte.
  • Staffel 2, Folge 1 (43 Min.)
    Die Fichten des Kaindy-Sees sind unter Wasser mit geheimnisvollen Algen bedeckt. – Bild: French Connection Films/​Duo2 TV/​Ushuaia TV /​ © French Connection Films/​Duo2 TV/​Ushuaia TV
    Die Fichten des Kaindy-Sees sind unter Wasser mit geheimnisvollen Algen bedeckt.
    Im Herzen des philippinischen Archipels erheben sich auf der Insel Bohol 1.268 majestätische kakaobraune Hügel, die Chocolate Hills, auch Schokoladenhügel genannt. Sie bilden eine der schönsten Landschaften der Erde, die seit 2006 zum UNESCO-Welterbe zählen. Die Insel wurde erst vor zwei Millionen Jahren vom asiatischen Kontinent abgetrennt und beherbergt eine einzigartige Flora und Fauna. Im Untergrund der Insel liegen über 1.400 Höhlen, in denen 35 Fledertierarten leben. Bohol beheimatet aber nicht nur das größte Fledertier der Welt – den Goldkronen-Flughund -, sondern auch den kleinsten Primaten – den Philippinen-Koboldmaki -, einen Riesengleiter – den Philippinen-Gleitflieger – sowie Hunderte Vogel- und Affenarten. Der jadegrüne Fluss Loboc schlängelt sich durch die jahrhundertealten Wälder und mündet schließlich ins Meer. Die nährstoffreichen Gewässer versorgen dabei die Tiere und Pflanzen der Mangrovenwälder und Korallenriffe. Im Meer vor Bohol lebt eine Vielzahl von Schildkröten-, Wasserschlangen-, Fisch- und Haiarten, wie beispielsweise der Fuchshai. Mittlerweile wird das fragile Ökosystem Bohols allerdings durch Entwaldung, Dynamitfischerei und landwirtschaftlichen Praktiken bedroht, die immer folgenschwerer in den Lebensraum der Tiere eingreifen. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Mi. 19.04.2023 arte.tvDeutsche TV-Premiere Mi. 26.04.2023 arte
  • Staffel 2, Folge 2 (43 Min.)
    Trotz des semiariden Klimas ist die Südküste Sri Lankas eine sehr fruchtbare Gegend. Der Menik Ganga versorgt den Yala-Nationalpark mit seiner reizvollen Landschaft aus Küstenlagunen, Granitmonolithen, weiten Savannen und ausgedehnten Wäldern mit Süßwasser. Der Fluss, der in der Mitte der Insel entspringt, tränkt die tentakelförmigen Wurzeln der Bäume, sodass die Vegetation das ganze Jahr über grün bleibt und die Tierwelt prächtig gedeiht. Auch die vielen Tümpel, Teiche und Reservoire, die vor mehr als 2.500 Jahren von den Angehörigen einer indoarischen Zivilisation gegraben wurden, führen Süßwasser. Der Yala-Nationalpark ist daher die Heimat großer Populationen von Elefanten, Leoparden, Lippenbären und Affen. Die besten Biologinnen und Biologen der Inselnation sind im Einsatz und betreuen dieses wichtige Schutz- und Beobachtungsgebiet, um das Überleben der Arten zu sichern. Ranger gehen gegen Wilderei, eindringende Viehherden und illegale Jagd vor. Im von Wirtschaftskrisen gebeutelten Sri Lanka bekommen die unberührten Gebiete des Yala-Nationalparks und die dort beheimatete einzigartige Tierwelt den Druck der Tourismusbranche ebenso zu spüren wie den der Landwirtschaft, die das Reservat von allen Seiten umgibt. Konflikte zwischen Mensch und Elefant führen oft dazu, dass die unerschrockenen Dickhäuter die Ernte plündern, was sie dann häufig mit ihrem Leben bezahlen. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen helfen den ländlichen Gemeinden dabei, Zäune zu errichten, die die Äcker schützen, die Tiere aber nicht verletzen. Sie empfehlen außerdem die Einrichtung von ökologischen Korridoren, damit die Tiere von einem Schutzgebiet zum anderen wechseln können und die genetische Vielfalt der bedrohten Arten erhalten bleibt. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Do. 14.09.2023 arte.tvDeutsche TV-Premiere Do. 21.09.2023 arte
  • Staffel 2, Folge 3 (43 Min.)
    Der Daintree-Regenwald ist das Überbleibsel eines einst noch größeren Waldgebietes und bezieht seine Energie aus den Küstenwolken, aus denen sich ergiebiger Regen über die umliegenden Berge ergießt. Die daraus entstehenden Wasserläufe versorgen den Boden großzügig mit Nährstoffen. Dank dieses Kreislaufs hat die tropische Vegetation des Daintree-Regenwalds die Zeiten überdauert und den geologischen und klimatischen Umwälzungen standgehalten. In dem weltweit einzigartigen Schutzgebiet leben 3.000 Pflanzen-, 400 Vogel- und über 100 Säugetierarten, von denen viele sonst nirgendwo zu finden sind. Einige von ihnen wurden erst Ende der 90er Jahre entdeckt. Bäume und Pflanzen stehen in enger Wechselbeziehung mit den sie bewohnenden Insekten, Vögeln und anderen Kreaturen. Wie etwa der Helmkasuar, der für die Regeneration des Waldes und den Erhalt seiner Biodiversität eine zentrale Rolle spielt. Unter dem dichten Blätterdach ist auch einer der größten Baumbewohner Australiens zu Hause: das Lumholtz-Baumkänguru. Es überlebt seit Jahrmillionen dank des reichlichen Nahrungsangebotes in luftiger Höhe sowie des Umstands, dass es in Australien keine Primaten gibt. In den Flüssen pflanzt sich das Leistenkrokodil fort. Der Mangrovenwald erfüllt eine unverzichtbare Filterfunktion für das Wasser, das das Great Barrier Reef speist. Er beliefert das größte Korallenriffsystem der Welt mit Nährstoffen, die von Tausenden hier beheimateter Wasserlebewesen benötigt werden. Extrem wichtig ist der Papageienfisch, da er die Korallen reinigt. Doch trotz seiner Schönheit und seiner ökologischen Bedeutung ist der tropische Daintree-Regenwald ernsthaft bedroht. Um gegen die Entwaldung und die Folgen der industriellen Entwicklung anzukämpfen, engagieren sich Bürgerinnen und Bürger in Vereinen und nehmen Messungen vor, die sie der Forschung zur Verfügung stellen. Manche kaufen sogar brachliegendes Land und forsten es wieder auf, um die Vielfalt des Ökosystems zu erhalten. Dass der Daintree-Nationalpark seit 1988 zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört, veranschaulicht seinen außergewöhnlichen Wert. Die Regierung von Queensland hat vor Kurzem die Rückgabe des Grund und Bodens an die indigenen Völker verfügt. Eine bedeutende Entscheidung, die die traditionelle Verbindung der Indigenen zu ihrem Land und deren Rolle als Hüter dieses wertvollen Ökosystems anerkennt. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 15.09.2023 arte.tvDeutsche TV-Premiere Fr. 22.09.2023 arte
  • Staffel 2, Folge 4 (42 Min.)
    Das von Flussläufen und Sümpfen durchzogene Pantanal ist das größte Binnenfeuchtgebiet der Welt. Auf seiner weitläufigen, vom Menschen nur dünn besiedelten Fläche leben zahlreiche Tierarten wie Jaguare, Tapire, Kaimane, Riesenotter, Ameisenbären, Capybaras und Hyazinth-Aras. Jede Spezies hat in diesem Biotop eine regulierende und regenerative Funktion. Sollte eine von ihnen aussterben oder verdrängt werden, droht ein ganzes Ökosystem zugrunde zu gehen. Seit Jahrzehnten versuchen Forschende, lokale Behörden und die internationale Gemeinschaft davon zu überzeugen, dieses fragile Gleichgewicht zu bewahren. Sie beobachten die Entwicklung der Tierpopulationen, insbesondere die der Raubtiere an der Spitze der Nahrungskette. Im Herzen des Pantanal leben unter anderem die größten Jaguare Südamerikas. Mit über 5.000 Exemplaren regulieren sie den Bestand ihrer Beute und sorgen untereinander für die nötige genetische Vielfalt. Biologenteams beobachten die Raubkatzen mit Hilfe von Kameras mit Bewegungsmeldern und helfen den Viehzüchtern, geeignete Schutzmaßnahmen für ihr Vieh zu ergreifen. Außerdem forsten die Forschenden abgeholzte Gebiete wieder auf, errichten Nistplätze für Aras und setzen sich für die Einrichtung von Auffangstationen ein. Im Kampf gegen die Waldbrände, die immer häufiger große Teile dieses einzigartigen Gebiets zerstören, setzen sie auf endemische Pflanzen sowie auf eine bessere Regulierung von Landwirtschaft und Viehzucht. Dafür wird eine Ausweitung der Wildtier-Schutzzonen angestrebt, die sich derzeit auf 300.000 Hektar beschränken – und damit auf lediglich zwei Prozent der Gesamtfläche des riesigen Pantanal-Gebiets. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 01.06.2024 arte.tvDeutsche TV-Premiere Mo. 08.07.2024 arte
  • Staffel 2, Folge 5 (43 Min.)
    Im Nationalpark Torres del Paine im äußersten Süden Chiles zeigt sich Patagonien von seiner schönsten Seite: Verschneite Gipfel und Gletscher wechseln sich ab mit endlos weiten Ebenen und klaren Seen. Der Pazifik sorgt für Regen über der weitläufigen Steppe. In dieser windumtosten Gegend leben wilde Lamas, Guanakos, Pumas, Füchse und Andenkondore. Durch Jagd und Viehzucht wurden die Tiere Mitte des letzten Jahrhunderts beinahe ausgerottet und auch ein Großteil der Grasflächen und Wälder ist zerstört worden. Seit Gründung des Nationalparks hat sich der Tierbestand erholt, die Bäume wachsen wieder, und im Schutz des neuen Laubwerks findet das Ökosystem zu seiner alten Vielfalt zurück. Allerdings sind andere Gefahren hinzugekommen: Trockenheit, Brände, die von unvorsichtigen Touristen aufgelöst werden, und die illegale Tötung von Pumas. An den Rändern des Parks erschießen Viehzüchter die Raubkatzen weiterhin, wenn diese ihre Herden angreifen. Wissenschaftler und Umweltschützer kämpfen mit neuen Mitteln für den Erhalt der Artenvielfalt und ein nachhaltiges Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 01.06.2024 arte.tvDeutsche TV-Premiere Di. 09.07.2024 arte
  • Staffel 2, Folge 6 (43 Min.)
    Im Südosten Venezuelas liegt der Nationalpark Canaima. Die Landschaft, bestehend aus riesigen Flächen tropischen Regenwalds, trockeneren Savannen und mächtigen Sandstein-Tafelbergen, den sogenannten Tepuis, beherbergt eine einzigartige Tier- und Pflanzenvielfalt. Die Hochplateaus der Tafelberge sind durch steile Felswände vom Rest des Dschungels abgeschottet und bilden eine Art steinerne Mondlandschaft. Die hier beheimateten Lebewesen – darunter insektenfressende Pflanzen und besondere Kröten – haben beeindruckende Strategien entwickelt, um den extremen Niederschlägen und Temperaturen standzuhalten. Zudem ist das Hochland einer so starken Erosion ausgesetzt, dass im Boden Quarzkristalle sichtbar werden. Das Biosphärenreservat Canaima gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe. In seinem üppigen Regenwald tummeln sich seltene Arten wie die Anakonda, die Boa constrictor, der Gelbgebänderte Baumsteiger oder der Südamerikanische Riesenotter. Diese Vielfalt wird jedoch durch den zunehmenden Tourismus, illegale Goldminen und die Nutzung durch die stetig steigende Bevölkerung gefährdet. Forschungsgruppen reisen in die abgelegenen Gebiete, um den Bestand neuer Arten zu erfassen, die Biotope zu erkunden und deren Schutz zu verbessern. Gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung erproben die Forschenden neue, schonendere landwirtschaftliche Methoden. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 01.06.2024 arte.tvDeutsche TV-Premiere Mi. 10.07.2024 arte
  • Staffel 2, Folge 7 (52 Min.)
    Der Grand Canyon ist die Heimat unzähliger Tierarten, darunter Dickhornschafe. Ihr Revier liegt am trockenen Südrand der Schlucht.
    Im Westen der USA liegt der Grand Canyon, eines der großen Naturwunder der Erde. Über Jahrmillionen wurde er durch den Colorado River über eine Strecke von 445 Kilometern ins Gestein gegraben. 1919 als Nationalpark unter Schutz gestellt, beherbergt er trotz unwirtlicher Lebensbedingungen eine beeindruckende Artenvielfalt. Die Steilhänge des Canyons bieten Lebensraum für den erfolgreich wieder angesiedelten Kalifornienkondor, der Ende der 1980er Jahre kurz vor dem Aussterben stand. Am trockenen Südrand liegt das Revier von Felsenzieseln, Eulen, Dickhornschafen und Pumas. Der kühlere, bewaldete Nordrand mit einem der letzten Gelb-Kiefernwälder ist Heimat für Bisonherden, Wapitis, Maultierhirsche und Waschbären, und an den Flussufern der inneren Schlucht tummeln sich Biber und zahlreiche Vogelarten. Gleichzeitig steht der Grand Canyon vor ernstzunehmenden Bedrohungen: fünf Millionen Besucherinnen und Besucher jährlich, der Bau eines Staudamms, Uranabbau und Klimawandel bedrohen sein fragiles Gleichgewicht. Der Schutz dieses geologischen Naturdenkmals mit seinen diversen Ökosystemen erfordert konkrete Aktionen, darauf drängen insbesondere die elf indigenen Stämme des Gebiets. Aber über die Artenvielfalt und das indianische Kulturerbe hinaus steht der Grand Canyon vor allem für den Artenreichtum und gleichzeitig das fragile Gleichgewicht unserer Umwelt, die für die künftigen Generationen erhalten werden muss. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Do. 11.12.2025 arte.tvDeutsche TV-Premiere Do. 18.12.2025 arte

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