ZDF zeigt neue Krimiserie „Blochin“ als Event-Programmierung

    Jürgen Vogel darf als gebrochener Ermittler drei Abende in Folge ran

    Marcus Kirzynowski
    Marcus Kirzynowski – 11.08.2015, 13:54 Uhr

    „Blochin“ mit Jürgen Vogel und Thomas Heinze – Bild: ZDF / Stephan Rabold
    „Blochin“ mit Jürgen Vogel und Thomas Heinze

    Lange hat es gedauert, bis das ZDF einen Sendeplatz für seine neue Prestigeserie „Blochin – Die Lebenden und die Toten“ gefunden hatte. Wie der Sender jetzt ankündigte, wird er dabei auch bei der Programmierung neue Wege gehen: Die ungewöhnliche Serie von Regisseur und Autor Matthias Glasner soll an drei aufeinander folgenden Abenden komplett ausgestrahlt werden.

    Wie berichtet, wird die 90-minütige Auftaktfolge am Freitag, den 25. September um 20.15 Uhr zu sehen sein, also auf einem der gewohnten Krimisendeplätze im Hauptabendprogramm. Weiter geht es dann aber nicht im wöchentlichen Rhythmus, sondern bereits am nächsten Abend, Samstag, den 26. September mit drei Folgen am Stück, ebenfalls ab 20.15 Uhr. Um der übermächtigen Konkurrenz durch den „Tatort“ im Ersten aus dem Weg zu gehen, ist die letzte Episode dann am Sonntag, den 27. September um 22.00 Uhr zu sehen.

    Jürgen Vogel spielt Blochin, den Mann ohne Vornamen, der schon einmal für tot erklärt worden ist und mittlerweile gemeinsam mit Dominik Stötzner (Thomas Heinze) bei der Mordkommission 7 in Berlin arbeitet. Blochin ist zudem mit Dominiks Schwester Inka (Maja Schöne) verheiratet. Bevor er sich entschied, Polizist zu werden, war er auf der anderen Seite des Gesetzes unterwegs. Nun muss er gegen seine alten Freunde aus der Club- und Drogenszene ermitteln. Seine Arbeit wird zudem vom BKA torpediert – auf Anweisungen des Innensenators, mit dessen Staatssekretärin (Jördis Triebel) Dominik eine heimliche Affäre hat. Doch der Fall zieht noch weit größere Kreise, von denen auch Blochins Familie und sogar Berliner Politiker nicht unberührt bleiben.

    Der Fünfteiler von Regisseur und Drehbuchautor Matthias Glasner, der die Folgen gemeinsam mit anderen Autoren in einem sogenannten Writers’ Room entwickelte, sollen laut ZDF Lebensalltag, Familiengeschichte, Politthriller und Krimi mit einer verstörenden Reise in die Vergangenheit des Protagonisten verbinden. Dabei entstehe „ein Schuld-und-Sühne Thriller, der die Grenzen von Gut und Böse auflöst“.

    Jürgen Vogel spielte bereits in mehreren Werken Glasners eine Hauptrolle, so in der ambitionierten ZDF-Krimiserie „KDD – Kriminaldauerdienst“, dem kontrovers aufgenommenen Vergewaltiger-Drama „Der freie Wille“ und zuletzt in dem psycholgischen Kinodrama „Gnade“. Glasner inszenierte im Krimibereich auch bereits den ungewöhnlichen letzten „Tatort“ mit Cenk Batu: „Die Ballade von Cenk und Valerie“.

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