Vin Diesel (hier mit Daniela Melchior in „Fast & Furious 10“) hatte auf der Upfront-Show frohe Kunde im Gepäck
Bild: Universal Pictures International Germany GmbH
Spekuliert wurde schon seit Monaten. Nun steht endlich fest, dass das erfolgreiche „Fast & Furious“-Kino-Franchise von Universal Pictures (Auftaktfilm: „The Fast and the Furious“) auch die kleinen Bildschirme im Live-Action-Gewand erobern soll. Bei der Upfront-Veranstaltung von NBCUniversal verkündete Reihenstar und -produzent Vin Diesel am Montag, dass im Auftrag von Peacock gleich vier Serien das erzählerische Universum erweitern sollen.
Ungenannten Quellen zufolge ist allerdings erst eine dieser Spin-offs beim Streamingdienst konkret in Arbeit. Die Ideen für drei weitere Ableger befinden sich im Haus der Produktionsschmiede Universal Television (Teil der Universal Studio Group) in verschiedenen Entwicklungsstadien. Bei der offiziell bestellten Serie ist Diesel als ausführender Produzent involviert. Die Pilotfolge verfassen Wolfe Coleman und Mike Daniels, der für NBCUniversal bereits „The Rockford Files“, eine Neuauflage von „Detektiv Rockford: Anruf genügt“ (fernsehserien.de berichtete), auf den Weg bringen soll.
Inhaltliche Informationen zu der feststehenden, von Universal Television verantworteten und von Vin Diesel mitbetreuten „Fast & Furious“-Ausweitung gibt es bislang nicht. Als weitere Executive Producer werden jedoch Samantha Vincent, Neal Moritz, Pavun Shetty, Jeff Kirschenbaum und Chris Morgan genannt, von denen bis auf Shetty alle mit dem Kino-Franchise in Verbindung stehen. Morgan wirkte dabei nicht nur als Produzent, sondern wiederholt auch als Drehbuchautor mit.
Warum die mit einem Einspielergebnis von mehr als 7 Milliarden Dollar ungemein erfolgreiche Saga jetzt, 25 Jahre nach ihrem Start, als Live-Action-Produktion den Sprung in die Fernseh- bzw. Streamingwelt wagt, erklärte Vin Diesel während der Upfront-Veranstaltung so: „Wie ihr alle wisst, liegen uns diese Filme sehr am Herzen. Aber im letzten Jahrzehnt haben wir erkannt, dass die Fans mehr wollen – sie wollen, dass wir die etablierten Figuren und ihre Geschichten weiter ausbauen.“ Großen Anteil an der Entscheidung habe laut dem Reihenhauptdarsteller zudem die Personalie Donna Langley gehabt. Als die Chefin von Universal Studios im letzten Jahr auch die Aufsicht über den TV-Bereich von NBCUniversal übernommen habe, habe Diesel sich endgültig mit dem Ausbau anfreunden können. Von diesem Moment an sei ihm klar gewesen, dass die Integrität der Figuren, die internationale Anziehungskraft und das, was Macher und Fans wie eine Familie fühlen lässt, auch im Fernsehbereich erhalten bleiben würden.
Die von Peacock bestellte Realfilmserie ist übrigens nicht der einzige „Fast & Furious“-Ableger, an dem Vin Diesel, Neal Moritz und Chris Morgan als Executive Producer beteiligt sind. Im Auftrag von Netflix soll DreamWorks Animation ein animiertes Spin-off herstellen.
Anlässlich der 25-Jahr-Feier der Reihe gibt es bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes diesen Monat ein Special Screening des Originalfilms, dem Diesel und Moritz beiwohnen. Der deutsche Kinostart des finalen „Fast & Furious“-Kapitels „Fast Forever“, des dann elften Teils, ist für den 16. März 2028 anvisiert. Ob wir bis dahin schon serielle PS-Action zu sehen bekommen?