„Top Gear“: Jeremy Clarkson für Sabine-Schmitz-Tribut zu Besuch

    Würdigung für an Krebs verstorbene Motorsportlerin und Moderatorin

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 07.04.2021, 11:59 Uhr

    Im „Top Gear“-Tribut wird auch eine frühe Kooperation von Sabine Schmitz (r.) und Jeremy Clarkson gezeigt – Bild: BBC
    Im „Top Gear“-Tribut wird auch eine frühe Kooperation von Sabine Schmitz (r.) und Jeremy Clarkson gezeigt

    Als es zum Bruch zwischen Jeremy Clarkson und den Produzenten der britischen Auto- und Motorsport-Show „Top Gear“ kam, hinterließ das tiefe Gräben. Die werden nun für einen Tribut für die langjährige Kollegin Sabine Schmitz überwunden, die am 16. März diesen Jahres nach einem langen Krebsleiden im Alter von 51 Jahren verstorben war.

    Bis 2015 hatte Jeremy Clarkson mit seinen Kollegen Richard Hammond und James May für eine Hochzeit bei „Top Gear“ gesorgt. Nach einer körperlichen Auseinandersetzung mit Clarkson, in deren Folge einer der „Top Gear“-Produzenten ein Krankenhaus aufsuchte, war Clarksons Vertrag nicht verlängert worden. Hammond und May folgten ihm – und das Trio erhielt bei Amazon seine neue Show „The Grand Tour“.

    Sabine Schmitz war in der Nähe des Nürburgrings aufgewachsen und lange Jahre als Motorsportlerin erfolgreich. Wegen der Erfolge sowie der einschlägigen „Ortskenntnis“ auf ihrer Hausstrecke kam Schmitz zum Spitznamen „Königin des Nürburgrings“. 2002 war sie erstmals als „Fremdenführerin“ für Clarkson am Nürburgring im britischen TV aufgetreten. Es folgten weitere Auftritte auf ihrer Hausstrecke und unter dem Dach von „Top Gear“, die schließlich auch für Schmitz zu einer Moderatorentätigkeit bei DMAX führten. Nach Clarksons Rauswurf gehörte Schmitz zum für Staffel 23 neu aufgestellten Moderatorenteam von „Top Gear“, das vom britischen Moderator Chris Evans und Matt LeBlanc angeführt wurde.

    Allerdings kam das Format mit dem neuen Team nicht auf alte Zuschauerresonanz, Evans nahm nach einer Staffel seinen Hut, LeBlanc folgte zwei weitere Staffeln später – 2019 folgte ein erneuter Umbruch. Schmitz war in den Staffeln 23 und 24 stärker in dem Format präsent, ab Staffel 25 nur noch sporadisch.

    Nachträglich erschloss sich, dass vermutlich auch eine mehrjährige Krebserkrankung und deren Behandlung ursächlich gewesen sein dürfte, die Schmitz im Jahr 2020 gegenüber ihren Fans öffentlich gemacht hatte. Im vergangenen Monat war sie daran schließlich verstorben.

    Die BBC hat die Sonderfolge von „Top Gear“ unter dem Titel „A Tribute to Sabine Schmitz“ bereits bei ihrem iPlayer online gestellt, eine TV-Ausstrahlung soll folgen. Neben zahlreichem Archivmaterial mit Schmitz umfasst der Tribut auch Interviews mit Clarkson und Kollegen.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am

      Das ursprünglich verlinkte youtube-Video wurde von der BBC wegen copyright Gründen gesperrt.
      Aber man findet noch ein anderes Top Gear Sabine-Schmitz Tribute Video auf youtube, wenn man danach sucht.

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