„The Spy“: Sasha Baron Cohen ernst im Trailer zum Netflix-Spionagedrama

    Satiriker in Rolle eines israelischen Nationalhelden

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 29.08.2019, 09:53 Uhr

    Mal in einer ernsten Rolle: Sasha Baron Cohen (3.v.l.) als „The Spy“ – Bild: Netflix
    Mal in einer ernsten Rolle: Sasha Baron Cohen (3.v.l.) als „The Spy“

    Am 6. September veröffentlicht Netflix die sechsteilige Miniserie „The Spy“. Produziert von Gideon Raff, Schöpfer der „Homeland“-Vorlage „Hatufim – In der Hand des Feindes“ und mit Sasha Baron Cohen in der Titelrolle basiert der Sechsteiler auf einer realen Figur.

    Die Handlung von „The Spy“ setzt Ende der 1950er Jahre ein, wo Eli Cohen (Baron Cohen) als Spion für Israel rekrutiert wird. Es gelingt ihm, sich in Damaskus in die syrische High-Society einzuschleichen und hochrangige politische Karriere zu machen, bis zum Chefberater des Verteidigungsministers aufzusteigen.

    Seine Arbeit vereinnahmt Eli allerdings so sehr, dass es ihm bisweilen selbst bei den Heimatbesuchen schwerfällt, die doppelte Identität abzulegen. Noah Emmerich porträtiert Elis Verbindungsmann beim Geheimdienst Mossad, Dan Peleg. In der Rolle von Elis ahnungsloser, sich aber ihre Gedanken machenden Ehefrau Nadia ist Hadar Ratzon-Rotem zu sehen – Nadia muss die gemeinsamen Kinder weitgehend alleine aufziehen und hat erkannt, dass hinter Elis „Regierungsjob“ mehr stecken muss, als ein Bürokratenposten. Waleed Zuaiter („Altered Carbon“) ist ein syrischer Militär, der glaubt, in Eli einen politischen Alliierten gefunden zu haben.

    Trailer zu „The Spy“ (Synchronfassung)

    Trailer zu „The Spy“ (englischer Originalton)

    Letztendlich wurde der reale Cohen Anfang 1965 vom syrischen Regime enttarnt, zum Tode verurteilt und auf Damaskus öffentlich gehängt. In Israel gilt Cohen als Nationalheld, dessen Handlungen einen großen Beitrag zu Israels Erfolg im Sechstagekrieg (1967) hatten und so bis heute die politische Situation im Nahen Osten prägen.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1983) am melden

      Es ist zwar ungewohnt SBC in einer (tot)ernsten Rolle zu sehen, aber es ist genau diese 180°-Wandlung, die aus einem guten Schauspieler einen exzellenten Akteur macht, sprich: wenn alle Facetten des Schauspieldaseins glaubwürdig vermittelt werden können.

      Und das hat SBC (rein vom Trailer her) bereits unter Beweis gestellt; jetzt muß sich dieser Eindruck nur noch über den gesamten Zeitraum dieser interessanten Kurzserie halten.

      Auf jeden Fall ist diese Rolle DER langersehnte Wendepunkt für SBC's Karriere.
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