„The Lottery“: Lifetime setzt düstere SF-Serie ab

    Keine zweite Staffel für Fruchtbarkeitsdrama

    Marcus Kirzynowski
    Marcus Kirzynowski – 18.10.2014, 10:55 Uhr

    „The Lottery“ – Bild: Warner Horizon TV
    „The Lottery“

    Ende September ging in den USA auf dem Kabelsender Lifetime die erste Staffel des dystopischen Dramas „The Lottery“ zu Ende – weitgehend unbeachtet. Schon die erste Folge hatte nur etwas mehr als eine Million Zuschauer erreicht. Nun hat der Sender die Konsequenz aus den enttäuschenden Quoten gezogen und die Serie für beendet erklärt. Es wird demnach keine zweite Staffel geben.

    Dabei klangen das Konzept und die Beteiligten durchaus vielversprechend: Die Idee und das Drehbuch stammten von Timothy J. Sexton, der mit „Children of Men“ schon einmal einen gleichermaßen anspruchsvollen wie erfolgreichen düsteren Zukunftsentwurf über eine kinderlose Gesellschaft geschrieben hatte. Um dieses Thema ging es auch diesmal wieder: Im Jahr 2025 bekommen Frauen keine Kinder mehr, die Menschheit ist vom Aussterben bedroht. Wissenschaftlern gelingt es jedoch, 100 Embryonen erfolgreich zu befruchten. Per staatlicher Lotterie soll nun ausgelost werden, wer sich zu den glücklichen Empfängern zählen darf. Eine stark kontroverse Debatte über Grundrechte und die persönliche Freiheit darüber, eine Familie zu gründen, wird entfacht und die gesellschaftliche Stimmung droht zu eskalieren.

    In den Hauptrollen waren Marley Shelton, Michael Graziadei, Athena Karkanis, David Alpay, Shelley Conn, Yul Vazquez und Martin Donovan zu sehen. Für den eher für seichte romantische Serien und Fernsehfilme bekannten Sender Lifetime war es aber offensichtlich das falsche Serienkonzept. Nach nur zehn Folgen müssen sich die wenigen Fans nun schon wieder von der düsteren Zukunftswelt verabschieden.

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