Netflix hat einem neuen Action- und Polit-Thriller grünes Licht gegeben: „The Lords’ Day“ basiert auf einer erfolgreichen Romanvorlage von Michael Dobbs, der auch die Vorlage zur britischen Serie „Ein Kartenhaus“ verfasste, die dann bei Netflix zum „House of Cards“ wurde. Darin gerät ein Mann mit militärischer Ausbildung zwischen die Fronten einer gewaltigen Geiselnahme im britischen Parlament.
Damson Idris („Snowfall“) spielt den britischen Spion Harry Jones, der eher zufällig anwesend ist, als die feierliche Eröffnung der neuen Sitzungsperiode im House of Lords Ziel eines großangelegten Überfalls wird – als the Lords’ day ist es eines der prächtigsten Ereignisse im britischen Kalender, bei dem im Parlamentsgebäude in Westminster beide Kammern der Regierung einer Ansprache des Monarchen beiwohnen. Da es sich um eine staatliche Feierstunde handelt, sind allerlei Würdenträger anwesend. Mit seinen Fähigkeiten kann Harry das Zünglein an der Waage zur weitgehend unblutigen Lösung von Geiselnahme/Belagerung des Gebäudes durch die Sicherheitskräfte sein. Allerdings ist er auch ein verurteilter Verräter …
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„The Lords’ Day“ wird von Produktionsfirma Bad Wolf („Doctor Who“) für Netflix als Sechsteiler adaptiert. Die Romanvorlage von 2007 zeigt als Politthriller einerseits die politischen Auswirkungen der Geiselnahme von Teilen der Staatsführung, andererseits werden auch die Gedanken der Geiseln beschrieben, die sich unter anderem mit dem Staatswesen des Vereinigten Königreichs auseinandersetzen. Jonathan Brackley und Sam Vincent haben die Drehbuchadaption übernommen, Ben Chanan („The Capture“) übernimmt die Inszenierung.
Es ist unklar, wie genau sich die Adaption an die Vorlage halten wird. Während in der Serie Harry Jones als ehemaliger Spion und gebrandmarkter Verräter bezeichnet wird, war er im Roman ein verdienter Soldat und deswegen selbst ins House of Lords berufen. Jones ist auch der Held in weiteren Romanen von Dobbs.
Im Roman waren unter den Geiseln unter anderem der Premierminister, sein Sohn, die Königin und ihr designierter Thronfolger sowie auch der Sohn des US-Präsidenten. In der Konstellation fällt dem britischen Innenminister die Regierungsverantwortung zu. Sowohl der US-Präsident wie auch der britische Premierminister stehen im Zwiespalt von Staatsräson und ihren Rollen als Eltern. Mit der Königin und Thronfolger findet sich die Spitze der repräsentativen Monarchie in Geiselnehmergewalt, ihr gemeinsamer Tod hätte gewaltige Auswirkungen auf das Vereinigte Königreich.