„Sullivan’s Crossing“: Hauptdarsteller beschwert sich nach Ausstieg über Fehlinformationen

Ab Staffel 4 fehlt eine zentrale Figur

Bernd Krannich
Bernd Krannich – 06.03.2026, 09:30 Uhr

Scott Patterson (l.), Morgan Kohan (M.) und Chad Michael Murray in „Sullivan’s Crossing“ – Bild: CTV
Scott Patterson (l.), Morgan Kohan (M.) und Chad Michael Murray in „Sullivan’s Crossing“

Wenn in Kanada am 22. März die vierte Staffel von „Sullivan’s Crossing“ an den Start geht, wird einer der zuvor drei zentralen Darsteller nicht mehr dabei sein: Scott Patterson hat die Serie verlassen, wie eine von Deadline veröffentlichte Stellungnahme zeigt.

Demnach hatte der frühere „Gilmore Girls“-Darsteller Patterson bereits nach dem Ende der dritten Staffel um die Auflösung seines Vorvertrags gebeten, was ihm gewährt wurde. Hintergrund sind unterschiedliche Entwicklungen für seine Figur Harry ‚Sully‘ Sullivan in der Serie im Gegensatz zur Buchvorlage: Die kreativen Unterschiede wurden unhaltbar und ich musste leider zu dem Schluss kommen, dass die Serie nicht mehr etwas war, dem ich zustimmen konnte.

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Ursprünglich hatte Patterson nach eigenen Angaben nicht geplant, überhaupt ein Statement zu seinem Ausstieg abzugeben. Jedoch wehrte er sich dagegen, dass die Serienproduktion in Statements im Vorfeld der vierten Staffel den Eindruck erweckt habe, sie habe sich von Sully und Patterson getrennt. Weiterhin ließ man in Statements eine Rückkehr des Darstellers in einer potentiellen fünften Staffel offen – eine Ansage, die wohl unhaltbar ist.

Am Ende der dritten Staffel von „Sullivan’s Crossing“ hatte sich Sully an der Seite seiner Lebensgefährtin Helen Culver (Kate Vernon) zunächst nach Irland verabschiedet, um ihr Beistand zu leisten: Dort sollte ihr Buch verfilmt werden. Der Abschied schien zu der Zeit eben eher eine „Reise“ als ein dauerhafter Wegzug. Noch ist nicht bekannt, wie die Serie den Abschied der wichtigen Hauptfigur umgehen wird.

In „Sullivan’s Crossing“ kehrt die Ärztin Maggie (Morgan Kohan) in einer Lebenskrise zu ihrem entfremdeten Vater Harry ‚Sully‘ Sullivan (Scott Patterson) und dessen Badesee-Wohnsiedlung Sullivan’s Crossing in der kanadischen Provinz zurück – als Teenager hatte sie bei der Trennung ihrer Eltern den Vater hinter sich gelassen und war mit ihrer Mutter in die USA gezogen, schließlich beruflich in den Fußstapfen ihres Stiefvaters gefolgt, während Missverständnisse und verletzte Eitelkeiten die Beziehung zum Vater zerstört hatten. Bei ihrer Rückkehr lernte Maggie den zunächst mysteriösen Anwalt Cal Jones (Chad Michael Murray) kennen.

„Sullivan’s Crossing“ basiert auf Romanvorlagen von Robyn Carr (auch Vorlagen zu „Virgin River“).

Das Statement von Scott Patterson (Übersetzung):

Jeder Schauspieler weiß, was es bedeutet, wenn man sich in einen Charakter und eine Geschichte verliebt. Ich hatte mich in Sully verliebt und habe nichts als Zuneigung zu ihm.
Die kreativen Unterschiede wurden unhaltbar und ich musste leider zu dem Schluss kommen, dass die Serie nicht mehr etwas war, dem ich zustimmen konnte.
Es ist unglücklich, dass nun angedeutet wird, dass ‚sie‘ sich von mir/​Sully getrennt haben, wenn es in der Tat genau umgekehrt ist, und jene, die traurigerweise bereits derart über die Situation gesprochen haben, sind vollkommen über die Fakten informiert und haben sich trotzdem dazu entschieden, etwas anderes zu sagen.
Ich hatte nicht vor, überhaupt ein Statement abzugeben, aber die Fans der Bücher und der Show verdienen die Wahrheit zu bekommen, denn ich habe immer höchsten Respekt vor denjenigen, die unsere Industrie dadurch unterstützen, dass sie zuschauen und diese Charaktere lieben, die wir das Glück haben, zu porträtieren und zum Leben zu erwecken.
Ich habe wirklich Vergnügen an Sully gehabt und habe für seine ‚Stimme‘ und seinen Charakter gekämpft. Die Reichhaltigkeit und die Tiefe von Sully, welche die Fans der Bücher kennen und lieben, ist so vielschichtig und interessant.
Die Fans verdienen mehr, als in dem Glauben gelassen zu werden, dass die Repräsentation dieses Charakters – ich – nicht nur der Serie gegenüber keinen Respekt habe [und die Serie einfach verlasse], sondern ihnen gegenüber. Am Ende des Tages sind wir alle Fans dieser Charaktere und dieser Geschichten und ich werde immer die Wahrheit unterstützen und verteidigen.

Nachdem MagentaTV für die ersten drei Staffeln von „Sullivan’s Crossing“ die Deutschlandpremiere besorgt hatte, war die Serie kurz nach der hiesigen Premiere der dritten Staffel auch bei Netflix aufgeschlagen, wo sich sofort gleichzeitig mehrere Staffeln in den deutschen Top 10 blicken ließen.

Kommentare zu dieser Newsmeldung

  • am

    Der Mann ist mein Held!

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