Sky kündigt Western-Serie „Django“ mit Matthias Schoenaerts an

    Klassischer Italo-Western erhält Serienadaption

    Vera Tidona – 18.02.2021, 12:49 Uhr

    Matthias Schoenaerts in „Am grünen Rand der Welt“

    Einst feierte Hollywoodstar Franco Nero als Westernheld „Django“ internationale Erfolge. Nach seinem ersten Auftritt im Italo-Western von Sergio Corbucci im Jahr 1966 folgte eine umfangreiche „Django“-Filmreihe, auch Quentin Tarantino widmete sich mit „Django Unchained“ dem legendären Revolverhelden. Nun möchte Sky mit den „Gomorrha“-Machern die Westernlegende wieder auferstehen lassen und kündigt eine „Django“-Serienadaption mit Matthias Schoenaerts („The Danish Girl“) an.

    Geplant ist eine moderne Neuinterpretation des Western-Klassikers, der einst Franco Nero weltberühmt machte. Die Handlung spielt im Wilden Westen der 1860er- und 1870er-Jahre: Sarah und John haben New Babylon gegründet, eine Stadt der Ausgestoßenen, in der Männer wie Frauen jeglicher Herkunft, Rasse und Glaubensrichtung eine Heimat finden. Django, dessen Familie vor acht Jahren brutal ermordet wurde und der noch immer nicht über den Verlust hinweg ist, begibt sich auf die verzweifelte Suche nach seiner Tochter Sarah. Er ist überzeugt davon, dass sie damals den Mordanschlag überlebt haben könnte. Und tatsächlich kann er sie in New Babylon aufspüren, doch das Wiedersehen fällt nicht so aus, wie Django es sich erhofft hat. Die inzwischen erwachsene Sarah ist im Begriff, John zu heiraten. Aus Angst, dass Django New Babylon in Gefahr bringt, soll er gehen. Der besteht aber darauf, zu bleiben, da er befürchtet, dass die Stadt in Gefahr ist und er seine Tochter nicht erneut verlieren möchte.

    Die zehnteilige Serie wird von den Autoren Leonardo Fasoli und Maddalena Ravagli gemeinsam mit Regisseurin Francesca Comencini entwickelt, die zuvor schon für die Mafiaserie „Gomorrha“ verantwortlich zeichneten. Als Produzenten fungieren Riccardo Tozzi, Olivier Bibas, Nicola Maccanico, Nils Hartmann und Sonia Rovai.

    Die italienisch-französische Koproduktion wird von Cattleya und Atlantique Productions im Auftrag von Sky Studios und Canal+ umgesetzt. Erste Pläne für eine „Django“-Serie gab es bereits im Jahr 2015, die nun wieder aufgegriffen wurden (fernsehserien.de berichtete). Die Dreharbeiten beginnen noch in diesem Mai, ein Sendetermin (auch bei Sky Deutschland) dürfte frühestens 2022 erfolgen.

    Regisseurin Francesca Comencini zeigt sich begeistert von der Produktion: Ich fühlte mich von diesem Projekt äußerst angezogen, da es extrem starke weibliche Charaktere zeigt und eine zum Nachdenken anregende Neubewertung der Männlichkeit im Western-Genre liefert. Es ist eine universelle Geschichte mit einer Erzählung, die Vielfalt und Minderheiten ehrt. Ich bin mir sicher, dass ‚Django‘ die Zuschauer weltweit faszinieren und fesseln wird.

    Und Nicola Maccanico von Sky Italia ergänzt: Wir sind stolz darauf, mit ‚Django‘ ein neues ehrgeiziges Projekt ankündigen zu können, das perfekt zur Mission der Sky Studios passt. Der Western ist eines der traditionellsten und beliebtesten Genres und ‚Django‘ ist einer der beliebtesten Filme in Italien und auf der ganzen Welt. Diese neue Serie ist eine frische Neuinterpretation des Kultklassikers, die den Zuschauern einen zeitgenössischen Blickwinkel und eine zeitgemäße Erzählweise bietet.

    Nach dem internationalen Erfolg des ersten „Django“-Films aus dem Jahr 1966, der schnell Kultstatus erreichte, wurden zwischen den 1960er und 1970er Jahren rund 70 weitere Filme gedreht, die den werbewirksamen Zusatztitel „Django“ enthalten. Nur etwa vier davon sind mit Franco Nero als Titelheld besetzt, gefolgt von weiteren Produktionen in den 1980er und 1990er Jahren. Zuletzt absolvierte der inzwischen über 70-jährige Darsteller in Quentin Tarantinos Western „Django Unchained“ noch einmal einen Gastauftritt.

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      >Regisseurin Francesca Comencini zeigt sich begeistert von der Produktion: Ich fühlte mich von diesem Projekt äußerst angezogen, da es extrem starke weibliche Charaktere zeigt und eine zum Nachdenken anregende Neubewertung der Männlichkeit im Western-Genre liefert. Es ist eine universelle Geschichte mit einer Erzählung, die Vielfalt und Minderheiten ehrt. Ich bin mir sicher, dass 'Django' die Zuschauer weltweit faszinieren und fesseln wird.>

      Warum nennt man ihn dann "Django", in der heutigen Zeit?
      Es gibt nur einen Django-Film und das ist "Django".

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