Schauspielerin Mary Ellen Trainor im Alter von 62 Jahren verstorben

    Sie spielte die Mutter von „Parker Lewis“ sowie die von Max und Isabel in „Roswell“

    Bernd Krannich – 09.06.2015, 09:31 Uhr

    Mary Ellen Trainor in einem Promofoto für die Serie „Beziehungsweise“

    Wie nun bekannt wurde ist Schauspielerin Mary Ellen Trainor bereits am 20. Mai im Alter von 62 Jahren einem Krebseiden erlegen. Die langjährige Freundin von Lucasfilm-Chefin Kathleen Kennedy war zwischen 1980 und 2000 mit Regisseur Robert Zemeckis verheiratet, hatte diverse Auftritte in seinen Filmen und war auch im Fernsehen in diversen erinnerungswürdigen Rollen präsent. Darunter als eine der zwei Darstellerinnen der Mutter on „Parker Lewis“ sowie als Adoptivmutter der Aliens Max und Isabel in „Roswell“.

    Auf dem College war Trainor im Studium des Rundfunk-Journalismus eine Klassenkameradin und Freundin von Kathleen Kennedy, die nach einer langen Karriere im Umfeld von Steven Spielberg und George Lucas derzeit für das Star Wars Franchise verantwortlich ist. Trainor begann ihre Karriere laut Hollywood Reporter als Radiomoderatorin, wechselte dann zum Fernsehen und arbeitete schließlich als Produktionsassistentin für den Film „1941 – Wo bitte geht’s nach Hollywood“, bei dem Spielberg Regie führte und Robert Zemeckis für das Drehbuch verantwortlich zeichnete.

    Bald darauf heiratete Trainor 1980 Zemeckis. In der Folge kam sie zu diversen Schauspielrollen, darunter ihr Fernsehdebüt in einer Folge von „Cheers“ (1983) und als Entführungsopfer Elaine im Zemeckis-Film „Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten“. Auch mit Richard Donner arbeitete Trainor häufiger zusammen, in „Die Goonies“ spielte sie etwa die Mutter von Mikey und Brand, Irene Walsh.

    In allen vier „Lethal Weapon“-Filmen war Trainor als Polizeipsychologin Stephanie Woods mit von der Partie, im ersten „Stirb Langsam“-Film tauchte sie als Fernseh-Nachrichtensprecherin in einer Nebenrolle auf. In einer beliebten Episode der HBO-Serie „Geschichten aus der Gruft“ porträtierte sie laut Deadline eine Ehefrau und Mutter, die ihren Mann an Weihnachten ermordet. Dann wird sie allerdings selbst von einem „Weihnachtsmann“ bedrängt, von dem sie weiß, dass er ein gefährlicher, entflohener Geisteskranker ist. Da die Leiche ihres Mannes immer noch im Haus ist kann die Frau nicht die Polizei rufen. Und ihre Versuche, sich zu verbarrikadieren, werden von der sich auf den Weihnachtsmann freuenden Tochter unterlaufen … 

    1990 übernahm Mary Ellen Trainor im Serienpiloten zu „Parker Lewis“ die Rolle der Mutter der Titelfigur. Während diese wiederkehrende Gastrolle für den Rest der ersten Staffel von Anne Bloom porträtiert wurde, kehrte Trainor für die Staffeln zwei und drei zurück.

    1997 hatte Trainor eine Serienhauptrauptrolle im Beziehungsdrama „Beziehungsweise“ („Relativity“), das bei ABC aber nur eine Staffel überlebte. In den drei Staffeln von „Roswell“ porträtierte sie in einer wiederkehrenden Gastrolle die Adoptivmutter der beiden Aliens Max (Jason Behr) und Isabel (Katherine Heigl).

    Danach trat sie nur noch sporadisch in Filmen auf. Statt dessen widmete sie sich laut Variety der Unterstützung von Wohltätigkeitsorganisationen: von Bildungsinitiativen über Katastrophenhilfe und Krebsforschung bis zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung in Entwicklungsländern.

    Trainor wird von ihrem gemeinsamen Sohn mit Zemeckiz, Alexander Zemeckis, ihrer Mutter sowie vier Geschwistern überlebt.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Schade! Aber schön, dass wie selbstverständlich in diesem Nachruf (wie auch in den Nachrufen auf anderen Seiten) die Serie "Beziehungsweise" so prominent erwähnt wird. Ich dachte immer, ausser mir erinnert sich kaum noch jemand an diese tolle Serie! Vielleicht ist dieser traurige Anlass ja eine gute Gelegenheit, sie wieder verstärkt ins Gedächtnis zu rufen, damit mal ein deutscher Sender eine Wiederholung anstrebt. Mehr als gut würde sie ja zu Sat.1 Emotions oder RTL Passion passen, im Free TV zum Disney Channel oder Sixx. Eine DVD-Box wäre natürlich auch eine feine Sache. Das wäre eine würdige Erinnerung an eine großartige Schauspielerin.
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        Die hat ja in einigen meiner Lieblingsserien und Filme, der 80er und 90er mitgespielt. Goonies, Forrest Gump, Parker Lewis, Ghostbusters 2 etc. RIP. Der Name hat mir zwar nur dadurch was gesagt, weil ich letztes Jahr mir Parker Lewis am Stück angeschaut habe, aber ein Bild hatte ich von ihr jetzt nicht mehr im Kopf, welche der beiden Mütter sie genau war.

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