Schauspielerin Alexis Arquette verstorben

    Mitglied des Arquette-Clans engagierte sich für LGBTQ-Gemeinschaft

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 12.09.2016, 13:13 Uhr

    Alexis Arquette in einem Promofoto zur Dokumentation „Alexis Arquette: She’s My Brother“ – Bild: Cactus Three/Tigerlily Films
    Alexis Arquette in einem Promofoto zur Dokumentation „Alexis Arquette: She’s My Brother“

    Die Schauspielerin, Kabarettistin und Entertainerin Alexis Arquette ist im alter von nur 47 Jahren verstorben. Details zur Todesursache wurde nicht bekannt, jedoch berichtet Deadline, dass eine längere Krankheit vorausgegangen war und die Künstlerin im Kreis ihrer Familie verstorben sei. Zu der gehören auch die Schauspieler Rosanna Arquette, Patricia Arquette und David Arquette sowie Regisseur Richmond Arquette.

    Ihr Bruder Richmond veröffentlichte folgende Mitteilung im Namen der Familie bei Facebook: „Our sister, Alexis Arquette, passed away this morning, September 11th, 2016. Alexis was a brilliant artist and painter, a singer, an entertainer and an actor. She starred in movies like Last Exit to Brooklyn, Pulp Fiction, Jumpin’ at the Boneyard, Of Mice and Men, The Wedding Singer, and The Bride of Chucky. Her career was cut short, not by her passing, but by her decision to live her truth and her life as a transgender woman. Despite the fact that there are few parts for trans actors, she refused to play roles that were demeaning or stereotypical. She was a vanguard in the fight for understanding and acceptance for all trans people. ( … ) She passed away surrounded by love. We held her and sang her David Bowie’s „Starman“ as she punched through the veil to the other side. We washed her body in rose petals and surrounded her with flowers.“

    Alexis Arquette wurde 1969 unter dem Namen Robert Arquette als viertes der fünf Arquette-Geschwister geboren. Bereits mit 12 folgte die ihren Eltern ins Entertainment-Geschäft.

    Die zwei wohl am besten in Erinnerung gebliebenen Rollen hatte die Darstellerin in „Pulp Fiction“ und „The Wedding Singer“. Im Film von Quentin Tarantino porträtierte sie den „Vierten Mann“ in der Anfangsszene: Die Figur stürmt unvermittelt aus einem Hinterzimmer und eröffnet mit einer Pistole das Feuer auf Vincent Vega (John Travolta) und Jules (Samuel L. Jackson) – ohne die beiden aber zu treffen. Beim „Wedding Singer“ porträtierte Arquette einen Boy George-Doppelgänger, der mit seiner wiederholten Darbietung von „Do You Really Want to Hurt Me“ Hochzeitsgäste nicht gerade in feierliche Stimmung versetzen konnte.

    Im Fernsehen trat Arquette unter anderem in Gastrollen in „Felicity“, „Friends“ und „Californication“ auf.

    Der Schwerpunkt ihres Schaffens lag aber auf dem Transgender-Aktivismus, für den sie auch häufig in Fernsehsendungen auftrat. Ende ihrer 30er vollzog Arquette ihre Geschlechtsangleichung, was in der Dokumentation „Alexis Arquette: She’s My Brother“ (2007) nachgezeichnet wurde.

    Frei nach dem Motto „Comedy is tragedy plus time“ – Alexis Arquette singt im Film „Wedding Singer“

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