Schauspieler Peer Augustinski ist gestorben

    Ehemaliger „Klimbim“-Star wurde 74 Jahre alt

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 06.10.2014, 10:26 Uhr

    Peer Augustinski – Bild: Wikipedia/Helen Krüger (CC BY-SA 3.0)
    Peer Augustinski

    Der deutsche Schauspieler Peer Augustinski ist tot. Er starb nach Angaben seiner Ehefrau am 3. Oktober, wie der WDR meldet. In den 1970er Jahren wurde Augustinski an der Seite von Ingrid Steeger, Elisabeth Volkmann und Wichart von Roëll einem größeren Publikum durch die Kult-Comedyserie „Klimbim“ bekannt. Hier wirkte Augustinski in den letzten drei Staffeln und insgesamt 18 Folgen mit.

    Zuvor hatte der 1940 in Berlin geborene Augustinski eine Schauspielschule besucht und am Theater gewirkt. Auch nach dem Ende von „Klimbim“ blieb der Darsteller dem deutschen Film und Fernsehen treu. Dazu gehörten neben Gastrollen in Serienklassikern wie „Derrick“, „Der Alte“, „Das Traumschiff“ und dem „Tatort“ auch eine Hauptrolle in der 1980er-Jahre-Serie „Matt in 13 Zügen“ und 2005 ein kurzer Handlungsbogen in „Verbotene Liebe“.

    Ein zweites Standbein baute sich Peer Augustinski in der Synchronbranche auf. Dort war er vor allem als deutsche Standardstimme von Comedylegende Robin Williams beliebt und erfolgreich. Daneben lieh er etwa auch Jeff Daniels in „Dumm und Dümmer“ und dem im Original von Tom Hanks gesprochenen Woody in den ersten beiden „Toy Story“-Teilen die Stimme.

    Auch in der Hörbuchproduktion konnte Augustinski Fuß fassen.

    Bereits 2005 erlitt Peer Augustinski einen Schlaganfall. In seinen Memoiren „Aus heiterem Himmel: Mein bewegtes Leben vor und nach dem Schlaganfall“ und mehreren Talkshow-Auftritten berichtete Augustinski über dessen Auswirkungen und seine gesundheitlichen Fortschritte. Obwohl zunächst halbseitig gelähmt und pflegebdürftig kehrte er zwischenzeitlich zum Schauspiel zurück, etwa 2011 in der Komödie „Alles auf Krankenschein“ als Rollstuhlpatient.

    WDR-Unterhaltungschef Sigmund Grewenig sagte am Sonntagabend: „Der Tod von Peer Augustinski macht uns traurig, als Mitglied der ‚Klimbim-Familie‘ prägte er auf besondere Weise auch den WDR.“

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