[UPDATE] RTL-Zentrum wegen Bombenentschärfung evakuiert

    Auswirkungen auf den Sendebetrieb

    Glenn Riedmeier – 21.01.2020, 14:23 Uhr

    UPDATE: Schneller als gedacht wurde die Weltkriegsbombe entschärft. Bereits um 11:53 Uhr meldeten die Sprengstoffexperten aus Düsseldorf dem Ordnungsamt Entwarnung. In etwa 25 Minuten machten zwei Experten den Blindgänger mit einem Aufschlagzünder unschädlich. Es geht keine Gefahr mehr aus. Alle Sperren – inklusive der Schifffahrtssperre – wurden wieder aufgehoben. Die evakuierten Menschen dürfen wieder zurück in die Gebäude kehren – auch die RTL-Mitarbeiter.

    ZUVOR: Für RTL-Mitarbeiter in Köln ist heute alles andere als ein gewöhnlicher Tag: Im Stadtteil Deutz, wo sich das Sendezentrum der Mediengruppe befindet, wurde eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe gefunden. Zur Bombentschärfung musste der Bereich rund um den Fundort weiträumig gesperrt werden – und das gesamte RTL-Sendezentrum musste ab 9 Uhr evakuiert werden. Auch der Bahnhof Deutz, in dem viele Fernzüge verkehren, wurde evakuiert und Bahnreisende müssen sich heute auf erhebliche Verspätungen und Zugausfälle einstellen.

    Die Evakuierung hat Auswirkungen auf das TV-Programm. So wird das Mittagsmagazin „Punkt 12“ heute nicht wie gewöhnlich aus Köln, sondern aus Berlin gesendet. Der zur Sendergruppe gehörige Nachrichtenkanal ntv berichtet während der Evakuierung live vor Ort außerhalb des gesperrten Bereiches. Das Team von „Guten Morgen Deutschland“ musste um 8:30 Uhr unmittelbar nach Ende der Sendung sofort aus dem Studio verschwinden – um 10 Uhr musste das gesamte Gebäude geräumt sein. Der Sender hofft, dass die Mitarbeiter am Nachmittag wieder zurück in die Studios kehren können. Falls es keine Freigabe gibt, müssen allerdings auch „RTL aktuell“ und „Explosiv“ zwangsläufig aus Berlin gesendet werden.

    Neben den RTL-Mitarbeitern mussten auch 15 Anwohner sowie weitere Unternehmen den 500m umfassenden Evakuierungsbereich verlassen. Der Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg wurde bei Bauarbeiten am Kennedy-Ufer entdeckt und wird heute von Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes zunächst vollständig freigelegt und dann entschärft. Die Stadt spricht von „schwierigen Bodenverhältnissen“.

    Züge können den Bahnhof Köln Messe/Deutz seit 9 Uhr nicht mehr anfahren. Die Hohenzollernbrücke, die von Deutz aus zum Hauptbahnhof führt, ist ebenfalls gesperrt. Zudem sind auch der Schiffsverkehr auf dem Rhein, die Oper im Staatenhaus sowie der Luftraum von der Evakuierung betroffen.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1978) am melden

      Dafür gibt es jetzt in Berlin eine Weltkriegsbombe www.rbb24.de/panorama/beitrag/2020/01/rotes-rathaus-weltkriegsbombe-berlin.html
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