Quotencheck: „Sherlock“ stabilisiert sich im „Tatort“-Fahrwasser

    „Fantastic Four“ bringen ProSieben Sieg in der Primetime

    Roger Förster – 29.05.2012, 10:38 Uhr

    Sherlock – Bild: BBC
    Sherlock

    Mit der Entscheidung, die erste Folge der neuen „Sherlock“-Staffel um 20.15 Uhr auszustrahlen, konnten die Programmverantwortlichen des Ersten nicht vollends zufrieden sein. „Ein Skandal in Belgravia“ erreichte an Christi Himmelfahrt nur maue 9,1 Prozent beim Gesamtpublikum, was 2,76 Millionen Zuschauern entspricht.

    Dass die beiden verbliebenen 90-Minüter „Die Hunde von Baskerville“ und „Der Reichenbachfall“ zu Pfingsten wieder auf ihren angestammten Sendeplatz um 21.45 Uhr verfrachtet wurden, zeigt, dass man sich den Meisterdetektiven aus Großbritannien doch eher als Zugwagen an der Lokomotive „Tatort“ vorstellt. Sowohl am Pfingstsonntag, wo um 20.15 Uhr die Wiederholung des hochdramatischen Münchener „Tatorts“ „Nie wieder frei sein“ ausgestrahlt wurde, als auch am Montagabend mit dem erstmals gezeigten Schweizer Fall „Skalpell“ konnte „Sherlock“ von der deutschen Krimi-Institution profitieren. Zwar schalteten am Sonntag nach Angaben von kress.de mit 2,61 Millionen Zuschauern etwas weniger Menschen ein, durch den späteren Sendeplatz konnte aber ein besserer Marktanteil von 10,9 Prozent erzielt werden. Einen Tag später konnte dieser Wert nochmals gesteigert werden. Der spektakuläre Abschluss der zweiten „Sherlock“-Staffel erreichte beim Gesamtpublikum einen Marktanteil von 11,8 Prozent, insgesamt schalteten 2,95 Millionen Zuschauer ein.

    Besser war zu dieser Zeit allerdings die vom ZDF ausgestrahlte Hape Kerkeling-Politsatire „Horst Schlämmer – Isch kandidiere!“, die auf 13,7 Prozent bzw. 3,33 Millionen Zuschauer kam. Den Schweizer „Tatort“ sahen insgesamt 7,01 Millionen Menschen, der in der jüngeren Zuschauergruppe der 14- bis 49-Jährigen immerhin 15,0 Prozent Marktanteil (entspricht 1,80 Millionen Zuschauern) erreichte. Noch mehr Zuschauer erreichte bei der werberelevanten Zielgruppe aber der Superhelden-Actionkracher „Fantastic Four – Rise of the Silver Surfer“ auf ProSieben, der mit 1,99 Millionen jüngeren Zuschauern einen Marktanteil von 16,5 Prozent einfahren konnte.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am melden

      Kommt davon, wenn man sich mit der Ausstrahlung zu viel Zeit läßt. In GB gibt es die DVD schon seit Januar. Die echten Fans haben es also alle schon geschaut. Zudem tut sich der deutsche Durchschnittszuschauer aus unerfindlichen Gründen ohnehin schwer mit gutem Programm ...
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      • am via tvforen.demelden

        1: Feiertag (wie bei allen Ausstrahlungstagen!)
        2. Abweichung vom gewohnten Sendeplatz (wenn man bei 3 vorherigen Folgen davon sprechen kann)
        3. bekloppte Programmplanung: sind wir hier bei RTL2, wo Serien in Blocks am WE verheizt werden?
        • (geb. 1976) am melden

          Wie kann sich denn bei weniger Zuschauern die Quote steigern?
          Ist da ein Rechenfehler drin?
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