Nico Hofmann verfilmt die Guttenberg-Story: Jan Josef Liefers ist Wunschbesetzung

    Mediensatire à la „Schtonk“

    Jutta Zniva – 09.10.2011, 10:34 Uhr

    Nico Hofmann

    Unter dem Titel „Der große Bruder“ will Produzent Nico Hofmann im nächsten Jahr den Aufstieg und Fall Karl-Theodor zu Guttenbergs verfilmen, dem im März wegen vorsätzlicher Täuschung bei seiner Dissertation der Doktortitel aberkannt wurde und der wegen des – anfangs abgestrittenen – Plagiats von seinem Amt zurückgetreten war. Dies berichtet die „Bild am Sonntag“, aus der möglicherweise auch Guttenberg selbst von den Fernsehfilm-Plänen Hofmanns erfahren wird.

    Hofmann (mit seiner Firma teamWorx u.a. Produzent von „Event-Filmen“ wie „Hindenburg“, „Die Flucht“, „Dresden“, Mogadischu sowie dem Kohl-Dokudrama „Der Mann aus der Pfalz“ und aktuell auch der Verfilmung der Biografie „Hannelore Kohl – ihr Leben„) hat, wie er der „Bild“ sagte, den CSU-Politiker noch nicht über das Filmprojekt informiert, sei aber überzeugt, dass Guttenberg (der ihm „per se erst einmal sehr sympathisch“ sei) den Film „mögen“ werde.

    Um die Persönlichkeitsrechte zu respektieren und die künstlerische Freiheit nutzen zu können, werde Guttenberg im Film einen anderen Namen haben. Den Guttenberg-Film „Der große Bruder“ will Hofmann als humorvolle Mediensatire im Stil von Helmut Dietls „Schtonk“ drehen. Das Drehbuch schreibt Dorothee Schön.

    Als Darsteller von Karl-Theodor zu Guttenberg wünscht sich der Produzent laut „Bild“ „einen herausragenden Schauspieler und Komödianten“, der zudem „diesen tänzelnden Guttenberg-Schritt“ beherrsche: nämlich Jan Josef Liefers. Henning Baum („Der letzte Bulle“) ist Wunschkandidat für die Titelrolle des „großen Bruders“, also des Ghostwriters.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      ... ich finde die Lebensgeschichten der "heutigen" Politiker sowas von uninteressant, daß ich das generell als reines Geld verfeuern empfinden würde. Und selbst wenn, wäre das zeitgeschichtlich zu nahe. Ebenfalls uninteressant.
      Was kommt als nächstes; das Leben der Angela M. in Echtzeit ? Da schau ich lieber ne Serie über Wandfarbe an, die trocknet ...
      Es mag auch daran liegen, daß Ereignisse, die weiter entfernt sind, alleine deshalb schon intersannt sind, weil man sie NICHT miterlebt hat.

      Ansonsten: nicht fehlen dürfen Nuschel-Ferch und Blond-Ferres und als Special Appearance: Anthony Zerbe as F.W. Steinmeier

      ;) ... peace
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        LouZipher schrieb:
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        > Ansonsten: nicht fehlen dürfen Nuschel-Ferch und
        > Blond-Ferres und als Special Appearance: Anthony
        > Zerbe as F.W. Steinmeier

        Steinmeier, für den könnte man auch Hans Meiser nehmen...

        Ansonsten könnte man noch Darsteller der alten RTL-Serie "Wie war ich, Doris?" engagieren. Von denen waren einige (erschreckend) gut:
        Merkel: Gabriele Domschke
        Trittin: Karl Jürgen Sihler
        Schröder: Martin Zuhr
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        Und Oliver Kalkofe als Barbara Titzsch.
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      Ich hoffe wirklich, dass sich Jan Josef Liefers nicht für sowas hergibt!
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        Ich stelle mir die Frage etwas anders - gibt es in Deutschland so wenig Schauspieler, dass immer die gleichen Darsteller in die Filme gezwängt werden müssen? Haben wir echt so wenige?
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        Naja, das ist ja in anderen Ländern nicht anders: kaum kommt ein großer französischer film, kann man die Sekunden zählen bis Depardieu und Deneuve um die Ecke schauen...

        Wobei ich hier jetzt keine Talent-Vergleiche ziehen will ;-)
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      Dann hätt ich gerne Axel Prahl als Angie, wenn der Jan Josef den Karl-Theodor gibt ;-)
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        Weiß man schon, wer seine Frau spielen wird?

        Ich würde für Christine Neubauer plädieren. Die sah ich schon lange nicht mehr im Fernsehen. :D
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        Als Frau Gutenberg? Das wäre ideal. ;-)
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        Da als Ehefrau ja eine Blonde herhalten muss, möchte ich Veronika Ferres empfehlen.
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        Der optimale Darsteller für Guttenberg wäre...

        Lothar Matthäus.

        Die beiden gleichen sich doch wie Zwillinge.
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        Nur mit dem Unterschied - Lothar´s Titel sind echt :-p
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      Und hinterher gibts wieder wochenlang Guttenberg-Bashing in allen Medien...

      Die sollten doch lieber mal die Geschichte der Plagiatsjäger verfilmen, die den ganzen lieben langen tag nix anderes zu tun zu haben scheinen als Prominenten und Politikern an den karren zu fahren und sich dabei diebeisch freuen. Das wär doch mal was - ein Thriller über dieses widerliche Geschäft, andere zu Fall zu bringen. Titel: "Der Bluthund"...

      Der Lonewolf Pete
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        Ja genau! Schei** auf Diebe und Betrüger! Die tun doch niemanden was! Außer den Opfern jetzt, aber so kleinlich will ja keiner sein... Die wahren Schurken sind doch die Polizisten, die sie jagen und fassen, und die Richter, die sie verurteilen und so erst zu Straftätern machen! Und die Medien, die so tun, als seien Verbrechen ein Verbrechen!
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        Jetzt wart's doch erst mal ab - vielleicht wird es ja ein Western:
        Gutti als Sheriff eines Städtchens, in dem fast alles in Ordnung ist, aber ein paar seiner Hilfssheriffs in der Wüste müssen sich gegen böse Indianer zur Wehr setzen. Die Bürgermeisterin A., durch dubiose Machenschaften mit der örtlichen Bank nicht sehr beliebt in der Stadt, fürchtet um ihren Posten, weil Gutti sich ehrenhaft für seine Hilfssheriffs einsetzt und sich nicht hinter erfundenen Wörtern versteckt, er nimmt sogar seine Frau und einen rasenden Reporter des Lokalblatts mit, wenn er seine Jungs besucht, seine Beliebtheit wächst und wächst, auch wenn die Leichen seiner Jungs nach Hause kommen [Schießereien und Explosionen zwischen Hilfssheriffs und Indianern lockern den trockenen Teil des Films, der in der Stadt handelt, etwas auf], fallen ihm die Frauen und Mütter um den Hals, denn mit dem Wissen im Kampf gefallen zu sein, ist der Verlust leichter, als würde man es friedliche Mission nennen.
        Dann aber erfährt A., dass Gutti nicht immer ganz sauber gearbeitet hat, zur gleichen Zeit bekommt das Lokalblatt Konkurrenz in Form einer anderen Zeitung. Das Lokalblatt, bislang für oberflächliche, halbwahre, aber manipulative Berichte bekannt, ist angesichts einer genauen Recherche und Faktennennung der Konkurrenz völlig überfordert und kann gar nicht mehr anders, als ihren Held zu feiern. A. ebenso, sie kennt sein ganzes Vergehen, knüpft schon am Strick des Galgens, muss für die Öffentlichkeit aber noch zu ihm halten. Gutti wehrt sich, schießt auf seine plötzlich aufgetauchten Gegner, doch A. hat heimlich alle seine Kugeln gegen Platzpatronen austauschen lassen. Da sie nur äußerst ungern Stellung bezieht, schaut sie sich das Schauspiel mit einem bösen Grinsen an, sie muss weder zu ihm halten, noch zur neuen Zeitung. Als Gutti nur noch von den anderen Cowboys ausgelacht wird, ruft die Bürgermeisterin ihn zu sich, entweder er gibt freiwillig den Posten auf oder er wird ihm entzogen. Selbst fest im Kapitalmarkt gesattelt, muss er keinerlei finanzielle Einbußen befürchten, nur müssen Herr und Frau Gutti eben mal eine gewisse Zeit ohne Reporter auskommen, niemand will einen "Gefallenen" sehen, dem es gar nicht schlecht geht, ganz im Gegenteil.
        Seine Hilfssheriffs kämpfen unterdessen fleissig weiter gegen die bösen Indianer, A. feiert einmal die Woche eine große Sausse mit ihren Finanzfreunden im Saloon, Gutti bekommt bald eine hohe Position in der Bank, der A. den Druck der nächsten Wahlwerbung finanziert und in ihm entflammt der Gedanke der Rache, an der er unerbittlich und verhärmt arbeitet, inzwischen auch einsam, da seine Frau unbedingt ihr Gesicht auf den Fotos der Zeitungen sehen wollte...
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      Hallo,

      es gibt eine Menge Deutsche (auch Politiker) den ich es gönnen würde, das an ihr wirken verfilmt. Aber dieser Fatzke (entschuldigung) zählt ganz sicher nicht dazu. Den auch wenn in diesem Forum leider keine politischen Diskussionen erlaubt, möchte ich trotzdem die Frage in den Raum stellen was er in seiner Laufbahn erreicht hat, das es einen Film rechtfertig? Den er hat weder bei der Gorch Fock noch der Kundus Affäre eine gute Figur gemacht von der Bundeswehrreform ganz zu schweigen...
      Viele Grüsse
      Dan
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        Hallo Dan,

        gerne beantworte ich dir die Frage:

        Guttenberg bietet sichg geradezu für einen klassischen Filmstoff an, denn er ist der perfekte tragische Held. Schneller, geradezu kometenhafter Aufstieg, Erfolg, Ikome. Dann die Hybris, der menschliche Makel, der Fehler, der ihn straucheln lässt, seine Arroganz, die ihn das nicht erkennen lässt und ihm schlussendlich endgültig das Genick bricht.

        Also, wenn das kein Stoff für einen Film hergibt, weiß ich es auch nich.

        Grüße
        Don
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        Wo steht, dass er eine Heldenfigur abgeben würde? So wie ich das gehört habe, soll der Film in Richtung "Schtonk" und "Kir Royal" gehen.
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        >> hat, wie er der "Bild" sagte, den CSU-Politiker noch nicht über das Filmprojekt informiert, sei aber überzeugt, dass
        >> Guttenberg (der ihm "per se erst einmal sehr sympathisch" sei) den Film "mögen" werde.

        ich hatte das daraus interpretiert, den wenn jemand einem sympatisch ist, neigt man in der Regel nicht dazu ihn wie bei Schtonk (Kir Royal habe ich leider nicht gesehen und kann daher nix dazu sagen) durch den Kakao zu ziehen...
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        Beachte das "mögen" in Anführungszeichen!
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        andreas_n schrieb:
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        > Beachte das "mögen" in Anführungszeichen!

        und das "per se erst einmal"
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        erîk schrieb:
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        > und das "per se erst einmal"

        Was dafür spricht, dass er ohne Vorbehalte an das Projekt gehen will.
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        mercutio schrieb:
        -------------------------------------------------------
        > ich hatte das daraus interpretiert, den wenn
        > jemand einem sympatisch ist, neigt man in der
        > Regel nicht dazu ihn wie bei Schtonk durch den Kakao zu ziehen...

        Du vielleicht nicht, aber Filmemacher schon. ;)
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      Ach komm...Liefers als Guttenberg? Bäh...

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