Nach dem Erfolg der Netflix-Serie „Dept. Q“, basierend auf einer Romanreihe um den Ermittler Carl Mørck, wird nun eine weitere Buchvorlage des dänischen Erfolgsautors Jussi Adler-Olsen als Serie adaptiert. Das deutsche Produktionsstudio Saxonia Media konnte sich die Rechte an Olsens Debütroman „Das Alphabethaus“ (Originaltitel „Alfabethuset“) sichern und kündigt eine hochwertige internationale Serienadaption des Spionagethrillers an.
Die Handlung der Serie beginnt – entgegen der Buchvorlage – zunächst im Großbritannien der 1970er Jahre während des Kalten Krieges und macht im weiteren Verlauf einen Zeitsprung zurück ins Deutschland der 1940er Jahre. Erzählt wird von dem Schicksal zweier britischer RAF-Piloten, die während des Zweiten Weltkrieges über feindlichem Nazigebiet abgeschossen wurden und mit falscher Identität im Feindesland zu überleben versuchen.
Als die beiden RAF-Piloten James Teasdale und Bryan Young im Jahr 1944 über Deutschland abgeschossen werden, nehmen sie auf ihrer Flucht aus Angst, von den Deutschen entdeckt zu werden, die Identitäten deutscher Offiziere an. Ihre vermeintliche Rettung führt sie jedoch in eine abgelegene psychiatrische Klinik der SS – das sogenannte „Alphabethaus“. Dort beginnt ein beklemmender Überlebenskampf zwischen gespieltem Wahnsinn, psychologischer Manipulation und der Angst, entlarvt zu werden. In einer zweiten Zeitebene des Romans werden die traumatischen Ereignisse der Vergangenheit Jahrzehnte nach Kriegsende erneut lebendig. Thema des Romans und der Serie ist die Verbindung zwischen einem historischen Thriller, einem psychologischen Drama bis hin zu einer intensiven Charakterstudie über Schuld, Erinnerung und Identitätsverlust.
‚Das Alphabethaus‘ hat mich von Anfang an begeistert und regelrecht süchtig gemacht. Umso mehr freut es mich, dass Steve Thompson die Vision für dieses Projekt teilt und gemeinsam mit Regisseur Umut Dag, mit dem er bereits erfolgreich bei ‚Vienna Blood‘ zusammengearbeitet hat, diese besondere Geschichte nun mit uns filmisch umsetzen will, so Produzent Sven Sund und ergänzt: Für mich gehört dieses Buch definitiv zu den spannendsten unverfilmten Stoffen des europäischen Thrillers. Die Geschichte ist gleichzeitig emotional, überraschend, historisch relevant und psychologisch hochmodern.
Drehbuchautor Thompson ergänzt: Für mich greift der Stoff genau jene Epoche auf, die mich am meisten fasziniert – die Paranoia und die Dunkelheit der 1970er Jahre. Es ist mein absolutes Lieblingsgenre: Die Vorstellung eines verborgenen Geheimnisses, das von mächtigen Strukturen geschützt wird und für dessen Bewahrung Menschen sogar töten würden. Dazu kommt das Drama eines Einzelnen, der gegen ein übermächtiges System kämpft. Mit der Adaption von ‚Das Alphabethaus‘ habe ich endlich die Möglichkeit, in meinem liebsten Genre zu schreiben. Das ist für mich eine unglaublich spannende Perspektive.
‚Alphabet House‘ ist ein extrem moderner, packender Spionagethriller, bei dem das psychologische Drama der Motor für die Spannung ist, fügt Regisseur Dag hinzu. Die tiefen Abgründe und das Trauma der Vergangenheit sind dabei kein emotionales Beiwerk – sie holen die Hauptfigur ein und treiben die paranoide Spionagehandlung voran.
Als weitere Produzenten sind Franziska Lindner und Anette Kraska von Saxonia Media an Bord. Die Suche nach einer passenden Besetzung für die Hauptrollen läuft bereits. Wann und wo die Serie auch hierzulande gezeigt wird, steht noch aus.