„Lindenstraße“ im Juni mit Zuschauerabstimmung

    Wie sollen Iffi und Momo auf Antonias Konfirmationswunsch reagieren?

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 10.05.2017, 12:20 Uhr

    „Lindenstraße“: Momo (Moritz Zielke) und Iffi (Rebecca Siemoneit-Barum) – Bild: WDR/Steven Mahner
    „Lindenstraße“: Momo (Moritz Zielke) und Iffi (Rebecca Siemoneit-Barum)

    Vom 11. bis 17. Juni veranstaltet die ARD ihre diesjährige Themenwoche „Woran glaubst du?“. Neben zahlreichen Dokumentationen und Filmen wird sich auch der Serien-Dauerbrenner „Lindenstraße“ mit dem Thema befassen. Die 1633. Folge „Nachspiel“, die am 11. Juni zur gewohnten Zeit um 18.50 Uhr ausgestrahlt wird, setzt sich in allen drei Erzählsträngen mit Glaube auseinander. Darüber hinaus dürfen die Zuschauer über den Inhalt der Folge mitbestimmen.

    Antonia (Katharina Witza), Iffis und Momos 13-jährige Tochter, möchte sich in der Episode unerwartet zur Konfirmation anmelden. Die Zuschauer haben in der Hand, welche Haltung Iffi (Rebecca Siemoneit-Barum) und Momo (Moritz Zielke) gegenüber ihrer Tochter einnehmen sollen und wie sie auf Antonias Vorhaben reagieren sollen. Noch bis zum 21. Mai kann online unter lindenstrasse.de darüber abgestimmt werden.

    Immer wieder befasste sich die langjährige Serie in der Vergangenheit mit dem Thema Glaube und gab Anlass zu Diskussionen. Beispielsweise polarisierten die Kopftuch tragende Lisa, die aus Liebe zu Murat zum Islam konvertierte, der zeitweise zum radikalen Islam übergetretene Timo, die griechisch-orthodoxe Vermählung von Mary und Vasily sowie die bigotte Haltung der strengen Katholikin Else Kling. Auch Themen rund um Sterbehilfe, Sekten, Beschneidung, homosexuelle Eheschließungen, Flüchtlinge oder die Idee, eine Moschee in der berühmten Straße zu bauen, waren Gegenstand verschiedener Folgen.

    Einen Videozusammenschnitt aus 31 Jahren „Lindenstraße“ zum Thema Glaube hat die ARD unter diesem Link zur Verfügung gestellt.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Antonia ist alt genug, selbst zu entscheiden, WIE religiös sie sein will.
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        Ich gehe auch nur alle paar Jahre mal in einen Gottesdienst, aber Taufe und Konfirmation bzw. Kommunion bei den Katholiken würde ich bei meinen Kindern nie in Frage stellen.

        Ob sie den Glauben dann ausüben, leben oder ignorieren können sie natürlich selber entscheiden. Aber wenn ich mein Kind nicht taufen lassen würde, nehme ich ihm doch jegliche Möglichkeit, den Glauben überhaupt mal kennenzulernen. Die wenigsten werden, wenn sie niemals Kirche und Glauben in Religionsunterricht oder ähnlichem kennengelernt haben, sich plötzlich ohne Grund dafür interessieren. Dann sterben die Glaubensgemeinschaften irgendwann einfach aus.
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          Oha, derzeit klare Mehrheit für die Variante "Iffi und Momo sollten Antonia unterstützen. Christliche Werte sind wichtig. Auf dem Christentum beruht unsere Kultur."

          Ich finde das ein wichtiges Thema. Ich geh ja auch nur etwa alle 5 Jahre in die Kirche. Und doch hat es mich schockiert, als ich kürzlich an einem Anlass des Quartiervereins von Kirchenvertretern erfahren haben, dass in unserem 20'000-Einwohner-Stadtteil letztes Jahr gerade mal 11 Jugendliche ihre Konfirmation und 12 Jugendliche ihre Firmung gefeiert haben. In all den anderen Familien setzt man sich überhaupt nicht mehr - wie kritisch auch immer - mit christlichen Werten auseinander?
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            Argus schrieb:
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            > Oha, derzeit klare Mehrheit für die Variante
            > "Iffi und Momo sollten Antonia unterstützen.
            > Christliche Werte sind wichtig. Auf dem
            > Christentum beruht unsere Kultur."
            >
            > Ich finde das ein wichtiges Thema. Ich geh ja auch
            > nur etwa alle 5 Jahre in die Kirche. Und doch hat
            > es mich schockiert, als ich kürzlich an einem
            > Anlass des Quartiervereins von Kirchenvertretern
            > erfahren haben, dass in unserem
            > 20'000-Einwohner-Stadtteil letztes Jahr gerade mal
            > 11 Jugendliche ihre Konfirmation und 12
            > Jugendliche ihre Firmung gefeiert haben. In all
            > den anderen Familien setzt man sich überhaupt
            > nicht mehr - wie kritisch auch immer - mit
            > christlichen Werten auseinander?


            Ich wundere mich eher immer, dass hier in München in unserem und auch dem benachbarten Stadtteil noch ziemlich viele Kinder zur Erstkommunion/Firmung gehen. Da sind dann meist die kroatischen Kinder noch gar nicht dabei, weil die in eine andere Kirche gehen.
            Zur Lindenstrasse: mir wurscht was die machen, ich schu schon gut 15 Jahre nicht mehr. Meinen Kindern habe ich selber überlassen, ob sie gefirmt werden wollen. Sie haben sich firmen lassen, aber eher "weils ja nicht schaden kann und auch noch Geschenke gibt". Wobei ich zugeben muss, dass ich wahrscheinlich, wenn sie nicht gewollt hätten doch zumindest versucht hätte, sie zu überreden. Wie das bei der "Lutherischen" aussieht, weißich nicht.
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            Glotzophon schrieb:
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            > Wobei ich zugeben muss, dass ich
            > wahrscheinlich, wenn sie nicht gewollt hätten
            > doch zumindest versucht hätte, sie zu überreden.
            > Wie das bei der "Lutherischen" aussieht, weißich
            > nicht.

            Nicht viel anders, denke ich; auch wenn es bei uns anders heißt.
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          hm, ob das jetzt bessere Quote bringt

          Lisa trägt Kopftuch? Wenn das mal so war, ist es schon länger nicht mehr so ...
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            Das war nur ganz am Anfang, nachdem sie konvertiert ist.
            Murats Mutter hat es ihr dann ausgeredet.

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