Veronica Ferres nach „The Masked Singer“: „Mit der Geheimhaltung war es fast wie in einem ‚James Bond‘-Film“

    Enttarnte Biene im Interview nach dem Staffelauftakt

    Glenn Riedmeier – 21.10.2020, 09:52 Uhr

    Veronica Ferres war die Biene bei „The Masked Singer“

    Am gestrigen Dienstagabend startete ProSieben mit der dritten Staffel von „The Masked Singer“ durch. Vieles war anders: Corona-bedingt saßen nur 74 Zuschauer im Studio und das Ratepanel war mit Bülent Ceylan, Sonja Zietlow und als Gast Dieter Hallervorden völlig neu besetzt. Doch eines blieb erhalten: Der Ratespaß. Unter zehn neuen Kostümen befinden sich wieder zehn Prominnente, deren Identität es in den kommenden Wochen zu erraten gilt, während sie Gesangsperfomances zum Besten geben.

    Die erste Maske wurde in der Auftaktshow enthüllt. Nach ihren Auftritten mussten fünf der zehn Teilnehmer zittern: Es entschied sich zwischen dem Alpaka, dem Frosch, dem Hummer, der Biene und dem Anubis. Am Ende erhielt die Biene, die den Guns N’ Roses-Klassiker „Sweet Child o’ Mine“ interpretierte, von den Zuschauern per ProSieben-App die wenigsten Stimmen und musste ihre Maske abnehmen. Als potentielle Tipps kursierten Namen wie Désirée Nick, Eva Padberg, Nina Hagen, Katja Burkhard und Dagi Bee. Doch in Wirklichkeit verbarg sich unter dem Bienen-Kostüm Schauspielerin Veronica Ferres! Sie hatte niemand auf dem Zettel – und ihre überraschende Enthüllung war perfekt für den Staffelauftakt.

    Veronica Ferres nach ihrer Demaskierung ProSieben/Willi Weber

    Im ProSieben-Interview erläutert Ferres, wie sie ihre Zeit bei der Musikrateshow erlebt hat.

    Was sind Ihre ersten Gedanken? Wie geht es Ihnen nach der Demaskierung?

    Veronica Ferres: Ich bin wahnsinnig erleichtert. Natürlich tritt man hier auch gegen Profi-Sänger an, das hat man heute Abend gehört. Als Schauspielerin hat mir die Verwandlung großen Spaß gemacht. Ich freue mich aufs Finale und auf die tollen Kollegen, die sich von Woche zu Woche enttarnen. Und ich hatte eine unglaublich tolle Zeit. Ich bin so liebevoll betreut worden und mit der Geheimhaltung war es fast wie in einem „James Bond“-Film.

    Was ist für Sie das Besondere an „The Masked Singer“?

    Veronica Ferres: Dass wirklich Promis aus jedem Genre mitmachen, sich zur Verfügung stellen und auch davor keine Scheu haben. Und dass die Neugierde, wer denn unter der Maske stecken könnte, einen unglaublichen Anreiz hat.

    Was hat Ihnen an Ihrem Kostüm besonders gut gefallen?

    Veronica Ferres: Der dicke Anzug nicht. Die Maske, unter der man keine Luft bekommt, auch nicht, die enge Korsage nicht, der Riesenhintern auch nicht (lacht). Die Augen! Ich habe mich sofort in die Augen verliebt!

    Wie schwer ist es Ihnen gefallen, ihre Teilnahme vor allen Leuten geheim zu halten? Wie haben Sie es geschafft?

    Veronica Ferres: Es ist mir sehr schwergefallen: Es wussten nur mein Mann und meine Agentin. Das war besonders schwierig. Man muss für alles Ausreden erfinden.

    Das Publikum kennt Sie als Schauspielerin. Wie schwer war es für Sie, erstmals zu singen und dann auch noch unter der Maske?

    Veronica Ferres: Ich habe zugesagt, weil ich die Sendung so toll fand, und dann hab ich erst festgestellt, dass ich gar nicht singen kann (lacht). Und dann hab ich gedacht: Jetzt kannst du’s nur durch Leichtigkeit und Spielfreude machen. Und die hatte ich.

    Neun Masken sind noch dabei. Wer ist ihr Favorit?

    Veronica Ferres: Das Nilpferd.

    Was sagen Sie zu den Tipps des Rateteams? Die sind ja gar nicht auf Sie gekommen!

    Veronica Ferres: Das war meine größte Freude. Ich habe mit Didi Hallervorden wochenlang in Südafrika einen Film gedreht und wir kennen uns wirklich gut. Dass er da nicht draufgekommen ist! Das ist der größte Erfolg für mich: Dass ich es geschafft habe, mich so zu verwandeln, dass mich keiner entdeckt hat.

    Das erste Duo auf der Bühne von „The Masked Singer“: Frau und Herr Erdmann ProSieben/Willi Weber

    In fünf Duellen traten jeweils zwei maskierte Sänger im K.O.-Modus gegeneinander an. Zunächst stellten sie sich mit verfremdeter Stimme in kurzen Porträtfilmen vor und gaben verklausulierte Hinweise auf ihre Identität. Anschließend folgten die Gesangsauftritte – nur während dieser Phase waren die echten Stimmen der maskierten Sänger zu hören. Einige der Kandidaten sind professionelle Sänger, andere wiederum üben eigentlich einen anderen Beruf aus.

    Die Kostüme sind wieder äußerst kreativ und viel Liebe und Handarbeit gefertigt. Für jeden Geschmack ist etwas dabei – dies gilt auch für die Auswahl der performten Songs. Von Rock („Bring Me To Life“ von Evanescence) über Popballaden („Someone Like You“ von Adele) und Dance („Welcome To St. Tropez“ von DJ Antoine) bis hin zu Klassikern wie „I Wanna Dance With Somebody“ von Whitney Houston war alles dabei. Eine besondere Überraschung gab es gleich zu Beginn der Show: Zum ersten Mal überhaupt trat bei „The Masked Singer“ ein Duo auf: Das Erdmännchen-Paar gab ein „Dirty Dancing“-Medley aus „Hungry Eyes“ und „Time Of My Life“ zum Besten. Zugutekommt der deutschen Adaption weiterhin die Tatsache, dass sie im Gegensatz zu den anderen Länderversionen live ausgestrahlt wird. Bei Voraufzeichnungen wäre die Gefahr zu groß, dass jemand aus dem Publikum vor Ort vor der Ausstrahlung spoilert.

    Das Lagerfeuer ist wieder entfacht: „The Masked Singer“ macht einfach Spaß und kommt genau zur richtigen Zeit, um für ein paar Stunden dem Alltag zu entfliehen. Kommenden Dienstag (27. Oktober) geht die Show um 20:15 Uhr auf ProSieben in die nächste Runde.

    Über den Autor

    Glenn Riedmeier ist Jahrgang ’85 und gehört zu der Generation, die in ihrer Kindheit am Wochenende früh aufgestanden ist, um stundenlang die Cartoonblöcke der Privatsender zu gucken. „Bim Bam Bino“, „Vampy“ und der „Li-La-Launebär“ waren ständige Begleiter zwischen den „Schlümpfen“, „Familie Feuerstein“ und „Bugs Bunny“. Die Leidenschaft für animierte Serien ist bis heute erhalten geblieben, zusätzlich begeistert er sich für Gameshows wie z.B. „Ruck Zuck“ oder „Kaum zu glauben!“. Auch für Realityshows wie den Klassiker „Big Brother“ hat er eine Ader, doch am meisten schlägt sein Herz für Comedyformate wie „Die Harald Schmidt Show“ und „PussyTerror TV“, hält diesbezüglich aber auch die Augen in Österreich, Großbritannien und den Vereinigten Staaten offen. Im Serienbereich begeistern ihn Sitcomklassiker wie „Eine schrecklich nette Familie“ und „Roseanne“, aber auch schräge Mysteryserien wie „Twin Peaks“ und „Orphan Black“. Seit Anfang 2013 ist er bei fernsehserien.de vorrangig für den nationalen Bereich zuständig und schreibt News und TV-Kritiken, führt Interviews und veröffentlicht Specials.

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