Dirty Dancing
- USA 1987 (96 Min.)
- Tanzfilm

Hintergrund: Regisseur Emile Ardolino präsentierte dem Kinopublikum 1987 eine Welt jenseits von ‚Flashdance‘-Disco-Rhythmen und schuf damit einen Überraschungshit, der eine wahre Mambo-Welle auslöste, wovon besonders Tanzschulen profitierten. „Dirty Dancing“ steht ganz in der Tradition der 60er-Jahre-Musicals, in denen Tanzen eine Verführungskunst darstellt. Die wiegenden, fordernden Tanzbewegungen beim „Dirty Dancing“ richten sich dabei nicht nur nach dem Takt, sondern auch nach dem Text. Sieben Songs im Sixties-Stil wurden eigens für den Film komponiert, darunter der Oscar-gekrönte Titelsong „The Time of My Life“ von Bill Medley im Duett mit Jennifer Warnes.
Filme über andere erotische Tänze, wie Lambada, versuchten vergeblich an den Erfolg von „Dirty Dancing“ anzuknüpfen. Erst 2004 kam eine Fortsetzung des 1987er-Klassikers, ebenfalls mit Patrick Swayze, ins Kino. Starinfo Patrick Swayze: Das Tanzen steckte Patrick Swayze im Blut. Seine Mutter war Choreographin, er selbst lernte schon als Kind Ballett und trat später in einer Broadway-Aufführung von „Grease“ auf. Kinoauftritte hatte Swayze unter anderem in Francis Ford Coppolas Jugenddrama „The Outsiders“ und in John Milius ‚Die rote Flut‘. Popularität erlangte er durch den Südstaaten-Mehrteiler ‚Fackeln im Sturm‘, „Dirty Dancing“ machte ihn schließlich zum Star.
Mit dem romantischen Thriller „Ghost – Nachricht von Sam“ landete Swayze einen weiteren Hit. Auch als Surfer-Guru in „Gefährliche Brandung“ zeigte der smarte Mime Ausstrahlung. Nach der Hauptrolle in Roland Joffes „City of Joy – Stadt der Freude“ begann der Stern langsam zu sinken. Auch mit dem Actionfilm „Black Dog“ gelang dem Texaner nicht das erhoffte Comeback. Einen herrlich selbstironischen Auftritt hatte der Buddhist im kultigen Fantasy-Thriller ‚Donnie Darko‘. Im Januar 2008 diagnostizierten die Ärzte bei Patrick Swayze eine Krebserkrankung, der er im September 2009 im Alter von 57 Jahren erlag. (Text: Tele 5)
„Dirty Dancing“ war 1988 der Überraschungserfolg des Kinojahres, der wie einst „Saturday Night Fever“ einen regelrechten Run auf Tanzschulen auslöste und zum absoluten Kultfilm avancierte. Sechs Millionen Dollar hatte der Film gekostet, über 214 Millionen spielte er ein. Der 1993 verstorbene Emile Ardolino (‚Sister Act – Eine himmlische Karriere‘), der bereits 1983 für den Tanzfilm“He Makes Me Feel Like Dancin“’ mit dem Oscar ausgezeichnet wurde, faszinierte das Kinopublikum mit einer bewegenden, mit heißen Tanzrhythmen kombinierten Liebesgeschichte, die den Zuschauer zurück in die 1970er Jahre führt. Doch der Film dreht sich nicht nur um die Liebe und das Tanzen, sondern auch um das Erwachsenwerden und den Generationenkonflikt. Der Soundtrack gehört zu den erfolgreichsten Filmmusiken aller Zeiten: Der von Bill Medley und Jennifer Warnes gesungene Titelsong ‚(I‘ve Had) The Time Of My Life’ wurde für den Grammy nominiert und sowohl mit dem Oscar als auch mit dem Golden Globe ausgezeichnet. Der im September 2009 im Alter von 57 Jahren verstorbene Patrick Swayze selbst sang den Song ‚She‘s Like The Wind’ und konnte damit einen großen Charterfolg verbuchen. Die beeindruckenden Tanzschritte wurden von Choreograf Kenny Ortega in Anlehnung an den Stil der frühen 1960er Jahre und beeinflusst von kubanischen Rhythmen entwickelt. Ihm und Regisseur Ardolino ging es vor allem darum, das Tanzen perfekt in die Handlung zu integrieren und die Entwicklung der entstehenden Romanze und die Annäherung der beiden Partner beim Tanzen zu zeigen. Die beiden Hauptdarsteller Jennifer Grey und Patrick Swayze – dieser hatte zuvor mit der TV-Serie „Fackeln im Sturm“ auf sich aufmerksam gemacht – wurden über Nacht zu Stars. Jennifer Grey, damals 27 Jahre alt und damit zehn Jahre älter als ihr Filmcharakter, hatte mit Swayze bereits 1984 für John Milius’ umstrittenes Action Drama „Die rote Flut“ vor der Kamera gestanden und in „Cotton Club“ und „Ferris macht blau“ überzeugt. Nach zahlreichen TV-Produktionen war die Tochter des berühmten Broadway Schauspielers Joel Grey (‚Cabaret‘) außerdem 2000 neben Ben Affleck und Gwyneth Paltrow in „Bounce -Eine Chance für die Liebe“ sowie 2008 neben Jesse McCartney in dem Drama „Keith“ im Kino zu sehen. Noch in diesem Jahr soll die Sci-Fi-Romanze „In Your Eyes“ mit Jennifer Grey und Nikki Reed erscheinen. Der gelernte Tischler Patrick Swayze, der 1991 vom People Magazine zum „Sexiest Man Alive“ auserkoren wurde, überzeugte anschließend u.a. in ‚Ghost – Nachricht von Sam‘, „Gefährliche Brandung“ sowie „To Wong Foo“ und trat 2004 auch in „Dirty Dancing 2“ als Tanzlehrer – allerdings nur in einer Nebenrolle – auf. Der letzte Film vor Swayzes Tod war das Drama ‚Powder Blue‘. Babys Mutter Marjorie spielt Kelly Bishop, die VOX-Zuschauern vor allem als Emily Gilmore aus der Serie „Gilmore Girls“ bekannt ist. Die Rolle der Penny übernahm mit Cynthia Rhodes eine der besten Tänzerinnen des modernen Tanzfilms. Sie schwang ihre Hüften unter anderem auch in ‚Flashdance‘ und ‚Staying Alive‘. (Text: VOX)
- gefolgt von Dirty Dancing 2 - Heiße Nächte auf Kuba
- Neuverfilmung als Dirty Dancing
- siehe auch Dirty Dancing - Der Fluch des Erfolgs
- siehe auch 35 Jahre Dirty Dancing
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Reviews & Kommentare
katinka1 am
1987 las ich in geschmuggelten BRAVOs über den Hype um diesen Film, Die Hits konnten wir im Westradio hören. Unsere Westverwandten erzählten, wie oft sie schon im Kino waren, um den Film zu schauen. 1989 kam er auch zu uns in die DDR. Und auch ich war wie elektrisiert davon.
Mittlerweile habe ich ihn dutzendfach im Fernsehen gesehen, ich gucke jede Wiederholung. Nach wie vor ist er meiner absoluten Lieblingsfilme.
Die 80er hatten die besten.
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