„IBES“-News: Allzeit-Quotentief, Lucas Cordalis endgültig raus, Donnerstagsfolge zur Primetime

    RTL greift mit Dschungelcamp „The Masked Dancer“-Finale an

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 24.01.2022, 12:57 Uhr

    Lucas Cordalis ist nicht dabei – Bild: RTL
    Lucas Cordalis ist nicht dabei

    Drei Tage ist die aktuelle Staffel von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ alt – und so richtig rund läuft es aus Quotensicht nicht. Zwar liegen die Reichweiten und Marktanteile immer noch deutlich über dem Senderschnitt, allerdings wurde eben mit der gestrigen dritten Folge ein neuer Allzeit-Tiefstwert eingefahren. So waren ab 22:15 Uhr 3,56 Millionen Menschen dabei – im Vergleich zum Auftakt am Freitag gingen rund eine Million Zuschauer verloren. Zum Vergleich: Die Staffel vor fünf Jahren sahen im Durchschnitt noch rund 6,5 Millionen Menschen.

    Aus der jungen Zielgruppe waren gestern 1,34 Millionen dabei, die für überdurchschnittliche 26,3 Prozent sorgten. Allerdings lag man hier in der Vergangenheit meistens bei über 30 Prozent. So reichte es gestern auch nicht für Platz 1 der Quotencharts, sondern man musste sich beim jungen Publikum mit dem dritten Platz hinter der „Tagesschau“ (2,18 Mio.) und dem „Tatort“ (2,15 Mio.) begnügen. Auch insgesamt lag die ARD natürlich mit 8,36 Millionen. bzw. 9,15 Millionen uneinholbar vorne.

    Überhaupt nicht funktioniert hat gegen diese starke Primetime-Konkurrenz der Versuch von RTL, den Dschungelabend am Sonntag bereits um 20:15 Uhr mit „Das Klassentreffen der Dschungelstars“ zu verlängern. Auf gerade mal zwei Millionen Zuschauer sowie 9,7 Prozent in der Zielgruppe kam diese Sondersendung, in der noch einmal ehemalige Dschungelcamper aufeinandertrafen.

    RTL zieht Dschungelcamp am Donnerstag auf 20:15 Uhr

    Deutlich besser werden voraussichtlich die Quoten am Donnerstagabend ausfallen, denn dort wagt RTL das Experiment, eine reguläre Folge von „IBES“ von 22:15 Uhr auf 20:15 Uhr vorzuziehen, wie der Sender gegenüber DWDL bestätigte. Der Sender hielt diese Programmplanung lange geheim und kündigte im Vorfeld nur ein „RTL Spezial“ an. Nun werden also am 27. Januar und am 3. Februar erstmals schon zur besten Sendezeit Ausgaben des regulären Dschungelcamps zu sehen sein – angesichts der Zeitverschiebung von nur einer Stunde in Südafrika ist dies logistisch im Vergleich zu den Jahren in Australien auch problemlos umsetzbar, wo der Zeitunterschied zehn Stunden beträgt.

    Mit dieser Programmierung will RTL allem Anschein nach insbesondere ProSieben das Leben schwer machen. Dort steht in dieser Woche das Finale des quotentechnisch abgestürzten „The Masked Singer“-Ablegers „The Masked Dancer“ an, dem womöglich gegen „IBES“ zum Abschied ein weiteres Tief droht. In der darauffolgenden Woche will ProSieben am 3. Februar die neue Staffel von „Germany’s Next Topmodel“ starten und muss sich nun erstmals direkt gegen den Dschungel beweisen. Aus RTL-Sicht könnte man diese Kampfprogrammierung als späte Rache für den vergangenen Herbst interpretieren, als ProSieben mit „The Masked Singer“ am Samstagabend mit dafür verantwortlich war, dass das runderneuerte „Supertalent“ völlig unterging.

    Lucas Cordalis wird nicht nachrücken

    Ein eigentlich vorgesehener Dschungel-Camper wird nun definitiv nicht mehr auftauchen. Lucas Cordalis wird nicht mehr nachrücken. Das Risiko ist einfach zu groß – in diesem Jahr wird es also nichts mit dem Erbe des Dschungelthrons, teilt RTL mit. Bei seiner Einreise wurde bei dem Sänger bei einem PCR-Test das Coronavirus nachgewiesen. In Südafrika ist nach einem positiven Testergebnis eine zehntägige Quarantäne vorgeschrieben. Bislang hielt sich der Sender mit einer endgültigen Absage zurück und stellte in Aussicht, dass sich Lucas Cordalis eventuell zu einem späteren Zeitpunkt noch zu den anderen Campern gesellen könnte. Er wollte in die Fußstapfen seines verstorbenen Vaters Costa Cordalis treten, der 2004 einst die erste Staffel gewonnen hatte. Doch daraus wird nun zumindest in diesem Jahr nichts.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am

      Ein Relikt aus alter TV-Zeit - überkommen, überflüssig und irrelevant.
      • am

        Mittlerweile reicht es ja anscheinend schon, wenn man nur mal kurz bei irgendwelchen anderen Trash-Formaten mitgemacht hat.


        Sowas sollen dann "Promis" sein...
        • am

          Es liegt wohl nicht an der Show ansich, dass die Quoten langsam immer mehr in den Keller gehen. Natürlich ist es schwer für RTL langsam noch Kandidaten zu finden, die sich trauen in den Dschungel zu gehen, doch wenn man mittlerweile immer mehr völlig unbekannte Leute aus irgendwelchen Trash-Shows da reinquetscht, den keiner kennt, Möchtegern-C-Promies, dann darf man sich nicht wundern, wenn einem das Gelabbere von solchen keinen interessiert. Ich mach es sowieso so, das ich erst nach ca. einer Stunde mal reinschaue, wenn dann kurz vor Ende noch ein paar Minuten Prüfung gezeigt wird. Das reicht und ist noch lustig. Alles was davor Gelabbert wird, interessiert mich gar nicht. Und ich denke, da bin ich nicht der Einzige.

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