Hannelore-Elsner-Film „Club der einsamen Herzen“ feiert TV-Premiere

    Einer der letzten Filme der verstorbenen Schauspielerin

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 29.04.2019, 12:09 Uhr

    „Club der einsamen Herzen“: Jutta Speidel (l.), Hannelore Elsner (m.) und Uschi Glas (r.) – Bild: ARD Degeto/Laurent Trümper
    „Club der einsamen Herzen“: Jutta Speidel (l.), Hannelore Elsner (m.) und Uschi Glas (r.)

    Vergangene Woche schockierte die Todesmeldung von Hannelore Elsner die Filmwelt (fernsehserien.de berichtete). Die Schauspielerin stand bis zuletzt vor der Kamera, so dass es noch ein paar ungesendete Produktionen mit ihr gibt. Einer ihrer letzten Filme ist die Best-Ager-Komödie „Club der einsamen Herzen“, in der neben Elsner auch Uschi Glas und Jutta Speidel Hauptrollen übernommen haben. Für diesen Film liegt nun der Ausstrahlungstermin vor: Das Erste zeigt ihn am Samstag, 8. Juni, zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr.

    Der Film erzählt von drei Frauen im besten Alter, die den Wert von Freundschaft wiederentdecken. Helga (Jutta Speidel) und Maria (Uschi Glas) leben in Landshut, sind beide knapp 70 und verwitwet – und waren einst beste Freundinnen. Doch ihre dicke Freundschaft ist ebenso wie der Glaube an die Liebe im Verlauf der Jahrzehnte verloren gegangen. Helga, zweifache Mutter und bereits Oma, trauert ihrem verstorbenen Mann nach. Ihr Alltag in einem Reihenhaus wird nur durch gelegentliche Besuche der Töchter nebst Enkel ein wenig aufgelockert. Maria ist hingegen durch und durch Geschäftsfrau und läuft jeden Tag unaufgefordert in ihren Juwelierladen, obwohl sie diesen längst ihrem Sohn Jakob (Max Schmidt) und Schwiegertochter Paula (Kathrin von Steinburg) übergeben hat.

    Eines Tages taucht plötzlich die exzentrische Kiki (Hannelore Elsner) auf – die Dritte im Bunde von damals. Einst zog sie von Landshut in die weite Welt hinaus, um eine Musikkarriere zu machen. Von ihrem frühen Ruhm ist aber genauso wenig geblieben wie von ihren Gagen. Sie ist völlig abgebrannt und zunächst ist man sich spinnefeind. Ausgerechnet Kiki, die Helga und Maria damals bei ihrem Jugendtraum von einem gemeinsamen Tanzcafé hat sitzen lassen, macht nun wieder auf beste Freundin. Die wiederbelebte Freundschaft zwischen den Dreien weckt allerdings Erinnerungen – noch einmal verliebt sein, leben und tanzen, das wäre so schön. Und so nimmt die alte Idee, das Tanzcafé Düll zu übernehmen, bald Formen an. Hansi Kraus spielt einen heimlichen Verehrer, der die Frauen bei ihrem mutigen Vorhaben unterstützt. Marias Sohn Jakob und Helgas Töchter Riccarda (Ina Lehmann) und Sabine (Kathrin Anna Stahl) wollen die Umsetzung des Plans jedoch mit allen Mitteln verhindern …

    In weiteren Rollen sind Billie Zöckler, Max Schmidt, Kathrin von Steinburg, Ina Lehmann, Tjark Bernau, Kathrin Anna Stahl und Eduardo Mulone zu sehen. Als Produktionsfirma steht die tnf Telenormfilm GmbH (Produzenten: Florian Deyle und Philip Schulz-Deyle) hinter dem Film. Für Regie und Drehbuch zeichnet Christine Hartmann verantwortlich.

    Zuletzt war Elsner in der Filmfortsetzung „Kirschblüten & Dämonen“ im Kino zu sehen. Ab dem 13. Juni ist sie noch einmal auf der großen Leinwand zu bewundern: Im Episodenfilm „Berlin, I Love You“ verkörpert sie Madame Rose. Darüber hinaus wird sie in einem erst Anfang April abgedrehten „Tatort“ aus Frankfurt zu sehen sein. In dem Fall mit dem Episodentitel „Die Guten und die Bösen“ verkörpert sie eine eigentlich schon lange pensionierte Kommissarin, die einen ungelösten Vergewaltigungsfall vor vielen Jahren bearbeitet. Ausgestrahlt wird die Folge erst am 19. April 2020. Zuletzt stand Elsner für die BR-Produktion „Lang lebe die Königin“ in einer tragischen Hauptrolle vor der Kamera. Sie spielte eine krebskranke Mutter namens Rose, die eine Nierenspende benötigt. Da die Dreharbeiten erst im März begonnen haben, ist die Produktion nicht abgeschlossen und wurde nach Elsners Tod abgebrochen. Ob der Film noch vollendet werden kann, ist unklar.

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